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Sr. Renata Hampel ist gestorben


Datum: 
29.05.2013

Sie gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Passauer Altstadt. Die Ordensschwester Renata Hampel (CJ) ist am Dienstag, 28. Mai, in Simbach am Inn gestorben. Dort im Betreuten Wohnen des Ordens lebte sie seit 2010. Sie wurde 1930 in Kleinherlitz, im heutigen Tschechien, geboren und trat 1951 bei den Englischen Fräulein, heute Congregatio Jesu, ein. Das Requiem und die Beerdigung beginnen am Montag, 3. Juni, um 14.00 Uhr, in Simbach am Inn, Marienhöhe.

Dompfarrer Helmut Reiner hat Sr. Renata in bester Erinnerung. Am Abend vor seiner Diakonenweihe im Februar 1975 war die Ordensschwester zu Gast bei Rudi Carell. Da saß natürlich auch der angehende Diakon vor dem Fernseher. Später als Domvikar und Dompfarrer hat er vielfach mit Ihr zu tun gehabt, etwa als Mesnerin der Klosterkirche. Auf ihre treuen Dienste konnten sich die Dompfarrer stets verlassen.

Mit ihrer ganz persönlichen Art war sie eine überzeugte und überzeugende Ordensfrau, eine Glaubenszeugin. Sie als Leiterin (1968-1993) hat den Kindern im Lukas-Kern-Kinderheim viel mitgegeben für das Leben. Sie hat den Schülerinnen in Niedernburg (1994-2006, und auch noch im Ruhestand bis 2010) vorgelebt, was Christsein heißen kann. Sie hat sich mit viel Kraft für Waisenhäuser in Sibirien eingesetzt. Ihre Verbindung zur Heimat, aus der sie vertrieben wurde, spielte herein, wenn sie Jahr für Jahr das Lichterschwimmen auf der Donau mitorganisierte. Sie hatte in der Ört’ler Gmoa ihren Platz. Mit Sr. Renata verliert die Passauer Altstadt eine herausragende Christin, die mit ihrer offenen Art, ihrem verschmitzten Humor und dem freundlichen Lachen in Fernsehshows gern gesehen war.