Foto: Wolfgang-Christian Bayer / pbp
Die Kirchensteuer polarisiert. Für die einen ist sie Ausdruck von Solidarität, für die anderen ein Grund zum Ärger – oder sogar zum Kirchenaustritt. Unbestritten ist: Die Kirchensteuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Bistümer. Ohne sie gäbe es vieles nicht, was Kirche vor Ort ausmacht: von Kitas und Beratungsstellen über Seelsorge, Bildungsarbeit und soziale Projekte bis hin zur Unterstützung von Menschen in Not. Wo wird das Geld konkret eingesetzt? Welchen Unterschied macht es im Alltag vieler Menschen? Antworten darauf nennt Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner im Interview.
Herr Finanzdirektor Sonnleitner, die Kirchensteuer polarisiert eigentlich schon immer. Für die einen ist sie der Ausdruck von Solidarität, für die anderen eher ein Grund zum Ärger und für manche sogar ein Grund zum Kirchenaustritt. Warum brauchen wir die Kirchensteuer?
Sonnleitner: Um in unserer Gesellschaft und in der Gemeinschaft der Gläubigen im Bistum Passau solidarisch wirken zu können, ist eine gemeinschaftliche Finanzierung unumgänglich. Sie ist auch gerecht. Sie orientiert sich an der Einkommensteuer oder an der Lohnsteuer und wird als prozentualer Anteil erhoben.
Kirchensteuer und Glaube – muss das eine Einheit sein?
Sonnleitner: Ich würde es nicht als Einheit bezeichnen. Die Kirchensteuer unterstützt uns im pastoral-seelsorglichen Wirken. Die Kirchensteuer hat …



