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Wallfahrt


Unter Wallfahrt versteht man das Aufsuchen bestimmter Orte in dem Glauben, dass dort Gottes Gnade - in vielen Fällen durch die Fürbitte ganz bestimmter Heiliger - in stärkerem Maße wirksam sei als anderswo. Anlass zu einer Wallfahrt ist in der Regel das Vortragen gemeinsamer oder persönlicher Anliegen als Bitte um Abwendung seelischer oder irdischer Not, als Dank für erfahrene Hilfe oder auch allgemein als Zeichen des Glaubens u. Bekennens. Die Wallfahrt hat immer ein bestimmtes Ziel: eine besonders geheiligte Stätte, das Grab eines Heiligen oder dessen Reliquien besonders aber das Bild der Gottesmutter. Die Entstehung der verschiedenen Wallfahrtsstätten ist vielfältig. In den meisten Fällen ist sie in geschichtliches Dunkel gehüllt oder von Legenden umwoben, an einigen Orten aber sind bestimmte Ereignisse, die die Wallfahrt begründeten, glaubhaft überliefert.

Das Wallfahrten gehörte einst zu den beliebtesten Formen der Volksfrömmigkeit. Es wird auch heute wieder mehr gepflegt, als noch vor einem Jahrzehnt. Früher unternahm jede Pfarrei jährlich mehrere Wallfahrten zu zahlreichen Gnadenstätten in der näheren u. weiteren Umgebung, heute konzentrieren sie sich mehr auf wenige Wallfahrtsorte. Die berühmteste Wallfahrtsstätte im Bistum ist die Heilige Kapelle in Altötting. Sie wird jährlich von fast einer Million Pilgern aufgesucht. Auch Passau-Mariahilf, Sammarei, Halbmeile, Marienburg u. Pfarrkirchen-Gartlberg sind viel besuchte Marien-Wallfahrtsorte. Dazu kommen noch fast hundert Kirchen u. Kapellen, zu denen früher Pilger Zuflucht suchten, die aber heute als Wallfahrtsstätten fast vergessen sind.