Neben Taufe und Firmung gehört die Erstkommunion zu den Einführungssakramenten — die Einführung in die große Glaubensgemeinschaft, das Hineinwachsen in die Kirche. Die Kinder empfangen zum ersten Mal die heilige Kommunion — Leib und Blut Christi in der Gestalt von Brot und Wein. „Oft ist das Fest der Darstellung des Herrn, Mariä Lichtmess, ein Startschuss für die Vorbereitungen. Das ist dann auch immer ganz schön, weil in diesem Gottesdienst ja auch die Erstkommunion-Kerzen gesegnet werden“, erklärt Florian Kandler, von der Sakramentenpastoral im Bistum Passau.
„Gott meint es gut mit mir, er liebt mich, er will mir nahe sein.”
Die Kommunionkinder sind meistens in der dritten Schulklasse und acht oder neun Jahre alt. Die Erstkommunionsvorbereitung ist dann auch Teil des Religionsunterrichts. „Der Lehrplan in der dritten Klasse greift Themen rund um unsere Beziehung zu Gott auf, die Zuwendung Jesu zu den Menschen. Wie er auf die Menschen zugeht, wie er heilt. Und natürlich auch das Ostergeschehen. Und das ergänzt die Inhalte der Erstkommunionvorbereitung perfekt“, erklärt Florian Kandler. „Es geht vor allem darum, dass wir uns als Teil der Kirche, als Tischgemeinschaft wahrnehmen, die von Gott eingeladen wird. Jesus, der sich selbst an uns verschenkt, sich selbst in Gestalt von Brot und Wein an uns austeilt. Das ist natürlich etwas, das kann man nicht in zwei Unterrichtsstunden irgendwie lernen und dann glauben. Da sollen die Kinder im Laufe der Vorbereitung immer wieder Erfahrungen machen, die ihnen zeigen, Gott meint es gut mit mir, er liebt mich, er will mir nahe sein.“
Im Interview spricht Florian Kandler über die Vorbereitung auf die Heilige Erstkommunion. Über Bewährtes, wie die Gruppenstunden bei Tischmüttern oder bei Tischvätern, die Inhalte der Gruppenstunden und auch wie das Bistum Passau die Pfarrgemeinden bei den Vorbereitungen unterstützt. Hierzu wurde erst kürzlich eine Handreichung neu aufgelegt.
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Was auch noch dazu kommt, es wird mit der Erstkommunion nicht nur das Sakrament der Eucharistie gefeiert, sondern davor geht es auch um das Sakrament der Versöhnung, die Beichte.
„Die Beichte ist nichts, was dich irgendwie belastet, sondern etwas, das dich befreit.”
„Auch Kinder kennen schon das Gefühl, mal etwas falsch gemacht zu haben oder andere verletzt zu haben. Sie lernen die Beichte dann als eine Gelegenheit kennen, für das einzustehen, was schiefläuft und mit Gott einen Neuanfang zu wagen. Bei vielen Menschen wird die Beichte leider etwas negativ wahrgenommen. Es ist ja auch nicht gerade angenehm, darüber nachzudenken, was man falsch macht. In der Erstkommunionvorbereitung wird aber deshalb versucht, den Kindern zu zeigen: Die Beichte ist nichts, was dich irgendwie belastet, sondern etwas, das dich befreit,“ erklärt Florian Kandler.
Das Bistum Passau hat umfangreiche Materialen rund um die Erstkommunion zusammengestellt – die finden Sie gleich hier:
Die Erstkommunion war immer und ist auch heute ein großes Familienfest, das mit der ganzen Verwandtschaft gefeiert wird: „Die Kinder bereiten sich ja lange auf diesen wichtigen Tag vor. Es ist der Beginn einer ganz tiefen Beziehung zu Jesus. Ab diesem Tag sind sie dann immer wieder eingeladen, zu ihm zu kommen und den Leib Christi zu empfangen.“
Allen Erstkommunionkindern und ihren Familien wünschen wir ein unvergessliches Fest. Passende Geschenke finden Sie übrigens – wie immer – im Domladen in Passau.



