Foto: Thomas König / pbp
Am 2. Februar, genau 40 Tage nach Weihnachten, feiert die Kirche das „Fest der Darstellung des Herrn“, auch bekannt als „Mariä Lichtmess“. Damit verbunden ist der „Tag des geweihten Lebens“ und der „Blasiussegen“ (Gedenktag des Hl. Blasius am 3. Februar).
Hintergrund zum „Fest der Darstellung des Herrn“
Im Lukas-Evangelium wird berichtet, dass Maria und Josef nach jüdischem Brauch das Jesuskind 40 Tage nach seiner Geburt in den Tempel von Jerusalem brachten. Dort erbaten sie Gottes Segen. Daran soll das „Fest der Darstellung des Herrn“ erinnern. Bis 1969 war das Fest in der katholischen Kirche auch unter dem Namen „Mariä Reinigung“ bekannt. Diese Bezeichnung geht auf einen Bericht im Lukas-Evangelium zurück, nach dem Maria 40 Tage nach der Geburt Jesu ein Reinigungsopfer darbrachte, wie es das jüdische Gesetz vorschrieb.
Die Ursprünge dieses Festes gehen bis ins 4. Jahrhundert zurück. Früher wurden an Mariä Lichtmess große Lichterprozessionen abgehalten. Es war außerdem Brauch, in den Kirchen den Jahresbedarf an Kerzen zu segnen. Noch heute wird dieser Brauch der Kerzensegnung vielerorts durchgeführt. Mit dem Fest Mariä Lichtmess endet zudem die Weihnachtszeit. Besondere Bedeutung hatte der „Lichtmess-Tag“ einst im bäuerlichen Jahr. Knechte und Mägde erhielten an diesem Tag den Jahreslohn und konnten den Dienstherrn wechseln.
Interview mit Brauchtumsexpertin Dorothea Steinbacher zu Mariä Lichtmess
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Hintergrund zum „Tag des geweihten Lebens“
Seit 1997 ist der 2. Februar auch der Tag des geweihten Lebens, der Ehrentag für Ordensleute und Geistliche, die in einer Gemeinschaft leben. Der damalige Papst Johannes Paul II. hat ihn dazu ausgerufen, um die Wertschätzung von Orden und anderen Gemeinschaften geistlichen Lebens zu fördern. Seitdem wird am 2. Februar in der katholischen Kirche das „Fest der Darstellung des Herrn“ und der „Tag des geweihten Lebens“ gefeiert.
Glaube erklärt - "Mariä Lichtmess" und der "Tag des geweihten Lebens"
Wie „Mariä Lichtmess“ bzw. das „Fest der Darstellung des Herrn“ mit dem „Tag des geweihten Lebens“ zusammenhängen, erklären Domdekan Hans Bauernfeind und die Ordensschwester Marika Wippenbeck zudem hier im Video:
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Hintergrund zum „Blasiussegen“
Am Tag nach dem Fest Mariä Lichtmess, also in jedem Jahr am 3. Februar, feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Bischofs Blasius. Dieser soll um 300 nach Christus in Armenien als Arzt und später als Bischof gelebt haben. Der Legende nach hat Bischof Blasius einen Jungen vor dem Ersticken an einer Fischgräte gerettet. Auf diese Legende geht der Blasiussegen zurück, der vielerorts in den Gottesdiensten gespendet wird. Der Priester hält dazu in einer Hand zwei brennende Kerzen überkreuz und segnet damit die Menschen. Dabei bittet er um Schutz gegen Halskrankheiten.
Foto: Stefanie Hintermayr / pbp



