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Er hat unverwechselbare Spuren hinterlassen


Datum: 
09.11.2015

   Trauer um Leopold Hafner

 

 

Im Alter von 85 Jahren ist am 4. November der Akademische Bildhauer Leopold Hafner gestorben. Vor allem im Bistum Passau hat der Künstler in den vergangenen Jahrzehnten seine unverwechselbaren Spuren hinterlassen.

Die Ausstattung in zahlreichen Kirchen trägt seine Handschrift. Die Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul in Waldkirchen, die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Hartkirchen, die Pfarrkirche St. Laurentius in Dornach, die Stadtpfarrkirche St. Peter in Passau oder die katholische Sakramentskapelle im ökumenischen Kurseelsorgezentrum „Emmaus“ in Bad Griesbach sind nur wenige Beispiele, in denen der am 23. Oktober 1930 im südböhmischen Wallern geborene Bildhauer gewirkt hat.

Eine besondere Stellung im künstlerischen Leben von Leopold Hafner nahm der Dom St. Stephan in Passau ein. Als junger Student unterstützte er hier Professor Josef Henselmann im Jahr 1953 bei der Aufstellung des neuen Hochaltars, der Stephanusgruppe. Im Zuge der Neugestaltung des Dominnenhofs schuf er 25 Jahre später den sogenannten Patronatsbrunnen, der neben dem Dompatron St. Stephanus die drei Patrone des Bistums Passau, den Hl. Valentin, den Hl. Maximilian und den Hl. Bruder Konrad zeigt. In Altötting zeugt am Tillyplatz der Jubiläumsbrunnen der altbayerischen Diözesen vom Wirken des großen Künstlers in der Diözese Passau. Für den Besuch von Papst Johannes Pau II. 1980 in der Wallfahrtsstadt entwarf Leopold Hafner die Ausstattung der Altarinsel und am selben Altar feierte Benedikt XVI. bei seinem Besuch 2006 in Altötting ebenfalls die Heilige Messe.

Gelebt hat der Vater von sechs Kindern im alten Pfarrhof von Aicha vorm Wald. Hier wird er auch seine letzte Ruhe finden. Das Requiem mit Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 11. November 2015, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aicha vorm Wald statt.