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Papst Benedikt XVI. und sein Geburtsort Marktl


Wenngleich sich der Papst nicht an seine frühesten Lebensjahre in Marktl erinnern kann, spricht er später von einem "Ort, der etwas Heimliges und Warmherziges an sich hat". Das trifft auch auf den Abend am 11. September 2006 zu, an dem der Heilige Vater folgende Worte in das Goldene Buch des Marktes schreibt: "Segne diesen Ort, der mir so teuer ist". So teuer und bedeutungsvoll deswegen, weil Joseph Ratzinger hier getauft und im Sakrament der Taufe in die Gemeinschaft des Glaubens aufgenommen wurde.

Bereits beim Rückflug vom Weltjugendtag in Köln im August 2005 hatte der Papst vom Flugzeug aus diese Worte an die Marktler gerichtet: "Ich hoffe, dass ein Funken der Freude, die ich erlebt habe, auch auf Marktl überspringt und danke für alles, was Sie tun, damit dort eine würdige Begegnung mit den Fragen unseres Glaubens ermöglicht wird".

Der Abend des 11. Septembers 2006 wird wohl in die großen Momente des Ortes eingehen. Benedikt XVI. besuchte im Rahmen seiner Pastoralreise nach Bayern auch seinen Geburtsort. Tausende auf dem Marktplatz klatschen begeistert, als Bürgermeister Hubert Gschwendtner den Heiligen Vater und Ehrenbürger des Marktes begrüßte. Der Papst betrat die Pfarrkirche St. Oswald, in der er noch am Geburtstag getauft worden war und betete mit seinem Bruder Georg vor dem Taufbecken. "Segne diesen Ort, der mir so teuer ist", schrieb der Papst in das Goldene Buch des Marktes.

Die Fahrt im Papamobil hinaus zum Hubschrauberlandeplatz unterbrach der Papst dann kurzfristig, um die neue, etwa vier Meter hohe "Benedikt-Säule" zu würdigen, die der Eggenfeldener Bildhauer Joseph Michael Neustifter und der Regensburger Professor Ulrich Hommes geschaffen haben. Die Bronzestele in Form einer Schriftrolle will von der Frohbotschaft des christlichen Glaubens künden. Sie fasst symbolisch die Botschaft Jesu Christi, die Regel des hl. Benedikt von Nursia, die christlichen Wurzeln Europas und das Wirken von Papst Benedikt XVI. in zentralen Worten zusammen.