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Statio von Diözesanbischof Wilhelm Schraml


BischofAls unser Heiliger Vater Papst Benedikt XVI. am 11. September 2006 Altötting besuchte - ein unvergessener Tag in der Geschichte des Wallfahrtsortes - da habe ich ihn droben auf dem Kapellplatz begrüßt mit den Worten: "Wir wissen, Heiliger Vater, dass die gemeinsamen Wallfahrten mit den Eltern und Geschwistern nach Altötting zu Ihren frühesten und schönsten Erinnerungen gehören. Die Gnadenmutter, der Heilige Bruder Konrad, die Kirchen und der ganze Kapellplatz sind Ihnen von Kindheit an ans Herz gewachsen und Sie den Menschen."

Damals hat der Papst hier an dieser Stelle, nach der feierlichen Vesper, als Zeichen tiefer Verbundenheit, seinen Bischofsring - ein für ihn sehr kostbares Geschenk seines Bruders und seiner Schwester, den sie ihm zur Bischofsweihe geschenkt haben und den er bis zur Papstwahl getragen hat - vor dem Gnadenbild niedergelegt. Wir sehen den Ring jetzt am Zepter der Gottesmutter.

Ab heute, dem Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, wird eine ganz außergewöhnliche Blume das Gnadenbild von Altötting schmücken. Es ist die Goldene Rose, die Papst Benedikt XVI. als sichtbares Zeugnis seiner hohen Wertschätzung dem Heiligtum schenkt. Das erfüllt uns mit tiefer Freude. Vergelt's Gott, lieber Heiliger Vater, für dieses beredte Zeichen Ihrer Verehrung und Liebe zu Unser Lieben Frau von Altötting.

Er hat Sie, Eminenz, lieber Kardinal Meisner, als seinen Legaten beauftragt, die Goldene Rose zu überbringen. Ich danke Ihnen für diesen wunderbaren Dienst. Ich grüße Sie als den persönlichen Vertreter des Heiligen Vaters aus ganzem Herzen. Wir alle wissen, wie sehr auch Ihnen seit vielen Jahren Altötting wirklich ans Herz gewachsen ist. Herzlich willkommen.

Mein Gruß gilt Altbischof Eder und den Vertretern des Domkapitels und allen Mitbrüdern im Dienst des Priesters und des Diakons und allen Ordensangehörigen.

Eine große Freude ist es mir Sie, Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, zusammen mit Ihrer verehrten Frau Gemahlin, im Herzen Bayerns willkommen heißen zu dürfen. Sie haben wiederholt und überzeugend bei den verschiedensten Gelegenheiten zum Ausdruck gebracht, wie wichtig für Sie als protestantischer, bekennender Christ der Glaube der katholischen Kirche ist, der sich in vielfachen Frömmigkeitsformen in unserer bayerischen Heimat bezeugt. Mit Ihnen grüße ich alle Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens, vor allem Sie, Herr Landrat Schneider, mit den Mitgliedern des Kreistages und Sie, Herr Bürgermeister Hofauer, mit den Mitgliedern des Stadtrates. Ich freue mich den Bürgermeister von Brixen, Albert Pürgstaller, begrüßen zu dürfen.

Liebe Schwestern und Brüder, herzlichen Gruß an Sie alle, die Sie heute hierher gekommen sind.

Jetzt feiern wir das Geheimnis unseres Glaubens, das heilige Messopfer. Von ihm lebt die Kirche. Wir nennen es Eucharistie: Danksagung. Wir danken dem Vater im Himmel für das Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus. Wir danken Gott, dass er die Gottesmutter Maria mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels erhoben hat. Und wir danken ihm heute besonders, dass er der Kirche, in Papst Benedikt XVI., einen so begnadeten und begeisternden Hirten geschenkt hat.

Mit den Worten des Eröffnungsverses der Heiligen Messe grüße ich Sie alle: "Freut Euch alle im Herrn am Fest der Aufnahme der seligsten Jungfrau Maria in den Himmel. Mit uns freuen sich die Engel und loben Gottes Sohn."