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Orgel


Die Orgel ist das traditionelle Musikinstrument der Kirche. Wegen ihres feierlichen Klanges wird die Pfeifenorgel auch "die Königin der Musikinstrumente" genannt. Sie ist das älteste Tasteninstrument u. erzeugt die Töne in Pfeifen, deren Luftsäulen durch ein Gebläse in Schwingung gebracht werden. Der Spieltisch besitzt Tastenreihen: Die "Manuale" (je nach Größe der Orgel ein bis fünf) für die Hände u. das "Pedal" für die Füße. Das Orgelwerk ist in einen oft kunstvoll gestalteten Schrank gesetzt, dessen Vorderseite man den Orgelprospekt nennt. Moderne Orgelwerke verzichten manchmal auf diese Schränke. Dem Orgelbauer wird großes, fachlichen Können abverlangt. Der amtliche Orgelsachverständiger prüft u. beanstandet gegebenenfalls das Werk vor der Übernahme u. bei Reparaturen.

Die Orgel steht in der Regel auf der Orgelempore, die zugleich auch den Platz für den ~Kirchenchor bietet. Wie wird vom Organisten gespielt, der dafür eine entsprechende Ausbildung erfährt, um die sich das Referat ~Kirchenmusik im ~ Bischöfl. Seelsorgeamt bemüht.

Die Kirchenorgel wird geweiht u. damit dem profanen Gebrauch entzogen. Sie wird bei den Gottesdiensten, besonders bei der ~Messfeier gespielt, sei es zur Begleitung des Chor- oder Volksgesanges, oder als selbständiger Beitrag zur Verschönerung der Feier (z.B. beim Ein- u. Auszug).

Im Bistum Passau gibt es noch mehrere historische Orgeln. Die älteste dürfte jene in der Wallfahrtskirche Sammarei von 1705 mit Prospekt von 1645 sein. Dem 18. Jh., also der Barockzeit, gehören noch folgende Orgeln an: Zeitlarn (aus der Pfarrkirche Künzing, 1710), Ecking (Pf. Arbing, A. 18. Jh. ), Unterframmering (Pf. Landau, A. 18. Jh. ) Passau-Dom (J. Egedacher, 1720, früher in Vornbach), Passau St. Achatius (1720), Bürg (Pf. Oberpöring, 1720), Vornbach (J. Egedacher, 1732) Leonberg (Pf. Zeilarn, um 1750), Marienberg (Pf. Raitenhaslach, 1764), Steinhausen (Pf. Reischach, um 1780), Thurnstein (Pf. Postmünster, um 1780) u. Georgenberg (Pf. Pleiskirchen, um 1780). Mehrere neue Orgelwerke stehen in barocken Prospekten.

Die 20 größten Orgeln im Bistum Passau:

Passau-Dom 231 Reg. Steinmeyer 1928 u. Eisenbarth 1980
Altötting-Basilika 107 Reg. Wastlhuber 1972 u. Schmid 1976
Burghausen-St. Jakob 65 Reg. Weise 1948
Triftern 56 Reg. Meier 1974
Vilshofen 54 Reg. Meier 1957
Niederalteich 50 Reg. Weise 1927
Neuötting 50 Reg. Schmid 1980
Passau-St. Paul 46 Reg. Eisenbarth 1967
Waldkirchen 46 Reg. Eisenbarth 1951
Fürstenzell 43 Reg. Eisenbarth 1964
Schweiklberg 42 Reg. Spät 1935
Malgersdorf 42 Reg. Meier 1977
Simbach a.lnn 40 Reg. Glatzl 1937
Altötting-Stiftsk. 40 Reg. Wastlhuber 1963
Passau-St. Peter 39 Reg. Eisenbarth 1971
Landau-St. Maria 39 Reg. Weise 1979
Burgkirchen a. d. A. 37 Reg. Eisenbarth 1959
Freyung 37 Reg. Eisenbarth 1975
Passau-St. Nikola 35 Reg. Eisenbarth 1966
Hengersberg 35 Reg. Meier-Stöber 1979