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Diözesanbischof Schraml zur Wahl von Papst Benedikt XVI.


Wir haben einen neuen Papst. Die Kardinäle im Konklave haben Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst und damit zum Nachfolger von Johannes Paul II. gewählt. Das Bistum Passau freut sich ganz besonders auf das Pontifikat von Benedikt dem XVI. Wir danken Gott, der durch seinen Heiligen Geist der Kirche den neuen Papst als Oberhirten geschenkt hat.

Die Gläubigen begleiten ihn jetzt innig mit ihren Gebeten. Sie erbitten für unseren Landsmann Gottes Segen. Möge Christus auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria, vor deren Gnadenbild in Altötting er so oft gebetet hat, ihm Kraft, Gesundheit und Ausdauer schenken, als Zeuge des Evangeliums in der Nachfolge Petri das Hirtenamt in der katholischen Kirche auszufüllen. Der neue Papst möge uns seine persönliche Freude am Glauben vermitteln und uns damit anspornen.

Ich bin mir sicher, dass er das, was sein Vorgänger in so großartiger Weise vorgelebt hat, weitertragen und dennoch seinen ganz eigenen Beitrag zur Auferbauung der Kirche Jesu Christi und des Reiches Gottes leisten wird. Als Kirche von Passau wissen wir uns dabei mit ihm verbunden.

Die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger ist für uns im Bistum Passau eine besondere Freude. Schließlich stammt er aus Marktl am Inn bei Altötting. Wir kennen uns seit vielen Jahren aus zahlreichen persönlichen Begegnungen.

Ich persönlich wünsche dem Heiligen Vater:

Dass er als Stellvertreter Christi die Menschen mit der Botschaft Jesu begeistern und sie zu Christus hinführen kann. Dass er sie im Glauben an den dreifaltigen Gott stärken und sie befähigen kann zum Weltdienst.

Dass er als Nachfolger Petri, auf dem die Kirche gegründet ist, unserer Kirche kraftvoll vorangeht und Zeugnis ablegt.

Dass er als Oberhaupt der universalen Kirche und Garant der Einheit die Katholiken weltweit zusammenführt in die Einheit von Christus her.

Als äußeres Zeichen haben die Kirchenglocken im ganzen Bistum nach bekannt werden der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum 265. Papst dreißig Minuten lang geläutet. Die Priester werden eine heilige Messe "Für den Papst", wie im Messformular vorgesehen, feiern. In den kommenden Tagen schließen wir den neuen Papst besonders in die Gebete und in die Fürbitten bei den Gottesdiensten ein. Auch beim Hochgebet in der Eucharistie wird ab sofort der Name des Heiligen Vaters wieder genannt.