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Den Menschen dienen als Zeugnis für den Glauben


Datum: 
26.01.1999

Bischof Eder weiht fünf Priesteramtskandidaten im Dom zu Diakonen

Passau (iop). Der Passauer Diözesanbischof Dr. Franz Xaver Eder weiht fünf Männer zu Diakonen. Am Samstag, 13. Februar, sprechen sie um 9.00 Uhr im Passauer Dom ihr „Ich bin bereit“: Erwin Blechinger aus Grattersdorf, Michael Brunn aus Passau-St. Anton, Roland Burger aus Passau-St. Anton, Werner Kuchar aus Passau-St. Peter und Karl Paintner aus Arnstorf.

Schon in den ersten Jahrhunderten der Kirche hatten die Diakone, vom griechischen Wort <diakonia> Dienst, als unmittelbare Helfer der Bischöfe in der Verwaltung der Diözesen eine große Bedeutung. Zu ihren besonderen Aufgaben gehörte die Armenpflege. Die Sorge um Menschen in Not, um Kranke und Schwache, ist den Diakonen noch heute ins Stammbuch geschrieben. Wie es in der Weiheliturgie heißt, sollen sie versuchen, "in der Liebe Christus nachzufolgen, der nicht gekommen sei, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen". Der Diakon empfängt die Weihe durch Gebet und Handauflegung des Bischofs. Vor Gott und den Menschen wird er damit in den Dienst genommen. Zu den Grundaufgaben des Diakons gehören: der Dienst am Menschen, den Glauben in Predigt, Unterricht und seelsorgerlichen Gesprächen zu verkünden, die Gottesdienste mitzugestalten, das Evangelium zu verkünden, das Sakrament der Taufe zu spenden, Brautleute zu trauen und zu segnen, Sterbenden die Kommunion zu bringen und Tote zu beerdigen.

Die Weihe der Diakone hat folgenden Ablauf: Aufruf und Vorstellung der Kandidaten, Ansprache des Bischofs, Gelöbnis der Kandidaten, Gebet der versammelten Gottesdienstgemeinde, Handauflegung und Weihegebet. Mit mehreren Riten wird das Geschehen angedeutet. Den Diakonen wird das Evangelienbuch überreicht und sie werden mit den liturgischen Gewändern für Diakone, der Stola und der Dalmatika, bekleidet. Mit dem Friedensgruß endet die eigentliche Weihehandlung.

(iop 1/99 - 8)