Menu

Jugendseelsorgetagung: Glaube und Musik gehören zusammen


Datum: 
08.02.2018

Sechs Räume, sechs Gruppen - und überall Klang: Die Jugendseelsorgetagung (Juseta) 2018 stellt die Musik in den Vordergrund. Drei Tage kommen Jugendseelsorger, Referenten, Religionslehrer und alle, die im Bistum mit jungen Menschen arbeiten, in Passau zusammen.

 

"Meine Stärke und mein Lied ist der Herr", heißt es im Buch Exodus. Dieses Bibelzitat steht über der ganzen Tagung im Haus der Jugend. Interpretiert haben es die verschiedenen Workshops und ihre Referenten ganz unterschiedlich: Bei dem Linzer Musiker Christopher Kopecny werden selbst Liedtexte geschrieben, Prof. Hans Mendl erklärt, wie man Rock und Pop für die religiöse Bildungsarbeit nutzen kann und im Keller wird getrommelt - und zwar ziemlich laut. Ganz im Sinn der Erfinder: "Musik hat ganz viel zu tun mit Freiheit, Offenheit und Spaß - verbunden mit dem eigenen Glauben. Das haben wir bei den Workshops versucht, zusammenzubringen", sagt Wolfgang Schurr vom Grundsatzreferat des Bischöflichen Jugendamts.

In Raum 4 am Ende des Flurs sind nicht alle Teilnehmen hochmusikalisch. Das sagen sie zumindest zu Anfang selbst - in den eineinhalb Stunden, die darauf folgen, werden sie dennoch ziemlich kreativ sein. Erste Aufgabe im Workshop: ein Lied von Bob Dylan hären und den Sprachbildern nachspüren, die der Nobelpreisträger mit Worten gemalt hat. "Beim Songwriting ist es besser, indirekt über Bilder zu arbeiten als ganz plakativ", erklärt ihnen der Referent Christian Kopecny. Mit offenen Ohren und Augen durch die Welt zu gehen, einen Wortfetzen oder ein Bild aufzunehmen und daraus die erste Zeile zu machen, sei ein einfacher Weg zur Musik. Zweite Aufgabe: Die Jugendreferenten sollen in Zweiergruppen texten: Der eine schreibt eine Zeile, das Blatt wird umgefaltet und der Andere ergänzt die nächste Zeile, ohne die erste gesehen zu haben. Das Zwischenergebnis klingt schon vielversprechend. In der nächsten Runde werden aus den einzelnen Zeilen auf Bairisch und Hochdeutsch Reime - und bei manchen sogar Strophe und Refrain. Es geht bei den einen um einen Tag am See, bei den anderen ums Skifahren und wieder bei anderen um das Gefhl, daheim zu sein. Es wird viel gelacht, es wird Gitarre gespielt und gesungen. Gemeinsam und ohne musikalischen Leistungsdruck. Florian Kandler, Jugendseelsorger in Regen, zieht nach dem Workshop Bilanz: "Ich werde die Methode auf jeden Fall ausprobieren. Sie macht es leicht, mit den Jugendlichen kreativ zu sein, ob nun beim Texten ein Gebet entsteht oder etwas anderes."

Warum ist die Jugendseelsorgetagung so wichtig? Die drei Tage sind Gelegenheit zum Austausch, so dass jeder von der Erfahrungen des Anderen profitiert. Im Vorfeld fragen die Leiter ab, welche Themen gerade wichtig sind. Und natürlich, so Wolfgang Schurr, geht es auch ums Miteinander, in besinnlicher und auch mal lockerer Athmosphäre. Vieles von dem Neuen, das sie in drei Tagen "Juseta" mitnehmen, werden die Jugendarbeiter in ihren Pfarreien tragen - und mit ihren Schützlingen zusammen mit Leben füllen.

Und hier können Sie einen Beitrag des Katholischen Radiobüros dazu hören!

 

Veranstaltungen

20.9.2018 19:30
21.9.2018 (Ganztägig)
23.9.2018 (Ganztägig)