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Statement Bischof Wilhelm Schraml zur Überreichung der "Goldenen Rose"


Unser Heiliger Vater zeichnet das Marienheiligtum im "Herz Bayerns" ganz besonders aus. Im Auftrag von Papst Benedikt XVI. überbringt der Kölner Erzbischof, Joachim Kardinal Meisner, als Kardinallegat die "Goldene Rose" Dies zum Patrozinium der Gnadenkapelle am Festtag "Mariä Aufnahme in den Himmel", am 15. August.

Die Rose symbolisiert Christus in einem doppelten Sinn. Das Gold steht für Auferstehung, die Dornen für die Passion. Die kunstvolle Blüte diente im Mittelalter dazu, den Ruhm der Auferstehung Christi zu zeigen, um damit die Trauer über das Leiden Christi zu mildern. So hat zum Beispiel Papst Alexander III. dazu geschrieben: Das Gold bezeichne Christus, die rötliche Färbung des Edelmetalls stehe für das Leiden, der Duft verkünde die Herrlichkeit der Auferstehung. Die „Goldene Rose“ sollte die Empfänger aber nicht nur ehren, sondern sie immer auch an die religiöse Verpflichtung erinnern.

Unser Heiliger Vater weiß sich seit seiner Kindheit mit Altötting verbunden. Zur Gnadenmutter ist er im Laufe seines Lebens oft gekommen: Mit seinen Eltern, als Priester, Bischof und letztlich als Papst. Bei seinem unvergesslichen Besuch im September 2006 hat er den Bischofsring, den er bis zu seiner Papstwahl trug, vor dem Altöttinger Gnadenbild niedergelegt. Heute ist dieser Ring am Zepter der Muttergottes-Statue angebracht. Umgekehrt begleitet unseren Heiligen Vater Tag für Tag das Rosenkranz-Gebet. Zudem steht eine Kopie des Gnadenbildes auf seinem Schreibtisch. Wie er mir persönlich sagte, blicke ihm die Altöttinger Gnadenmutter sozusagen symbolisch über die Schulter und achte darauf, dass alles recht werde. So dürfen wir uns gerade in Altötting mit dem Papst fest verbunden wissen. Wir dürfen uns vom Nachfolger des heiligen Petrus in der Freude des Glaubens bestärkt wissen, auch in der Freude, in dieser Kirche Jesu Christi sein zu dürfen. So sind wir in Altötting mit der "Goldenen Rose" des Papstes gerufen, diese Freude hinauszutragen in die Welt. Wir sind erneut eingeladen auf Christus zu schauen, ihn anzubeten, auch in der Form des eucharistischen Brotes.
 

(Gekürzte Fassung eines Beitrages in der Tagespost vom 26. Juli 2008)