Das glauben wir

Hochfest Mariä Himmelfahrt 2019

Stefanie Hintermayr am 29.07.2019

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Am 15. August feiern Katholiken Mariä Himmelfahrt, auch bekannt als "Mariä Aufnahme in den Himmel". In Altötting werden das Patrozinium der Heiligen Kapelle und Mariä Himmelfahrt als ein Höhepunkt des Kirchenjahres gefeiert.

Maria fährt in den Him­mel auf — Jedes Jahr am 15. August fei­ert die katho­li­sche Kir­che das Hoch­fest Mariä Him­mel­fahrt, auch bekannt als Mariä Auf­nah­me in den Him­mel”. Es ist ein Fest mit einer lan­gen Tra­di­ti­on, das sei­nen Aus­gang im 5. Jahr­hun­dert nahm. Kurz erklärt:

Im Fokus steht der Glau­be an die leib­li­che Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel. Obwohl in der Bibel nur eine Andeu­tung dar­auf zu fin­den ist, berich­ten doch zahl­rei­che Über­lie­fe­run­gen von der Vor­stel­lung, dass die Mut­ter Jesu nach ihrem Tod mit Leib und See­le in den Him­mel auf­ge­nom­men wur­de. Im Jahr 1950 hat Papst Pius XII. die leib­li­che Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel zum Dog­ma, das heißt zum ver­bind­li­chen Glau­bens­in­halt, erklärt. Vie­ler­orts ist Mariä Him­mel­fahrt“ mit dem Brauch der Kräu­ter­wei­he ver­bun­den. Die Gläu­bi­gen sam­meln Heil­kräu­ter aus der Regi­on wie bei­spiels­wei­se Johan­nis­kraut, Bei­fuß, Kamil­le oder Scharf­gar­be und bin­den dar­aus Sträu­ße. Im Rah­men der Got­tes­diens­te wer­den die Kräu­ter­sträuß­chen geseg­net. Die­se Tra­di­ti­on wird dar­auf zurück­ge­führt, dass die Apos­tel bei der Öff­nung des Gra­bes der Got­tes­mut­ter statt eines Leich­nams — so die Legen­de — Lili­en und frucht­ba­re Gewäch­se fanden.

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Vie­les steckt hin­ter Mariä Him­mel­fahrt. Und jeder betrach­tet die­ses Hoch­fest aus einem ande­ren Blick­win­kel. Für eine Flo­ris­tin bedeu­tet es natür­lich etwas ande­res als für einen Dom­herrn. Wir haben die Flo­ris­tin Son­ja Vogl und Dom­de­kan Dr. Hans Bau­ern­feind nach der Bedeu­tung von Mariä Him­mel­fahrt gefragt — und uns das Brauch­tum früher/​heute erklä­ren lassen:

Mariä Himmelfahrt in Altötting

Das Mari­en­fest hat in Alt­öt­ting, der Mari­en-Wall­fahrts­stadt” im Bis­tum, eine ganz beson­de­re Bedeu­tung und zählt hier zu den jähr­li­chen Höhe­punk­ten. Es hat schon lan­ge einen fes­ten Platz im Wall­fahrt­s­ka­len­der und wird bereits seit dem 6. Jahr­hun­dert groß gefei­ert. Die Fei­er­lich­kei­ten begin­nen schon am Vor­abend am 14. August mit einer Fest­mes­se, gro­ßer Lich­ter­pro­zes­si­on von der Basi­li­ka St. Anna um den Kapell­platz zur Gna­den­ka­pel­le und abschlie­ßen­der Marienweihe.

Das fei­er­li­che Pon­ti­fi­kal­amt zum Patro­zi­ni­um der Hei­li­gen Kapel­le und Mariä Him­mel­fahrt wird dann am 15. August in der Basi­li­ka mit Bischof Ste­fan Oster gefei­ert. Vor der Mes­se um 10 Uhr wird ein Abbild der Gna­den­sta­tue in einer fest­li­chen Pro­zes­si­on von der Gna­den­ka­pel­le in die Basi­li­ka über­tra­gen. Abschluss der Fei­er­lich­kei­ten zu Mariä Him­mel­fahrt ist um 15 Uhr eine Mari­en­ves­per in der Stifts­pfarr­kir­che mit abschlie­ßen­dem AVE in der Gnadenkapelle.

Weitere Informationen - Plakat und Einladung: