Bischof Wilhelm Schraml feierte zum 80. Geburtstag des Papstes Gottesdienst in Passau


Papst Benedikt XVI. verweist auf Jesus Christus

Passauer Bischof Wilhelm Schraml dankt für den Petrusdienst des Papstes – Symposion mit Zeitzeugen und Schülern des Papstes zum Tag der Papstwahl am 19. April in Burghausen

Passau/Marktl (iop). Der Passauer Diözesanbischof Wilhelm Schraml hat am Montag, 16. April, zum 80. Geburtstag des Papstes im Passauer Stephansdom einen Gottesdienst gefeiert. In der Predigt ging der Bischof besonders auf die Taufe und den Glauben ein. Er warnte davor, sich einen "privaten Gott" oder "privaten Jesus" zu machen. Gerade Papst Benedikt XVI. verweise immer auf Jesus Christus als den Sohn des lebendigen Gottes. Es gäbe, so der Passauer Bischof, "nichts Schöneres, als Christus zu kennen und anderen die Freundschaft mit ihm zu schenken".

Die Taufe bezeichnete der Bischof als "urpersönliches eigenes Osterfest". Sooft man sich mit dem Weihwasser bekreuzige, werde man an die Taufe und die Würde als Christ erinnert. Der Bischof empfahl den Taufschein als "Dokument unseres persönlichen Ostern" in die Hand zu nehmen und als "österliche Menschen" zu leben. Deren Aufgabe sei es, sich ganz auf Christus hin zu öffnen, den Frieden des Auferstandenen in die Welt zu tragen und das Reich Gottes in der Welt zu bauen. Der Glaube, so der Bischof, sei aber "nicht einfach Zugehörigkeit zur Kirche oder ein flüchtiges Ja-Sagen zu einigen Glaubenssätzen". Glaube, so Wilhelm Schraml, "ist Anerkennung des gekreuzigten und auferstandenen Christus als Herrn und Gott".

Der Passauer Oberhirte würdigte Benedikt XVI. erneut als jemanden, der als Mensch und Christ und schließlich als Bischof und Papst die österliche Existenz des Christen bezeuge. Die Menschen, so der Oberhirte des Bistums, in dem Benedikt XVI. vor 80 Jahren geboren wurde, würden spüren: "Hier ist einer, der authentisch lebt". Das würden sie auch in der Begegnung mit dem Papst erfahren, in seiner Verkündigung und in der Feier der hl. Liturgie der Kirche.

Am Geburtstag des Papstes dankte der Bischof Gott, "dass er der Kirche den Dienst des Petrus" und Papst Benedikt XVI. geschenkt habe. In diesem lebe die Kirche auf festem Grund. Er halte sie in Einheit zusammen und stärke die Kirche im Glauben an Jesus Christus. Der Papst führe die Kirche auf eine gute Weide und in eine gesegnete Zukunft, sagte der Bischof und wünschte dem Heiligen Vater Gesundheit, und dass er selbst "zum Benedictus" werde, also "zum Segen der heiligen Kirche und zum Segen für die Welt".

In Marktl trafen sich die Gläubigen bereits um 4.00 Uhr früh. Joseph Aloisius Ratzinger war nach Angaben im Taufbuch um 4.15 Uhr geboren worden. Vom Geburtshaus zogen die Gläubigen mit Lichtern zur Kirche und erneuerten dort ihr eigenes Taufgelübde. Die Kinder schickten dann bunte Luftballons mit Glückwünschen für den Papst auf die Reise. Am Abend wurde beim Gottesdienst in der Taufkirche des Papstes eine Messe uraufgeführt, die Ortspfarrer Josef Kaiser für den Anlass komponiert hat. Bereits am Sonntag, 15. April, hat der Passauer Bischof das Geburtshaus des Papstes in Marktl am Inn gesegnet und damit offiziell für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Am Donnerstag, 19. April, erinnert man sich bei einem Symposion im "Haus der Begegnung" in Burghausen an den Tag der Papstwahl. Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr und endet symbolisch um 18.00 Uhr mit einer Vesper. Gegen 17.45 Uhr war am Dienstag, 19. April 2005 weißer Rauch aufgestiegen. Um 18.47 Uhr trat Papst Benedikt XVI. auf den Balkon des Petersdomes, seit 482 Jahren wieder einer Deutscher auf dem Heiligen Stuhl. Bei dem Symposion sprechen Theologen aus dem Schülerkreis, wie der Salvatorianerpater und Fundamentaltheologe Prof. Dr. Stephan Horn, und Wegbegleiter des Papstes. Referent ist Prof. Dr. Hansjürgen Verweyen.
 

Sonderzug zum Papst

Von Montag, 3., bis Samstag, 8. September, findet die zentrale Diözesanwallfahrt nach Rom statt. Am Mittwoch nehmen die Pilger an der Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. teil. Die Wallfahrt unter Schirmherrschaft von Bischof Schraml bildet auch den Schlusspunkt der Feiern zum 600-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung des Passauer Domes. Die Grundsteinlegung von St. Stephan und die Begegnung mit dem Papst als dem Grundstein, auf dem die katholische Kirche gründet, sollen zu einem Fest des Glaubens werden, wünscht sich der Diözesanbischof. Interessierte können sich beim Caritasverband für die Diözese Passau e.V., Susanne Zauner, Tel.: 0851/392-121 (vormittags) und Fax: 0851/9297921, anmelden.