Altötting - Das „Herz Bayerns“


Der bedeutendste Marienwallfahrtsort im deutschsprachigen Raum gehört zur Diözese Passau und gilt seit vielen Jahrhunderten als geistliches Zentrum für den bayerischen Raum und weit darüber hinaus. „Herz Bayerns“ wird Altötting genannt. Das Herz Altöttings wiederum ist die Gnadenkapelle, die „Heilige Kapelle“. Jahr für Jahr Ziel über einer Millionen Pilger aus der ganzen Welt. Sie tragen seit mehr als 500 Jahren ihre Sorgen zur Mutter Gottes, bzw. zu „Unserer lieben Frau“ in die Gnadenkapelle. Herausragendes Ereignis in jüngster Zeit war der Besuch von Papst Benedikt XVI. am 11. September 2006. Über Altötting schreibt das Oberhaupt der katholischen Kirche: „Ich habe das Glück, ganz in der Nähe von Altötting geboren zu sein. So gehören die gemeinsamen Wallfahrten mit meinen Eltern und Geschwistern an den Gnadenort zu meinen frühesten und schönsten Erinnerungen…“.

 

Die "Schwarze Muttergottes"

 

Ziel der Pilger ist die „Schwarze Muttergottes“ in der Gnadenkapelle. In seinem Inneren, gegenüber der prächtig verzierten Altarnische mit dem gotischen Gnadenbild – der „Schwarzen Madonna“ –, birgt er in kunstvoll verzierten silbernen Urnen die Herzen der bayerischen Könige und Kurfürsten. Aufgrund der besonderen Verbundenheit von Volk und Landesherren mit der Wallfahrt zu „Unserer Lieben Frau von Altötting“ hat das Heiligtum den Beinamen „Herz Bayerns“ erhalten. Ein zweites wichtiges Pilgerziel ist die Kapuzinerkirche St. Konrad mit dem Reliquienschrein des 1934 heilig gesprochenen Pförtnerbruders, der in Parzham (Bistum Passau) geboren wurde. Das 75-jährige Jubiläum wird entsprechend gefeiert.

Wolfgang Duschl