Foto: Peter Kunz
Zu einem Berufungstag unter dem Motto „Finde deinen Weg“ haben sich 16 junge Erwachsene aus dem Bistum Passau und darüber hinaus getroffen. Eingeladen waren alle, die sich mit Fragen nach ihrer Lebensgestaltung, ihrem Glauben und möglichen Schritten in die Zukunft auseinandersetzen möchten.
Als Referentin war Sr. Franziska Mitterer aus der Schwesterngemeinschaft vom Heiligen Kreuz in Altötting zu Gast. Sie kam gemeinsam mit der Postulantin Franziska Kopold nach Passau und gab Einblicke in ihren eigenen Weg sowie in das Verständnis christlicher Berufung in ihrer Gemeinschaft. Veranstaltet wurde der Tag von Martin Clemens, Referent der Berufungspastoral, sowie Domvikar Peter Kunz, dem Leiter der Diözesanstelle.
Ein Tag zum Hinhören und Weiterdenken
Am Beginn standen methodische Übungen, bei denen sich die Teilnehmer auf kreativ-unterhaltsame Art kennenlernten. Sr. Franziska führte sodann ins Thema ein und machte deutlich, dass Berufung im christlichen Sinn nicht nur große Lebensentscheidungen meint, sondern zunächst bei den eigenen Talenten, Interessen und inneren Impulsen ansetzt. Gottes Ruf, so erklärte sie, sei persönlich und führe zu einem Leben, das verantwortungsvoll und gut gestaltet werden möchte. Zur Sprache kamen auch Fragen, die viele junge Christinnen und Christen heute beschäftigen: Wie lebt man seinen Glauben in einem kirchenkritischen Umfeld? Wie bleibt man bei sich selbst, wenn es Gegenwind gibt? Und wie erkennt man, welche Schritte dran sind? Damit traf sie viele der Themen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgebracht hatten.
Foto: Peter Kunz
Gemeinsamer Gottesdienst in St. Stephanus
Ein zentraler Moment des Tages war die Eucharistiefeier in der ehemaligen Seminarkapelle St. Stephanus. In seiner Predigt griff Domvikar Peter Kunz die Impulse des Vormittags auf. Berufung beginne selten damit, dass alles eindeutig sei, betonte er. Wichtiger sei es, auf die eigenen inneren Regungen zu achten und sensibel zu werden für das, was im Herzen wächst. „Finde deinen Weg heißt auch, aufmerksam zu bleiben und sich nicht vor der Unruhe zu fürchten“, sagte Kunz.
Foto: Peter Kunz
Austausch beim Mittagessen
Nach dem Gottesdienst stärkten sich alle im Haus St. Maximilian. Beim Mittagessen tauschten sich die Teilnehmer über persönliche Erfahrungen und Lebensperspektiven aus. Für viele war es hilfreich zu hören, dass andere mit ähnlichen Themen unterwegs sind.
Der Berufungstag möchte jungen Menschen einen Rahmen geben, in dem sie ihr eigenes Suchen ernst nehmen können – mit Raum für Austausch, Fragen und neue Schritte.
Text: Diözesanstelle Berufungspastoral


