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Das glauben wir

Exerzitien im Alltag - 4. Woche

Sarah Joas am 23.03.2020

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Die Früchte des Heiligen Geistes sind wie Vitamine für das Leben. Gottes Geist bringt sie in uns hervor, wenn wir ganz in Verbindung sind mit IHM. Die größte Frucht des Geistes ist die LIEBE. Liebende Menschen sind freundlich, gütig, geduldig…. voller Kreativität und Lebensenergie. Heiliger Geist, du bist die liebende Kraft in mir, strahle und wirke durch mich hinein in die Welt.

1. Impuls: eine Erfahrungsgeschichte

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Vor zehn Jah­ren durf­te ich bei einem Alpha­kurs einen Vor­trag zum The­ma Wie wer­de ich mit dem Hl. Geist erfüllt“ hal­ten. Dies war für mich eine gro­ße Freu­de, da mich bei einem Glau­bens­se­mi­nar im Jahr 1987 der Hei­li­ge Geist tief berührt hat. Vier Wochen vor dem Vor­trags­ter­min setz­te ich mich an den Schreib­tisch und woll­te das Manu­skript schrei­ben. Aber nach zwei Stun­den war das Blatt immer noch leer und ich dach­te: Nun gut dann schrei­be ich halt mor­gen wei­ter“. Am nächs­ten Mor­gen beim Gebet hör­te ich laut und deut­lich eine Stim­me in mir, die sag­te: Heinz, schrei­be nichts auf, ich wer­de dir alles sagen, was du brauchst“. Mein ers­ter Gedan­ke war, das hast du geträumt. Zum ande­ren war mir ganz klar, ich hat­te das deut­lich gehört. Ich sag­te: Herr, wenn das wahr ist, dann zei­ge es mir bit­te“. Vor mir lag auf dem Tisch mei­ne Bibel und ich schlug sie auf. Mein Blick viel auf den Vers 12 des Kapi­tels 12 des Lukas­evan­ge­li­ums. Ich war wie vom B litz getrof­fen, denn dort steht: Denn der Hei­li­ge Geist wird euch in der glei­chen Stun­de ein­ge­ben, was ihr sagen müsst.“ In dem Augen­blick war ich zutiefst im Her­zen berührt und zugleich beschämt, dass der Hei­li­ge Geist es wer t fin­det, mit mir zu spre­chen. Im tie­fen Glau­ben konn­te ich das alles anneh­men und mir war klar, dass sich dies nur bewahr­hei­ten kann, wenn ich dem gehor­sam bin. Also schrieb ich kei­ne Sil­be mehr und das Blatt blieb leer. Bis zum Vor­trag mach­te ich eine wun­der­ba­re Erfah­rung. Der Hei­li­ge Geist berei­te­te mich in die­ser Zeit vor, was ich alles sagen soll­te. Am Tag des Vor­trags stand ich ohne ein Blatt Papier in der Hand vor den Kurs­teil­neh­mern und der Hei­li­ge Geist sprach durch mich zu ihnen. Dies durf­te ich nun schon viel­mals wie­der­ho­len und welch ein Wun­der, es klappt immer.
Heinz Schwem­mer, Julbach

• Ich las­se die­se Erzäh­lung auf mich wir­ken.
• Ich fra­ge mich, ob ich sel­ber ähn­li­che Erfah­run­gen gemacht habe?
• In der Erin­ne­rung dar­an las­se ich alles kom­men und brin­ge mei­ne Gedan­ken, mei­ne Emp­fin­dun­gen und mei­nen Dank vor Gott.

2. Impuls: freud- und friedvoll leben

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Röm 15,13

Der Gott der Hoff­nung aber erfül­le euch mit aller Freu­de und mit allem Frie­den im Glau­ben, damit ihr reich wer­det an Hoff­nung in der Kraft des Hei­li­gen Geistes.

• Ich lese den Vers mehr­mals lang­sam durch.
• Wann hat mir Got­tes Hl. Geist Hoff­nung geschenkt?
Die­se Situa­ti­on hole ich mir so gut wie mög­lich ins Gedächt­nis. Anhand die­ser Erin­ne­rung spü­re ich nach, inwie­fern mein Leben rei­cher“ wur­de.
• Hier­zu kann ich mir Noti­zen in die Schatz­kis­te machen.

Gebet
Du Gott der Hoff­nung,
Hei­li­ger Geist,
immer wie­der schenkst Du mir
Freu­de und Frie­de im Glau­ben.
Lass mich die­se Momen­te ver­kos­ten
und zum Schatz mei­nes Lebens werden.

3. Impuls: dem Geist die Führung überlassen

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Lk 12, 11 – 12
Wenn man euch vor die Gerich­te der Syn­ago­gen und vor die Herr­scher und Macht­ha­ber schleppt, dann macht euch kei­ne Sor­gen, wie ihr euch ver­tei­di­gen oder was ihr sagen sollt! Denn der Hei­li­ge Geist wird euch in der­sel­ben Stun­de leh­ren, was ihr sagen müsst.

Es fällt uns schwer, unvor­be­rei­tet zu sein und sich kei­ne Sor­gen zu machen. Plä­ne zu machen, die Kon­trol­le über etwas zu haben, gibt Sicher­heit. Der Hei­li­ge Geist kann jedoch genau da zum Durch­bruch kom­men, wo ich Kon­trol­le abge­be, mich ein­schwin­ge in den Lebens­atem Got­tes und bereit bin, teil­zu­ha­ben an dem was er in sei­ner Lie­be in mir wirkt. Gott ermu­tigt mich, um den Hei­li­gen Geist zu bit­ten und ihm die Füh­rung zu über­las­sen, auch dann, wenn es schwie­rig wird.

Übung für den Tag
• Ich ver­su­che, Lie­be statt Kon­trol­le zu leben, mei­ne vie­len Gedan­ken und Plä­ne zurück­zu­stel­len, um mich im Hier und Jetzt auf das ein­las­sen zu kön­nen, was gera­de dran“ ist (zum Bei­spiel: zuhö­ren, acht­sam sein, los­las­sen…).
• Ich hal­te im Lau­fe des Tages immer wie­der inne und fra­ge mich, wel­chen Plan“ der Hei­li­ge Geist an die­sem Tag mit mir haben könn­te?
• Ich ver­su­che in schwie­ri­gen Gesprä­chen, auf Got­tes Geist in mir zu vertrauen.

Gebet
Hei­li­ger Geist,
du Lebens­atem,
schen­ke mir den Mut,
dir immer mehr Raum in mei­nem Leben zu geben.
Öff­ne mich für dei­ne Plä­ne,
die Leben verheißen.

4. Impuls: ...durch die Früchte des Geistes

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Gal 5, 22 — 25
Die Frucht des Geis­tes aber ist Lie­be, Freu­de, Frie­de, Lang­mut, Freund­lich­keit, Güte, Treue, Sanft­mut und Ent­halt­sam­keit; gegen all das ist das Ges etz nicht. Die zu Chris­tus Jesus gehö­ren, haben das Fleisch und damit ihre Lei­den­schaf­ten und Begier­den gekreu­zigt. Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!

• Ich lese den Text und las­se ihn auf mich wirken!

Gedan­ken dazu:
Im Geist leben und von ihm immer wie­der gestärkt wer­den, wird sicht­bar in mei­ner Hal­tung und in mei­nem Tun. Es wird erfahr­bar durch die Früch­te des Geis­tes wie Lie­be, Freu­de, Frie­de …
• Ich den­ke an all­täg­li­che Situa­tio­nen mit Men­schen und über­le­ge, wie ich ihnen begeg­ne? Von wel­chen Gefüh­len las­se ich mich lei­ten?
• Ich über­le­ge, wel­che Früch­te des Geis­tes in mei­nen all­täg­li­chen Tun zum Aus­druck kommen?

Gebet
Hei­li­ger Geist, ich dan­ke dir
für all die Früch­te die du in mir bewirkst.
Lass mich immer mehr erken­nen,
wie wich­tig es ist,
in Jesus zu sein,
um ganz aus sei­nem Geist zu leben.
Befreie mich von all dem,
was mich hin­dert daran.

Rückschau auf die 4. Woche:

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend: Komm Hei­li­ger Geist, komm…

Ich schaue noch ein­mal auf die­se Woche der Exer­zi­ti­en im All­tag zurück.
Wel­cher Impuls, wel­cher Gedan­ke, wel­ches Gebet hat mich beson­ders bewegt?
Was hat mir gehol­fen, Ruhe und Ver­trau­en zu fin­den?
Wie gelang es mir, den Hei­li­gen Geist wir­ken zu las­sen?
Wie habe ich ihn erfah­ren?
Ich las­se die ver­gan­ge­ne Exer­zi­ti­en­wo­che noch­mals in mir da sein.