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Altabt Emmanuel Jungclaussen wird 80 Jahre alt


Datum: 
14.05.2007

Niederalteich (iop). Der frühere Abt der Benediktinerabtei Niederaltaich, Emmanuel Jungclaussen, feiert Dienstag, 15. Mai, seinen 80. Geburtstag. Von 1989 bis 2001 gab er als 84. Abt dem Donaukloster ein deutliches Profil in den Bereichen Ökumene und Spiritualität, aber auch in der Ökologie. So führte er am Fest der Taufe Jesu 1994 den ostkirchlichen Ritus der Segnung der Donau ein, mit der bis heute die Verantwortung der Christen für die Schöpfung unterstrichen werden soll; in diesem Fall die Warnung vor dem Ausbau der Donau. Das ökumenische Institut pflegt den intensiven Dialog vor allem auch mit den orthodoxen Christen. Pater Jungclaussen ist nicht nur durch viele Publikationen zu christlicher Meditation und Mystik bekannt, sondern hat in der Abtei mit der Einrichtung eines „Klosters auf Zeit“ vielen Menschen in spirituellen Fragen weitergeholfen.

Benediktiner-Sein bedeutet für ihn: „die Gott-Suche in der Welt sichtbar zu machen“. Dies fand in seinem Leitspruch als Abt Widerhall: „Wahrhaft Gott suchen“. Entsprechend hat der Ordensmann stets dem Zeitgeist widersprochen. In Frankfurt/Oder wurde er geboren und konvertierte mit 19 Jahren zur katholischen Kirche. Er studierte er von 1948 bis 1953 Theologie in Frankfurt am Main an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen. Zwei Jahre nach seiner Priesterweihe 1953 trat er in das Benediktinerkloster Niederaltaich ein. Dort war er als Erzieher, Lehrer, Pfarrer und vor allem als Exerzitienmeister und geistlicher Begleiter tätig, bis er 1989 zum Abt gewählt wurde. Für seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt 2001 das Bundesverdienstkreuz sowie 1996 für seine Zivilcourage den sogenannten „Bürger-Oscar“ der Passauer Neuen Presse.

Beim Gemeindegottesdienst am Dienstag, 15. Mai, um 19.00 Uhr in der Basilika wird auch der Altabt zelebrieren.