Weltkirche

Bundesweiter Diaspora-Sonntag

Yvonne Haderer am 07.11.2019

Gruppenfoto_Diaspora_Aktion_Foto_Kleibold-2 info-icon-20px Foto: Patrick Kleibold
An der Eröffnung der Diaspora-Aktion nahmen teil: Der Präsident des Bonifatiuswerkes Heinz Paus (v.l.), die Moderatorin Gundula Gause, der Apostolische Nuntius der nordeuropäischen Länder, James Patrick Green, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, der rheinlandpfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Konrad Wolf, der Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes, Ulrich Franke, und Kardinal Anders Arborelius.

Katholiken im Bistum Passau sammeln unter dem Leitwort „Werde Glaubensstifter“ in allen Gottesdiensten für katholische Christen in der Minderheit

Ein­mal jähr­lich – am soge­nann­ten Dia­spo­ra-Sonn­tag – sam­meln die deut­schen Katho­li­ken bun­des­weit in allen Got­tes­diens­ten für die Katho­li­ken, die in der Dia­spo­ra, sprich in einer Min­der­hei­ten­si­tua­ti­on, ihren Glau­ben leben. Der Dia­spo­ra-Sonn­tag fin­det jähr­lich am drit­ten Sonn­tag im Novem­ber statt. In die­sem Jahr ist dies der 17. Novem­ber. An die­sem Tag rufen alle deut­schen Bischö­fe zur Soli­da­ri­tät mit den Dia­spor­a­ka­tho­li­ken auf. Im Bis­tum Pas­sau gaben die Got­tes­dienst­be­su­cher im ver­gan­ge­nen Jahr 23.000 Euro. In allen 27 deut­schen Diö­ze­sen kamen ins­ge­samt 2,2 Mil­lio­nen Euro zusam­men. Mit die­sen Mit­teln för­dert das Boni­fa­ti­us­werk der deut­schen Katho­li­ken“ glau­bens­för­dern­de und glau­bens­er­mög­li­chen­de Pro­jek­te in den Dia­spora­re­gio­nen in Nord- und Ost­deutsch­land, in Nord­eu­ro­pa und im Bal­ti­kum. Den Dia­spo­ra-Sonn­tag gibt es seit dem Jahr 1966.

Mit einer auf den Dia­spo­ra-Sonn­tag aus­ge­rich­te­ten bun­des­wei­ten Akti­on, der soge­nann­ten Dia­spo­ra-Akti­on – macht die katho­li­sche Kir­che jähr­lich auf die Situa­ti­on von Katho­li­ken in Min­der­hei­ten­si­tua­tio­nen auf­merk­sam. Eröff­net wur­de die dies­jäh­ri­ge Dia­spo­ra-Akti­on unter dem Leit­wort Wer­de Glau­bens­stif­ter“ am ver­gan­ge­nen Sonn­tag im Bis­tum Mainz. Mit Blick auf die zuneh­men­de Ent­christ­li­chung der Gesell­schaft sag­te der Gene­ral­se­kre­tär des Boni­fa­ti­us­wer­kes, Mon­si­gno­re Georg Aus­ten, beim Eröff­nungs­got­tes­dienst: Hin­aus aus dem Schne­cken­haus ist das Gebot der Stun­de für uns als Chris­ten. Durch Tau­fe und Fir­mung sind wir befä­higt und beauf­tragt, mit unse­ren Fer­tig­kei­ten und Gaben die Fro­he Bot­schaft in die Gesell­schaft zu tra­gen und am Auf­bau des Rei­ches Got­tes mit­zu­wir­ken. Auch wenn wir als Chris­ten zah­len­mä­ßig weni­ger wer­den, so leis­ten vie­le Gläu­bi­ge wert­vol­le Arbeit für das gesam­te Gemeinwesen.“

Der Main­zer Bischof Peter Kohl­graf rief alle Chris­ten dazu auf, dem Vor­bild des Hei­li­gen Boni­fa­ti­us zu fol­gen. Jeder Christ müs­se sich mutig zu sei­nem Glau­ben beken­nen und ihn ande­ren vor­schla­gen. Mit Bezug auf das Leit­wort der Dia­spo­ra-Akti­on Wer­de Glau­bens­stif­ter“ sag­te Bischof Kohl­graf: Der hei­li­ge Boni­fa­ti­us sei uns Moti­va­ti­on und Leit­fi­gur: eine pil­gern­de Kir­che zu blei­ben, eine welt­wei­te Gemein­schaft mit einer glaub­wür­di­gen Lebensgestalt.“

Im Namen des Hei­li­gen Stuhls dank­te der Apos­to­li­sche Nun­ti­us in Nord­eu­ro­pa, Erz­bi­schof James Patrick Green, für die Unter­stüt­zung durch das Boni­fa­ti­us­werk und die deut­schen Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken. Ohne die­se Hil­fe wäre die wirk­sa­me Ver­kün­di­gung der Fro­hen Bot­schaft in den nor­di­schen Län­dern fast unmöglich.“

Text und Foto: Patrick Kleibold