Soziales

Malteser Ausflugsfahrten-Familie unterwegs

Stefanie Hintermayr am 17.09.2019

190917_Malteser-Ausflugsfahrten_Rosmarie-Krenn_foto2 info-icon-20px Rosmarie Krenn

Der Rettungshubschrauber Christophorus Europa 3 in Suben und das Rottauer Museum in Pocking waren Ausflugsziel der rund 60 Personen starke Gruppe. Begleitet wurde der Trupp mit 25 Rollstuhlfahrern von ehrenamtlichen Maltesern.

Es war ein wun­der­schö­ner und unge­wöhn­li­cher Tag, als die Mal­te­ser Aus­flugs­fahr­ten-Fami­lie kürz­lich wie­der unter­wegs war. Denn die Zie­le sind für Aus­flüg­ler nicht all­täg­lich, kamen aber bei der Grup­pe mit rund 60 Per­so­nen sehr gut an.

Will­kom­men am Euro­pa 3“, mit die­sen Wor­ten begrü­ße Micha­el Gschös­ser, der Pilot des Ret­tungs­hub­schrau­bers Chris­to­phe­rus Euro­pa 3 am Stütz­punkt in Sub­en, die Gäs­te. Er erklär­te ihnen, dass das Ein­zugs­ge­biet bis nach Linz, Regens­burg, Mün­chen, Frey­ung und sogar bis Nürn­berg reicht. Das Kern­ge­biet gehe bis nach Brau­nau und Deg­gen­dorf und die Not­fall­or­te dort kön­nen bin­nen 15 Minu­ten erreicht wer­den. Wir sind sehr flei­ßig. Fünf bis zehn Mal sind wir unter­wegs“, berich­te­te Micha­el Gschös­ser Die Schich­ten dau­ern an den lan­gen Som­mer­ta­gen bis zu 16 Stun­den. Das ist sehr anspruchs­voll“, beton­te der Pilot des ÖAMTC.

Die Besu­cher staun­ten nicht schlecht, als ihnen Micha­el Gschös­ser erklär­te: Der Hub­schrau­ber ist ein wasch­ech­ter Bay­er. Er wur­de in Donau­wörth gebaut und hat Kom­po­nen­ten aus Zen­tral­eu­ro­pa. Neu kos­tet er 6 Mil­lio­nen Euro.“ Die Besat­zung besteht aus einem Not­arzt, dem Pilo­ten und einem Not­fall­sa­ni­tä­ter, der den Pilo­ten auch wäh­rend des Flu­ges assis­tiert. Die­se Funk­ti­on übte an dem Tag Andre­as Kro­na­wit­ter aus, der zusam­men mit Micha­el Gschös­ser die vie­len Fra­gen der Aus­flüg­ler beant­wor­te­te, die auch auf Tuch­füh­lung mit dem Hub­schrau­ber gehen konn­ten. Sie hat­ten viel Glück, denn der Hub­schrau­ber muss­te wäh­rend ihres Besu­ches nicht zu einem Ein­satz. Doch kaum waren sie weg, stieg er auch schon auf, um Men­schen in Not zu helfen.

190917_Malteser-Ausflugsfahrten_Rosmarie-Krenn_foto1 info-icon-20px Rosmarie Krenn

Am Nach­mit­tag ging es nach Pocking, wo am Rottau­er Muse­um Robert Nie­der­mei­er die Besu­cher schon erwar­te­te. Vor 25 Jah­ren habe ich mit 33 Jah­ren ein pri­va­tes Muse­um für Fahr­zeu­ge, Wehr­tech­nik und Zeit­ge­schich­te eröff­net und seit­her vie­le Gegen­stän­de gefun­den, die außer­ge­wöhn­lich sind“, erklär­te er. Sein alter Bau­ern­hof, wo sich das Muse­um befin­det, sei frü­her eine Rit­ter­burg gewe­sen und sei­ne Kin­der sind schon die 14. Genera­ti­on der Fami­lie auf dem Anwe­sen. Robert Nie­der­mei­er erzähl­te viel und mit gro­ßer Lei­den­schaft von sei­nem Muse­um. So etwa, dass Expo­na­te von hier immer wie­der als Film­aus­stat­tung die­nen, wie etwa bei Sophie Scholl“, wo er selbst einen Gefäng­nis­fah­rer gemimt habe. Zeit­ge­schich­te pur – das ist das Rottau­er Muse­um“, beton­te Robert Nie­der­mei­er mit Nach­druck und die Gäs­te hat­ten reich­lich Gele­gen­heit, beim Rund­gang in die­se Geschich­te einzutauchen.

Es war wie­der ein rund­um gelun­ge­ner Tag, der auch viel Raum für Gesprä­che und zum Genie­ßen des schö­nen Wet­ters bot. Mög­lich sind die­se Fahr­ten nur, weil sich die ehren­amt­li­chen Mal­te­ser immer wie­der mit viel Herz­blut enga­gie­ren und sich den gan­zen Tag über rüh­rend um die Teil­neh­mer, dies­mal allein 25 Roll­stuhl­fah­rer, küm­mern. So fuh­ren alle Aus­flüg­ler froh­ge­mut wie­der nach Hause.

Text + Fotos: Ros­ma­rie Krenn