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Bischof

Gott erkennen – Heilige Drei Könige

Stefanie Hintermayr am 07.01.2022

220106 Epiphanie 5 Foto: Niederbayern TV

Via Fernsehen und Internet hat Bischof Stefan Oster SDB den vorerst letzten LIVE Gottesdienst zum Hochfest der Erscheinung des Herrn „Heilige Drei Könige“ im Passauer Stephansdom mit zahlreichen Gläubigen gefeiert. Zentrale Botschaft seiner Predigt war: In Jesus erkennen wir Gott!

Das Hoch­fest Hei­li­ge Drei Köni­ge (Epi­pha­nie) war der vor­erst letz­te live über­tra­ge­ne Got­tes­dienst der Serie der Weih­nachts­got­tes­diens­te aus dem Pas­sau­er Ste­phans­dom. Begon­nen mit dem 1. Advent hat das Bis­tum Pas­sau die zen­tra­len Advents- und Weih­nachts­got­tes­diens­te auf Nie­der­bay­ern TV und unse­rer Web­site über­tra­gen. Der Kir­che von Pas­sau war es ein gro­ßes Anlie­gen, den Gläu­bi­gen in Coro­na­zei­ten ein gemein­schaft­li­ches und zugleich siche­res Fei­ern zu ermög­li­chen. Tau­sen­de Men­schen haben die­ses Ange­bot ger­ne wahr­ge­nom­men, auch weit über die Bis­tums­gren­zen hin­aus. Das spie­geln aktu­el­le Zah­len und Rück­mel­dun­gen wider. Auch Epi­pha­nie, das Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn Hei­li­ge Drei Köni­ge“ am 6. Janu­ar haben tau­sen­de Men­schen vor ihren Bild­schir­men zusam­men mit den Gläu­bi­gen im Dom und Bischof Ste­fan Oster gefeiert.

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Gott erkennen! – Predigt von Bischof Oster

Kann man Gott erken­nen? Die­se Fra­ge stell­te Bischof Ste­fan Oster zu Beginn sei­ner Pre­digt. Ich möch­te Ihnen die drei Stern­deu­ter vor­stel­len, die auf dem Weg der Erkennt­nis unter­wegs waren, um Gott zu suchen und ihm zu begeg­nen”, ver­riet der Bischof hin­sicht­lich sei­ner dar­auf­fol­gen­den Ant­wort. Einer Stern­deu­tung fol­gend waren die drei Wei­sen unter­wegs, auf die Geset­ze der Natur und der Schrif­ten ver­trau­end. Die Natur sei in ihrer Gesetz­mä­ßig­keit sinn­voll und erkenn­bar. Sie sei logisch”, ganz getreu Logos, was so viel wie das Wort” bedeu­tet. Dar­über hat­te der Bischof zuletzt am zwei­ten Sonn­tag nach Weih­nach­ten in sei­ner Pre­digt aus­führ­lich gespro­chen: das Wort, mit dem alles begann. Wir kön­nen die Natur nach Gesetz­mä­ßig­kei­ten erfor­schen, die ein logi­scher Geist in sie hin­ein­ge­legt hat”, erklär­te der Bischof. Dar­über hin­aus sei es aber unbe­dingt not­wen­dig, sie auch zu ver­ste­hen. Hin­sicht­lich unse­rer Ver­stän­di­gung mit Wor­ten beton­te er: Den Ein­zel­nen ver­ste­hen wir erst dann, wenn wir die Gesetz­mä­ßig­keit des Gesag­ten über­schrei­ten und uns auf die ein­zel­ne Per­son ein­las­sen.” Dar­über ent­schei­de sich auch, ob eine Per­son glaub­wür­dig“ sei oder nicht. Ein Bei­spiel aus dem All­tag: Ein guter Arzt wür­de einen Pati­en­ten nicht nur nach sei­nem Krank­heits­bild (Gesetz­mä­ßig­keit der Natur) behan­deln, son­dern immer die gan­ze Per­son wahrnehmen.

Im Ein­zel­nen zeigt sich immer wie­der das Neue, das Ereig­nis­haf­te, das wir auch immer wie­der ver­su­chen zu erkennen.”

Bischof Stefan Oster

Beim Erken­nen Got­tes ver­hal­te es sich nicht anders. Die Gesetz­mä­ßig­keit der Natur deu­te an, dass dahin­ter ein Gesetz­ge­ber” ist, der die­se Gesetz­mä­ßig­kei­ten ein­ge­rich­tet hat, so der Bischof und stellt sogleich die Fra­ge in den Raum: Ist das die kos­mi­sche Ener­gie — oder geht das dar­über hin­aus?” Wir Chris­ten glaub­ten, dass Gott kei­ne Insti­tu­ti­on sei, son­dern eine Per­son, die die Geset­ze hin­ein­ge­legt hat, die­se aus­spricht und im Aus­ge­spro­che­nen erkannt wer­den will, beton­te der Bischof. Wenn wir an Weih­nach­ten das Jesus­kind als das Wort Got­tes ver­ehr­ten, das nach den Gesetz­mä­ßig­kei­ten der Natur geschaf­fen wur­de, fän­den wir in ihm den Spre­cher des Wor­tes, den, der von sich nach­her sagen wird: die Wor­te, die ich euch gesagt habe sind ewi­ges Leben”.

Ewi­ges Leben ist, Gott zu erken­nen und den, den er gesandt hat, sei­nen Sohn Jesus Christus.”

Bischof Stefan Oster

Wer über die Gesetz­mä­ßig­kei­ten der Natur hin­aus­ge­he und an Jesus Chris­tus als Got­tes Sohn glau­be, erken­ne Gott, so der Bischof. Die Fra­ge ist: Glau­be ich ihm?” Die Stern­deu­ter hät­ten auf ihrem Weg zur Krip­pe den gefun­den, den sie schließ­lich anbe­te­ten. Und sie gin­gen schließ­lich einen ande­ren Weg nach Hau­se gehen, den Wor­ten der Schrift fol­gend. Den drei Wei­sen soll­ten wir es gleich­tun. Wer Gott wirk­lich begeg­net, geht auf einem ande­ren Weg nach Hau­se.” Und er schloss mit den Wor­ten: Viel­leicht gehen auch wir dann in ande­rer Wei­se von hier weg, berührt vom Geheim­nis des Ewigen.”

Musi­ka­lisch umrahmt wur­de der Got­tes­dienst mit der ” Mis­sa pri­mi toni octo vocum von” (Ste­fa­no Ber­nar­di), gesun­gen vom Vokal­ensem­ble CAP­PEL­LA CATHE­DRA­LIS unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger, Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel und der Dom­kan­to­rin Bri­git­te Fruth.

Die Predigt von Bischof Oster auf SoundCloud

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Der Gottesdienst zu Heilige Drei Könige in der Mediathek