Menu

Delegiertenversammlung des KDFB


Datum: 
10.03.2018

Bischof Stefan Oster als Gastredner bei der Versammlung des Frauenbundes.

 

 

 

Bischof Stefan Oster SDB sprach als erster Mann bei der Delegiertenversammlung des Katholischen Deutschen Frauenbundes über die Themen: "Selbstbewusstheit, Offenheit und Glauben".

 

 

 

 

 

KDFB-Diözesanverband Passau geht mit neuer Vorstandschaft in die Zukunft

 

Wehmut und Vorfreude – beide Gefühle haben die Neuwahl der Diözesanvorstandschaft des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) in der Diözese Passau bei der Delegiertenversammlung im Großen Kursaal in Bad Füssing begleitet. Da vier der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden nicht mehr zur Wahl antraten, hat das Führungsteam viel frischen Wind bekommen. Das Amt der Diözesanvorsitzenden bleibt allerdings in bewährten Händen. Bärbel Benkenstein-Matschiner aus Passau wurde einstimmig wiedergewählt. „Das Wahlergebnis mit 100 Prozent freut mich riesig und schenkt mir Kraft für die nächsten vier Jahre. Es ist mir eine Ehre, Diözesanvorsitzende dieses tollen Verbandes zu sein“, so Benkenstein-Matschiner. Zu ihrem Team gehört weiterhin Anne-Marie Ederer aus Grafenau, die als stellvertretende Diözesanvorsitzende bestätigt wurde. Neu in der Diözesanvorstandschaft sind Simone Hannen aus Perlesreut, Waltraud Lerchl aus Tittling, Marianne Speckbacher aus Unterholzhausen und Gerda Stöfl aus Kößlarn. Alle vier wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Sie übernehmen nun die Aufgaben der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Monika Beck aus Landau an der Isar, Waltraud Kufner aus Iggensbach, Sieglinde Sagmeister aus Tiefenbach und Daniela Voggenreiter aus Aicha vorm Wald, die sich nach acht beziehungsweise 16 Jahren in der Vorstandschaft nicht mehr aufstellen ließen. Bärbel Benkenstein-Matschiner und Anne-Marie Ederer dankten ihnen für den ehrlichen und wertschätzenden Umgang und überreichten jeder ein persönliches Abschiedsgeschenk. Die Delegierten dankten den ehemaligen Vorstandsfrauen mit lautem Applaus.

Neben der Neuwahl der Vorstandschaft war die Delegiertenversammlung geprägt von einem intensiven Austausch mit dem Passauer Bischof Dr. Stefan Oster SDB. Erstmals gestaltete mit ihm ein Bischof den Bildungsteil der Versammlung. Grundlage seines Referats war das aktuelle Schwerpunktthema des KDFB-Gesamtverbandes „selbst·bewusst·offen“. Oster ging zunächst grundsätzlichen Fragen des Menschseins nach und widmete sich dem „Selbstverhältnis“ eines jeden Menschen. „Jeder hat nicht nur ein Selbstverhältnis, sondern er oder sie ist ein Selbstverhältnis. In jedem Augenblick des Daseins gibt jede Person, so wie sie eben da ist, wie sie denkt, spricht und handelt, immer zugleich auch kund, wie sie zu sich selbst steht“, erklärte er. Am authentischsten komme ein Mensch genau dann bei anderen an, wenn er am wenigsten mit sich selbst beschäftigt sei und eine „Selbst-Vergessenheit“ erlebe, wie es oft bei kleinen Kindern der Fall sei. „Wenn wir in der Tiefe unseres Selbst zu Hause sind und nicht im alltäglichen Getriebensein, dann können wir uns öffnen für andere“, so der Bischof. Doch sich öffnen für andere – das kann auch riskant sein, macht verwundbar. Was also ist das Geheimrezept für echte Offenheit? Laut Oster sei das Gefühl des Getragen- und Gehaltenseins zentral. Echte Offenheit gelinge letztlich nur im Glauben an Gott, der befähige, weit herauszugehen. „Der Glaube ist eine Form des Vertrauens, die mir hilft, mich selbst loszulassen, mein Ich aus seiner Höhe absteigen zu lassen, neu Ich selbst zu sein“, sagte Oster. Während seines Vortrags war es mucksmäuschenstill im Großen Kursaal. Wie sehr die Botschaft des Bischofs den Nerv der Frauen traf, bewies langer Applaus am Ende seiner Ausführungen. Die KDFB-Frauen hatten dann noch die Gelegenheit, den Bischof zu verschiedenen Themen zu befragen. Insbesondere die Firmung mit 16 oder auch die Forderung nach dem Diakonat der Frau, die der Frauenbund bereits seit vielen Jahren verfolgt, wurden rege diskutiert.

Das neue Führungsteam des KDFB-Diözesanverbandes Passau (v.l.): Bildungsreferentin Tanja Kemper, die neuen stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Waltraud Lerchl, Gerda Stöfl, Marianne Speckbacher, Anne-Marie Ederer, die wiedergewählte Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner, die Geistliche Begleiterin Hildegard Weileder-Wurm, die stellvertretende Diözesanvorsitzende Simone Hannen und Geschäftsführerin Kathrin Plechinger.

Genutzt wurde die Delegiertenversammlung schließlich noch, um das vergangene Verbandsjahr Revue passieren zu lassen. Die Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner stellte gemeinsam mit ihren Stellvertreterinnen, Regina Wagner, der Diözesanvorsitzenden des VerbraucherService Bayern im KDFB, Eva Wick vom Vorstandsteam der Landfrauenvereinigung im KDFB sowie Simone Hannen, Vertreterin der Eltern-Kind-Gruppen, besondere Momente und Aktionen des vergangenen Jahres vor. Unter anderem wurde auf den großen Erfolg der „Solibrot“-Aktion, die Bildungstage zum Schwerpunktthema oder auch die Veranstaltungen im Vorfeld der Bundestagswahl hingewiesen. Die Kommissionen gestalteten Stände, an denen sich die Delegierten informieren konnten. Ein Highlight der Delegiertenversammlung war schließlich die Verleihung der Gisela-Nadel, mit der der KDFB-Diözesanverband Passau seit 2014 besonderes Engagement auf Dekanats- oder Diözesanebene würdigt. Geehrt wurden Monika Beck, Anne-Marie Ederer, Waltraud Kufner und Sieglinde Sagmeister.

 

>>>> Text und Foto: Mareen Maier

Veranstaltungen

20.9.2018 19:30
21.9.2018 (Ganztägig)
23.9.2018 (Ganztägig)