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Bischof Schraml wird in Ritterorden vom Heiligen Grab aufgenommen


Datum: 
09.09.2004

München/Passau (iop). Der Passauer Diözesanbischof Wilhelm Schraml wird zusammen mit 32 anderen Kandidatinnen und Kandidaten in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen. Der feierliche Investiturgottesdienst in München, an dem insgesamt rund 850 Ordensdamen und Ritter mit ihren Angehörigen teilnehmen, findet am Samstag, 16. Oktober, um 15.15 Uhr in der St.-Michael-Kirche statt. Die Investitur nimmt der Großprior des Ritterordens, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, vor. Die Predigt hält der Großprior der Deutschen Statthalterei, der Bischof von Speyer, Anton Schlembach.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat es sich zur besonderen Aufgabe gemacht, die katholische Kirche im Heiligen Land mit zahlreichen religiösen, wohltätigen, sozialen und kulturellen Aktivitäten zu unterstützen. Dies reicht vom Bau und Unterhalt von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Sozialstationen und Altenheimen bis zur Ausbildung junger Leute und der direkten Hilfe für sozial Schwache und Benachteiligte, auch über konfessionelle Grenzen und trennende Unterschiede zwischen den Religionen in Israel, der Westbank, Gaza und Jordanien hinweg. Der Ritterorden stammt nicht aus der Zeit der Kreuzzüge, sondern verdankt seinen Ursprung dem seit dem 14. Jahrhundert belegten Brauch, am Ort von Tod und Auferstehung Jesu Christi den Ritterschlag zu empfangen. Heute ist der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem in 30 Ländern der Welt vertreten und zählt rund 20.000 Mitglieder in 50 Statthaltereien. In Deutschland gehören dem Orden über 1.200 Ordensdamen und Ordensritter in 36 regionalen Komtureien an.