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Exerzitien im Alltag - 1. Woche

Sarah Joas am 26.02.2020

Adobe Stock 200896186 info-icon-20px Foto: Adobe Stock

Gott, du bist wie ein ‚Vater‘, bei dir bin ich geborgen, du trägst mich, du weißt um mich, du liebst mich. Ich bin dein Kind. Dein Geist bewirkt, dass ich zu dir VATER, lieber ABBA sagen kann. In diesem Geist erfahre ich mich frei und geliebt.

1. Impuls: mich öffnen

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Ich fin­de mich an einem Platz und in einer Hal­tung ein, die mir hilft, ruhig und auf­merk­sam eini­ge Zeit da zu sein.
Ich wer­de ruhi­ger und neh­me mich wahr, wie ich jetzt da bin.
Ich neh­me mei­nen Atem wahr, wie er kommt und geht und wie­der­kommt – ganz von allein.
Ich las­se Gedan­ken, Gefüh­le und Bil­der kom­men – und wie­der gehen.
Was ist gegen­wär­tig in mir und bei mir los?
Was beschäf­tigt mich zur­zeit?
Wonach seh­ne ich mich?
Was wün­sche, erseh­ne ich mir für die Zeit der Exer­zi­ti­en im All­tag?
Ich brin­ge vor Gott, was in mir da ist und was ich erseh­ne.
Ich neh­me mir dafür eini­ge Minu­ten Zeit.
Ich rich­te mei­ne Auf­merk­sam­keit wie­der auf mei­nen Atem, neh­me wahr, wie er kommt und geht und wie­der­kommt.
Ich spre­che inner­lich im Atem­rhyth­mus Atme in mir – du Hei­li­ger Geist“
Ich neh­me wahr, wie sich das Gebet an mei­nen Ein- und Aus-Atem legt und wie es von selbst in mir atmet und betet, ohne dass ich es wil­lent­lich len­ke.
Nach ein paar Minu­ten been­de ich die Übung mit einem tie­fen Atemzug.

Gebet
Gott und Vater,
du schenkst mir den Atem als Quel­le des Lebens.
Du gibst mir dei­nen Hei­li­gen Geist,
der mich öff­net für dich.
Lass mich ganz da sein und
bereit für dein Wir­ken in mir.

2. Impuls: aus der Kindschaft Gottes leben

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Denn die sich vom Geist Got­tes lei­ten las­sen, sind Kin­der Got­tes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knecht­schaft emp­fan­gen, so dass ihr immer noch Furcht haben müss­tet, son­dern ihr habt den Geist der Kind­schaft emp­fan­gen, in dem wir rufen:
Abba, Vater! Der Geist sel­ber bezeugt unse­rem Geist, dass wir Kin­der Got­tes sind.

• ich lese den Text eini­ge Male
• ich unter­strei­che die Wör­ter, die mir beson­ders auf­ge­fal­len sind
• ich wie­der­ho­le die­se Wör­ter laut oder lei­se und las­se sie in mir nach­klin­gen
• ich mache mir Noti­zen

Gedan­ken dazu

Pau­lus schreibt im Brief an die Römer, dass wir Kin­der Got­tes‘ sind. In der Tau­fe wur­de auch mir der Geist der Kind­schaft geschenkt. Ich mache mir bewusst, dass
ich zu Gott gehö­re wie ein Kind zum Vater, zur Fami­lie gehört. Gott ist mir Vater. Jesus selbst hat dies ver­kün­det: Ich gehe zu mei­nem Vater und zu eurem Vater“
Er hat mich beten gelehrt mit den Wor­ten: Vater unser, Abba, lie­ber Vater!“ Got­tes Geist lässt mich das immer mehr erken­nen. Er hilft mir in die­se Gott-Vater-
Bezie­hung hin­ein zu wach­sen und dar­aus zu leben.

• Was bedeu­tet die­se Kind­schaft Got­tes‘ für mich?
• Wie wirkt sie sich in mei­nem Leben aus?

Gebet
Hei­li­ger Geist, du bist leben­dig in mir.
Du schenkst mir die Gewiss­heit,
dass Gott mein Vater ist
und ich zu ihm gehö­re.
Lass mich ler­nen,
aus gan­zem Her­zen
ABBA — lie­ber Vater sagen
und lass mich aus die­ser Kind­schaft leben.

3. Impuls: in der Taufe empfangen wir den Heiligen Geist

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…
Apg 8, 26 – 39

Ein Engel des Herrn sag­te zu Phil­ip­pus: Steh auf und geh nach Süden auf der Stra­ße, die von Jeru­sa­lem nach Gaza hin­ab­führt! Sie führt durch eine ein­sa­me Gegend. Und er stand auf und ging. Und sie­he, da war ein Äthio­pi­er, ein Käm­me­rer, Hof­be­am­ter der Kan­da­ke, der Köni­gin der Äthio­pi­er, der über ihrer gan­zen Schatz­kam­mer stand. Die­ser war gekom­men, um in Jeru­sa­lem anzu­be­ten, und fuhr jetzt heim­wärts. Er saß auf sei­nem Wagen und las den Pro­phe­ten Jesa­ja. Und der Geist sag­te zu Phil­ip­pus: Geh und fol­ge die­sem Wagen! Phil­ip­pus lief hin und hör­te ihn den Pro­phe­ten Jesa­ja lesen. Da sag­te er: Ver­stehst du auch, was du liest? Jener ant­wor­te­te: Wie könn­te ich es, wenn mich nie­mand anlei­tet? Und er bat den Phil­ip­pus, ein­zu­stei­gen und neben ihm Platz zu neh­men… Da tat Phil­ip­pus sei­nen Mund auf und aus­ge­hend von die­sem Schrift­wort ver­kün­de­te er ihm das Evan­ge­li­um von Jesus. Als sie nun wei­ter­zo­gen, kamen sie zu einer Was­ser­stel­le. Da sag­te der Käm­me­rer: Sie­he, hier ist Was­ser. Was steht mei­ner Tau­fe noch im Weg? Er ließ den Wagen hal­ten und bei­de, Phil­ip­pus und der Käm­me­rer, stie­gen in das Was­ser hin­ab und er tauf­te ihn. Als sie aber aus dem Was­ser stie­gen, ent­rück­te der Geist des Herrn den Phil­ip­pus. Der Käm­me­rer sah ihn nicht mehr und er zog voll Freu­de auf sei­nem Weg weiter.

• Ich lese den Text und stel­le mir die Sze­ne mit allen Sin­nen vor.
• Was sehe ich? Was höre ich?
• Was spricht mich beson­ders an?
• Wo neh­me ich das kon­kre­te Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes wahr?
• Ich mache mir Notizen

Gedan­ken dazu
Der Geist Got­tes führt den Phil­ip­pus zum Käm­me­rer. Die­ser ist zwar kein gläu­bi­ger Jude, aber er war zum Gebet im Tem­pel in Jeru­sa­lem. Auf der Rück­fahrt liest er in der Schrift. Der Text, den er im Buch Jesa­ja liest, berührt sein Herz. Er kann ihn aber nicht ver­ste­hen. Phil­ip­pus erklärt ihm die­se Stel­le und ver­kün­det ihm die Bot­schaft Jesu. Der Käm­me­rer erkennt geis­tes­ge­gen­wär­tig die Mög­lich­keit, sich nun tau­fen zu las­sen. Erfüllt von Freu­de fährt er allein wei­ter. Wann und wo erzäh­le ich Men­schen von der Bot­schaft Jesu?
• Wann habe ich die Erfah­rung gemacht, dass mir jemand die Hei­li­ge Schrift,
das Wort Got­tes erklärt hat und

Gebet
Gott, du führst Men­schen
in dei­nem Geist zusam­men.
Dein Geist ist gegen­wär­tig,
wenn ich Dein Wort höre.
Du öff­nest mich für dei­ne Wahr­heit,
schenkst mir neue Erkennt­nis
und erfüllst mich mit Freude.

4. Impuls: eine Erfahungsgeschichte

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Vor mehr als 20 Jah­ren hat­te ich einen schwe­ren Ver­kehrs­un­fall. Ich war mit mei­nem Auto bei Glatt­eis von der Fahr­bahn abge­kom­men und über­schlug mich mehr­mals. Obwohl ich mich selbst aus dem Auto befrei­en und Hil­fe orga­ni­sie­ren konn­te, war da eine inne­re Stim­me, eine tie­fe Ahnung in mir, mich so bedäch­tig wie mög­lich zu bewe­gen. Wie sich her­aus­stel­len soll­te, war dies mei­ne Ret­tung! Bis heu­te glau­be ich mein Leben die­ser inne­ren Stim­me oder auch dem Geist Got­tes zu ver­dan­ken, der mich in eine Gegen­wär­tig­keit geholt hat, wie ich sie nicht wie­der erlebt habe.

• Ich las­se die­se Erzäh­lung auf mich wir­ken.
• Ich fra­ge mich, ob ich sel­ber ähn­li­che Erfah­run­gen gemacht habe?
• In der Erin­ne­rung dar­an las­se ich alles kom­men und brin­ge mei­ne Gedan­ken, mei­ne Emp­fin­dun­gen und mei­nen Dank vor Gott.

Rückschau auf die 1. Woche

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Ich schaue noch ein­mal auf die­se Woche der Exer­zi­ti­en im All­tag zurück.
Wel­cher Impuls, wel­cher Gedan­ke, wel­ches Gebet hat mich beson­ders bewegt?
Was hat mir gehol­fen, Ruhe und Ver­trau­en zu fin­den?
Wie gelang es mir, den Hei­li­gen Geist wir­ken zu las­sen?
Wie habe ich ihn erfah­ren?
Ich las­se die ver­gan­ge­ne Exer­zi­ti­en­wo­che noch­mals in mir da sein.

2020 Exezititen Liedtext Woche1