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Pontifikalrequiem zum zweiten Todestag von Bischof Dr. Franz Xaver Eder


Datum: 
20.06.2015

Epitaph zum Gedenken an den Bischof, „der ein Leuchten in die Augen der Menschen bringt, wenn sie von ihm erzählen.“ Hunderte Gläubige kamen zum heutigen Pontifikalrequiem zum zweiten Sterbetag von Bischof Dr. Franz Xaver Eder in den Passauer Stephansdom.

 

>>> Sehen Sie hier einen Videobeitrag zum Pontifikalrequiem mit Segnung des Epitaphs:

 

Bischof Dr. Stefan Oster SDB war es ein Anliegen, dass der Prediger dieses Requiems „Bischof Franz Xaver gut gekannt hat und lange mit ihm unterwegs war“, da er selbst Bischof Eder nicht mehr kennenlernen konnte.

Als Vorsitzender des Domkapitels und langjähriger Wegbegleiter würdigte Dompropst Dr. Michael Bär den früheren Oberhirten in seiner Predigt als „einen Mann, der ein Leuchten in die Augen der Menschen bringt, wenn sie von ihm erzählen.“ Seine bescheidene, menschliche Art habe den Menschen gut getan. Eder habe im Jahr 2000 die große Glocke bei Perner gießen lassen. Mächtig mit dem Gewicht von knapp sechs Tonnen Bronze sendet sie die Botschaft der Barmherzigkeit so wie sie auch Bischof Eder gehandelt habe. Doch nicht nur die Glocke erinnert an ihn.

„Ausgesprochen kraftvoll kämpferisch“ zeigte sich Bischof Eder in dem Bereich der Schwangerschaftskonfliktberatung. „Jedes einzelne Leben, das gerettet werden konnte, war ihm unendlich wertvoll“, so Bär. Mit der Gründung des Bischof-Eder-Fonds lebt sein Werk fort und unterstützt bis heute in Not geratene Familien und schwangere Frauen in Form von finanzieller und ideeller Hilfe. Sein pastorales Hauptanliegen sei die Begleitung der Jugend auf dem Weg der Berufung gewesen. Dompropst Bär erinnerte im Hinblick auf die Prozession in die Gruft, dass der Lieblingsblick von Bischof Eder der Aufstieg aus der Gruft hinauf zur Kuppel und dem Himmel blickend war. „Dieser Blick in den Himmel ist ihm längst vergönnt.“

>>>>>Hier können Sie die Predigt von Dompropst Dr. Michael Bär downloaden

Eine besondere Ehre war die Enthüllung des Epitaphs, geschaffen von dem Künstler Karlheinz Oswald. Es soll ein immerwährendes Andenken an Bischof Franz Xaver Eder sein. Das Kunstwerk ist an einem Pfeiler im nördlichen Seitenschiff des Stephansdoms befestigt und ruft den Menschen das charismatische Lächeln von Bischof Eder in Erinnerung.

 

Epitaph und der Künstler
Das von Karlheinz Oswald erstellte Epitaph zeigt eine Büste Franz Xaver Eders mit seinen Lebensdaten. Im bronzenen Rahmen ist unter anderem auch sein Wappen eingearbeitet. Der Kopf wurde mit der Hand modelliert und zeigt charakterliche Eigenschaften des Bischofs, wie sein charismatisches Lächeln. Wie die Epitaphen der früheren Bischöfe ist dieses Werk in seiner Schlichtheit ein künstlerisches Objekt unserer Zeit.

Der Künstler Karlheinz Oswald, in Worms geboren, absolvierte von 1981 bis 1990 das Studium der Freien Bildenden Künste an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, bevor es ihn nach diversen Aufenthalten im Ausland, wie etwa New York, England oder Frankreich in die Schweiz verschlug. Seit 2011 arbeitet und lebt der Künstler nun in Zürich und Locarno (Schweiz). Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind die Malerei und die Skulpturen. Zu seinen Werken zählen etwa die Christusdarstellung und die Darstellung des Heiligen Bonifatius im Dom zu Mainz, oder auch Portraits der Hildegard von Bingen, des seligen Münchner Jesuitenpaters Rupert Mayer und der Ordensgründerin Maria Ward.

 

Hinweis
Die Krypta wird anlässlich des Todestages von Franz Xaver Eder noch ein zweites Mal geöffnet. Vor den Grablegen der Passauer Bischöfe kann von Montag, 22. Juni, ab 8.00 Uhr bis Mittwoch, 24. Juni, 17 Uhr gebetet werden.