Foto: Tamina Friedl / pbp
Der zweite von fünf Bauabschnitten der Renovierung der Passauer Gisela-Schulen ist erfolgreich abgeschlossen und damit ein wichtiger Meilenstein für die gesamte Schulfamilie. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrengästen feierten die „Niedernburger“ die Eröffnung der beiden neu-ertüchtigten Gebäudeteile der Gisela-Schulen. Den Äbtissinnenbau und den Nibelungentrakt segnete Dompropst Dr. Michael Bär.
Vor einem Jahr ist schon einmal eine Festgemeinschaft in den Räumen der Gisela-Schulen zusammengekommen. Damals wurde zum Ende des ersten Bauabschnitts der Sanierung der Schulgebäude gratuliert. Dieses Mal sind die Baumaßnahmen wieder einen Schritt vorangeschritten. „Es geht voran, die Sanierung stockt nicht, wir sind im Plan.“ Dieses Zwischenfazit zog Schulleiter Dr. Markus Eberhardt im Rahmen des Festakts zum Ende des zweiten Bauabschnitts. Eberhardt freute sich in seiner Begrüßung zum einen, dass er zahlreiche Ehrengäste aus bayerischer und Bundespolitik sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Diözese begrüßen durfte. Vor allem aber freute er sich über den Gewinn, der der Schule mit den frisch sanierten Räumen nun zu Gute kommt. Fünf moderne Klassenzimmer, zwei zusätzliche Kursräume und drei neue Computersäle sorgen ab jetzt für kürzere Wege, eine bessere Verteilung der rund 750 Schülerinnen und deutlich entspanntere Abläufe im Unterricht und Schulbetrieb.
„Investitionen in Schulen sind Investitionen in die Zukunft.”
„Unsere Hauptaufgabe ist es, jungen Mädchen in ein gelingendes Leben zu verhelfen“, so Eberhardt. Mit ihnen gemeinsam ihre Talente zu finden, die sie dann wieder in die Gesellschaft in Stadt und Landkreis Passau hineintragen können, sei letztlich auch gesellschaftliche Aufgabe und Mehrwert der Gisela-Schulen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Demokratie- und Wertebildung, gut erkennbar am Engagement der SMV und des Schülerinnenparlaments, deren Vertreterinnen im Rahmen des Festakts ebenfalls die neuen Räume besichtigen konnten. „Die Gisela-Schulen haben die wunderbare DNA, dass Werte eine große Rolle spielen“, fasst Andreas Rother, stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Passau, zusammen. „Investitionen in Schulen sind Investitionen in die Zukunft“, pflichtete auch Bundestagsabgeordneter Hans Koller bei. Dass das insbesondere mit Blick auf die Gisela-Schulen zutrifft, da waren sich alle Gäste einig.
Dompropst Dr. Michael Bär, der im Anschluss an den Festakt auch die neuen Räumlichkeiten segnete, richtete seinen Dank nicht zuletzt auch an Gott, der seinen wohlwollenden Blick auf das Schulgebäude stets aufrechterhalte. Ganz getreu dem Motto der diesjährigen Caritas-Jahreskampagne „Zusammen geht was“ betonte er zudem die Bedeutung der vielen Akteurinnen und Akteure, ohne deren Zusammenhalt das Bauprojekt nicht umsetzbar wäre. „Wer das einmal in Erfahrung bringt, dass ‚zusammen was geht‘, der vergisst das auch nicht mehr“, so der Dompropst. „Wir bitten auch Gott, dass er mit uns zusammen die Welt ein Stückchen besser macht.“
Mit einem Investitionsvolumen von rund 6 Millionen Euro blieben die Umbauarbeiten im Nibelungentrakt und im Äbtissinnenbau innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem behutsamen Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz. Gleichzeitig wurden Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit konsequent mitgedacht: Historische Elemente wie Bodenbeläge, Dachtragwerke sowie Fenster und Türen wurden fachgerecht instandgesetzt und mit moderner Gebäudetechnik ergänzt. Durch eine zeitgemäße IT-Ausstattung sowie erneuerte Beleuchtung entstand ein helles, modernes und lernfreundliches Umfeld, das die Schülerinnen in ihrem schulischen Alltag optimal unterstützt. Letztlich sei Niedernburg eine „Anlage, die wir nicht verändern, sondern ertüchtigen wollen“, so Architekt Claus-Peter Hahne. Das sei mit einer komplexen Kombination aus Anforderungen verbunden, die zu erfüllen gelungen ist.
„Zusammen geht was.”
Um die kulinarische Versorgung der Gäste nach dem Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten und der Segnung durch Dompropst Bär kümmerten sich die Schülerinnen des Hauswirtschaftszweigs der Realschule. Besonders begeisterten darüber hinaus Magdalena, Paula, Luisa, Sophia und Charlotte mit ihrer musikalischen Gestaltung des Festakts.
Gisela-Schulen: So geht es weiter
Mit der Fertigstellung des Nibelungentrakts und des Äbtissinnenbaus ist der zweite von insgesamt fünf Bauabschnitten beendet. Bis 2029 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Das Gesamtbudget ist mit 33,5 Millionen Euro angesetzt und auf maximal 37 Millionen Euro gedeckelt. Mit 12,8 Millionen Euro bezuschusst die Regierung von Niederbayern. Der dritte Bauabschnitt mit der Renovierung des „Schutzengelbaus“ und des Langhausgartens beginnt nahtlos im Februar 2026.




