Menu

Sonderausstellung 10 Jahre „KünstlerSeelsorge“ im Bistum Passau. Ab Freitag, 13. Juli: „Das Hohelied der Liebe – Cantico die Cantici“


Datum: 
09.07.2012

15 deutsche und 15 italienische Künstler stellen ab Freitag, 13. Juli, Werke im Hofsaal des Domschatz- und Diözesanmuseum Passau aus. Mit der Sonderausstellung „Das Hohelied der Liebe – Cantico die Cantici“ begeht die „KünstlerSeelsorge“ der Diözese Passau das zehnjährige Jubiläum. Für Diözesanbischof Wilhelm Schraml ist die Arbeit von Künstlerseelsorger Dr. Bernhard Kirchgessner eine „eigenständige Größe im unerlässlichen Dialog zwischen der Kirche und den Kunstschaffenden“.  Die Kunst helfe mit, so der Bischof im Grußwort zur Ausstellung, „hinter dem Profanen das Heilige sichtbar zu machen“.

 

Domvikar Kirchgessner hat zum Jubiläum eine Ausstellung zum Hohen Lied Salomos, einem der ältesten Liebesgedichte der Menschheit, vorbereitet; auch in dem Anliegen, „in der Kirche eine positive Sicht von Liebe wieder zu gewinnen, wie sie in diesem „Lied aller Lieder“ (cantico dei cantici) besungen wird“. Die Werke sind bis 15. September zu sehen. Ab 24. November wird die Ausstellung bis 13. Januar im oberitalienischen Brescia gezeigt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutsch-italienisch. Dr. Ludger Drost würdigt die Kunstwerke. Der Wiener Alttestamentler Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger gibt eine bibeltheologische Einführung. Von ihm stammt auch eine aus dem Hebräischen gefertigte Neuübersetzung.

 

Dr. Bernhard Kirchgessner: „Der Ausstellung ging im März ein dreitägiges Symposion voraus,
bei dem deutlich wurde, dass dieses biblische Buch, in dem an keiner Stelle Gott erwähnt wird,
aber permanent von Liebe die Rede ist, jene geheimnisvolle Kraft beschreibt, die zwei Menschen
miteinander verbindet“.

„Auf die Kraft der Sprache“ wollen die dreißig zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler
ihre Antwort geben:
David Bennett, Franco Bianchetti, Fabio Massimo Caruso, Andrea Cereda, Andreas Armin d’Orfey,
Armando Fettolini, Gabriela Furlani, Giuliano Gaigher, Regine Herzog, Thomas Jessen, Rudolf Klaffenböck,
Andreas Kuhnlein, Giusy Lazzari, Bruno Lucchi, Giovanni Marconi, Toni Menacher, Ramona Müller-Hamleh,
Giacomo Nuzzo, Luciano Pea, Hermann Josef Runggaldier, Hella de Santarossa, Sandro Sardella, Konrad
Schmid, Philipp Schönborn, Mario Schoßer, Johannes Schreiter, Bernd Stöcker, Rinaldo Turati, Silvia Venuti,
Peter Weidl.

 

 

 

Der Künstlerseelsorger Dr. Kirchgessner erläutert weiter: „Das alttestamentliche Hohelied schließt die erotisch-sexuelle Komponente bewusst ein, und somit jede religiös verbrämte Leibfeindlichkeit aus (Pinchas Lapide). Braut und Bräutigam suchen und finden sich, sie sehnen sich nacheinander und lobpreisen den jeweils anderen ob des Geschenkes der Liebe.
Zwei werden in Liebe eins und erfahren so in irdisch höchst möglicher Variante, „das Große, das Gott denen bereitet, die ihn lieben“ (1Kor 2,9): Unio Mystica, Einswerden mit Gott, wie es die großen Mystiker des Abendlandes lehren und bezeugen und Papst Benedikt XVI. in seiner ersten Enzyklika DEUS CARITAS EST ausdrücklich würdigt. (Nr. 10)“.
 

 

  • Veranstalter:  
    KünstlerSeelsorge der Diözese Passau in Kooperation mit den Festspielen Europäische Wochen in Passau und der italienischen  Künstlervereinigung „Le Stelle“
  • Ausstellungsort:
    Hofsaal des Domschatz- und Diözesanmuseum Passau, Residenzplatz 8
  • Öffnungszeiten:   
    Mo – Sa: 10 bis 16 Uhr
  • Eintrittspreis:  2,50 €
  • Katalog:  108 Seiten, 10 €