Die Bistümer Passau und Alagoinhas bekräftigen Partnerschaft: Bischöfe unterzeichnen Dokument - Bischof Schraml reist zum Gegenbesuch nach Brasilien


Passau (iop). Bischof Dom Paulo Romeu Dantas Bastos und die meist jungen Leute aus Alagoinhas haben in den vergangenen Tagen die Partnerdiözese Passau kennen gelernt. Sie waren in der Dreiflüssestadt, haben den Wallfahrtsort Altötting besucht und sich durch das Geburtshaus des Papstes in Marktl führen lassen. Mit vielen Eindrücken und Impulsen kehren sie zurück nach Brasilien.

Der Besuch endete am Donnerstag, 2. Juli, mit einer Vesper im Passauer Exerzitienhaus „spectrum Kirche – Haus Mariahilf“. Dabei predigte Bischof Dom Paulo. Mit dem Passauer Bischof Wilhelm Schraml bekräftigte er die 40-jährige Partnerschaft und unterzeichnete ein entsprechendes Dokument.

Darin heißt es: In der Partnerschaft der beiden Diözesen „leuchtet das Miteinander im Glauben und das Füreinander in gelebter Solidarität auf“. Was die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils vor nunmehr über vierzig Jahren dabei zur theologischen und pastoralen Grundlage der missionarischen Sendung der Kirche festgeschrieben hätten, „nahm durch den engagierten Einsatz sowohl auf Seiten der Diözese Alagoinhas als auch des Bistums Passau konkrete Gestalt an“. Man könne erleben, „dass die Weltkirche keine abstrakte Größe ist, sondern dass jede Kirche vor Ort ein Teil dieser weltumspannenden und umfassenden – im wahrsten Sinn des Wortes – katholischen Kirche ist, deren Gläubige wahrhaft Schwestern und Brüder sind im Glauben an den dreieinen Gott“. Mit ihrer Unterschrift bekräftigten die Bischöfe künftige Begegnungen und pastoralen Austausch.

Entsprechend reist der Passauer Oberhirte mit einer Delegation zum Gegenbesuch nach Alagoinhas.
Den Bischof begleiten von 9. bis 17. Juli unter anderem Dompropst Dr. Hans Wagenhammer, Vertreter des Referates Mission, Entwicklung und Frieden, frühere Missionare sowie Wolfgang Beier als Vertreter des Passauer Diözesanrates.
 

Das Dokument:

Bekräftigung der Partnerschaft
zwischen der Diözese Alagoinhas und der Diözese Passau nach 40 Jahren

Gerade zum Ende des Paulusjahres, mit dem unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., das Wirken des großen Völkerapostels deutlich ins Bewusstsein gerufen hat, dürfen die Diözesen Alagoinhas und Passau das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft feiern. Die Partnerschaft erwuchs aus dem, was das Zweite Vatikanische Konzil über die Kirche als das pilgernde Volk Gottes aus der Tradition und der Hl. Schrift fortgeschrieben hatte.

Das, was die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils vor nunmehr über vierzig Jahren dabei zur theologischen und pastoralen Grundlage der missionarischen Sendung der Kirche festgeschrieben haben, nahm durch den engagierten Einsatz sowohl auf Seiten der Diözese Alagoinhas als auch des Bistums Passau konkrete Gestalt an.

So dürfen wir heute in großer Dankbarkeit und Freude auf das schauen, was innerhalb der zurückliegenden vierzig Jahre zwischen Alagoinhas und Passau wachsen konnte. All das lässt deutlich erleben, dass die Weltkirche keine abstrakte Größe ist, sondern dass jede Kirche vor Ort ein Teil dieser weltumspannenden und umfassenden – im wahrsten Sinn des Wortes – katholischen Kirche ist, deren Gläubige wahrhaft Schwestern und Brüder sind im Glauben an den dreieinen Gott.

In der 40-jährigen Partnerschaft unserer beiden Diözesen leuchtet das Miteinander im Glauben und das Füreinander in gelebter Solidarität auf.

Für das sich gegenseitige Beschenken dürfen wir ein tiefes Vergelt’s Gott sagen.

Für die kommende Zeit, für künftige Begegnungen und pastoralen Austausch bitten wir um Gottes reichen Segen. Er bestärke uns, wenn wir mitwirken am Aufbau des Reiches Gottes: und weiterbauen an dem, was Jesus Christus grundgelegt hat. Denn mit dem hl. Apostel Paulus bekennen wird: „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.“ (1 Kor 3,11)