Jugend

5.461 „Minis“ im Bistum Passau

Stefanie Hintermayr am 11.09.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Mit dem Ergebnis der aktuellen Ministrantenzählung vom Herbst 2025 mit 5.461 "Minis" im Bistum Passau sind Ministrantenpfarrer Hubertus Kerscher und Ministrantenreferentin Lisa Hake zufrieden.

Das Ministrantenreferat verzeichnet einen Rückgang bei den 13- bis 16-Jährigen, einen Zuwachs bei den über 27-Jährigen und stabile Zahlen bei den unter 12-Jährigen. Für die Ministrantenarbeit in den Pastoralen Räumen sieht Ministrantenpfarrer Hubertus Kerscher große Chancen.

Nach fünf Jah­ren hat das Minis­tran­ten­re­fe­rat erneut die aktu­el­len Zah­len zu den ​„Minis“ im Bis­tum Pas­sau ver­öf­fent­licht (Stand: Herbst 2025). Dem­nach gibt es 5.461 Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten im Bis­tum, davon 2.994 Mäd­chen (55 %) und 2.467 Jun­gen (45 %). Im Ver­gleich zur letz­ten Zäh­lung vor fünf Jah­ren bedeu­tet das einen v. a. durch Coro­na beding­ten Rück­gang bei den 13- bis 16-Jäh­ri­gen, betont Minis­tran­ten­re­fe­ren­tin Lisa Hake. Dage­gen sei bei den über 27-Jäh­ri­gen ein Zuwachs zu ver­zeich­nen und die Zah­len bei den unter 12-Jäh­ri­gen sta­bil geblie­ben. Die­se Ent­wick­lung trifft laut Minis­tran­ten­pfar­rer Huber­tus Ker­scher auf alle Deka­na­te glei­cher­ma­ßen zu, mit Aus­nah­me von Alt­öt­ting, wo die Zah­len ins­ge­samt gestie­gen und die meis­ten Minis­tran­ten im Bis­tum Pas­sau zu ver­zeich­nen sind. Minis­tran­ten­ar­beit funk­tio­nie­re immer dann beson­ders gut, wenn sie durch Haupt- und Ehren­amt glei­cher­ma­ßen gut beglei­tet wer­de, so Ker­scher. ​„Über­all da, wo zeit­li­che Res­sour­cen vor­han­den sind, wo in einer Gemein­de Ehren­amt­li­che da sind, die die Mög­lich­keit haben, sich ein­zu­brin­gen, wo Haupt­amt die Mög­lich­keit hat, sich gut auf Minis­tran­ten­ar­beit ein­zu­las­sen, wo viel­leicht auch Leu­te da sind, die ein beson­de­res Fai­ble für Jugend­ar­beit haben, da mer­ken wir, dass Jugend­ar­beit gene­rell und Minis­tran­ten­ar­beit im Beson­de­ren gute Chan­cen hat, sta­bil zu blei­ben oder sogar zu wachsen.“

Engagiert im Bistum und vor Ort

Des­halb legt das Minis­tran­ten­re­fe­rat auch so viel Wert auf eine gute und mit den Haupt­amt­li­chen vor Ort koor­di­nier­te Aus­bil­dung von ehren­amt­li­chen Grup­pen­lei­te­rin­nen und ‑lei­tern. Sie sind es schließ­lich, die regel­mä­ßi­ge Grup­pen­stun­den und Aus­flü­ge beglei­ten und die Kin­der und Jugend­li­chen in die Lit­ur­gie ein­füh­ren. Die­se Arbeit vor Ort ist laut Huber­tus Ker­scher ein Bau­stein für eine gute Minis­tran­ten­ar­beit. ​„Unser Ziel ist es, dass vor Ort das, was mög­lich ist, gut läuft. Wir schau­en als Diö­ze­san­stel­le, das so gut wie mög­lich zu unter­stüt­zen.“ Der zwei­te Bau­stein sind die durch das Minis­tran­ten­re­fe­rat orga­ni­sier­ten High­lights und Ver­an­stal­tun­gen, wie bei­spiels­wei­se die gro­ße inter­na­tio­na­le Minis­tran­ten­wall­fahrt nach Rom alle vier Jah­re. Ker­scher betont: ​„Weil wir mer­ken, wie bei­des zusam­men­spielt: Das High­light, aber auch die regel­mä­ßi­ge Beglei­tung vor Ort, die gute Ein­füh­rung in den Minis­tran­ten­dienst, dass die Jugend­li­chen wis­sen: Was ist Lit­ur­gie eigent­lich? Was mache ich da? Was ist mei­ne Auf­ga­be?“ Neben den 221 Grup­pen­lei­te­rin­nen und ‑lei­tern gibt es 458 Ober­mi­nis­tran­tin­nen und ‑minis­tran­ten, die sich enga­gie­ren sowie Pries­ter und Dia­ko­ne, pas­to­ra­le Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und Ehren­amt­li­che, die sich ein­brin­gen. Ganz ent­schei­dend ist aber laut Ker­scher auch die Fami­lie, die den Minis­tran­ten­dienst und den Ein­satz oft auch früh­mor­gens, abends oder am Wochen­en­de orga­ni­sa­to­risch ermög­licht. Eine gro­ße Rol­le spielt ihm zufol­ge auch das sozia­le und kirch­lich gepräg­te Umfeld, gera­de im Ein­tritts­al­ter von i. d. R. acht bis neun Jah­ren. Die Lebens­rea­li­tät der Kin­der und Jugend­li­chen habe sich stark geän­dert, so der Minis­tran­ten­pfar­rer, der auf den neu­en Stan­dard Ganz­tags­schu­le und die zuneh­men­de Kon­kur­renz zwi­schen Frei­zeit­an­ge­bo­ten verweist.

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Ministrantenarbeit in Pastoralen Räumen

Vor dem Hin­ter­grund der Ein­füh­rung der Pas­to­ra­len Räu­me im Bis­tum Pas­sau Anfang Sep­tem­ber sieht Huber­tus Ker­scher gro­ße Chan­cen für die Minis­tran­ten­ar­beit, Syn­er­gien noch mehr als bis­her zu nut­zen. ​„Und wenn wir eine Chan­ce haben, dass Minis­tran­ten­grup­pen sich über den Pfar­rei­be­reich ver­net­zen kön­nen, dass Ober­mi­nis­tran­ten mit ande­ren Ober­mi­nis­tran­ten zusam­men­kom­men, so wie man es hier schon pro­biert (…), dann ist das durch­aus eine Chan­ce.“ Als Minis­tran­ten­pfar­rer wol­le er daher Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne so gut es geht unter­stüt­zen. ​„Und dort, wo uns das gelingt, da sieht man, dass regio­nal Neu­auf­bruch oder Wachs­tum pas­siert. Und das kann für ande­re Orte dann zur Moti­va­ti­on werden.“

Starke Teams mit engagierten Jugendlichen

Zusam­men­fas­send ver­weist Huber­tus Ker­scher auf den maß­geb­li­chen Fak­tor einer guten Minis­tran­ten­ar­beit mit vie­len enga­gier­ten Kin­dern und Jugend­li­chen: die funk­tio­nie­ren­de Wip­pe zwi­schen High­lights und einer guten Beglei­tung vor Ort. Und: ​„Wenn die rich­ti­gen Leu­te zusam­men­kom­men, der rich­ti­ge Pas­to­ral­re­fe­rent mit dem rich­ti­gen Ober­mi­nis­tran­ten und der rich­ti­gen Ehren­amt­li­chen, da kann so ein Team natür­lich eine rich­ti­ge Dyna­mik ent­wi­ckeln.“ Und an den Orten, wo sol­che Teams und Struk­tu­ren noch nicht vor­han­den sind, müss­ten die­se auf­ge­baut, gestärkt und vor allem Jugend­li­che mit ihren Cha­ris­men gezielt gesucht wer­den, so Ker­scher. ​„Ich mache die Erfah­rung, dass jun­ge Leu­te Selbst­wirk­sam­keit suchen. Und dass, wenn ein Jugend­li­cher da ist und sagt, ich will mich in die­ser Kir­che ein­brin­gen, wir natür­lich schon über­le­gen müs­sen: Wo kannst du dei­ne Cha­ris­men ide­al aus­spie­len? Und wenn das die Minis­tran­ten­ar­beit ist, dann wird da immer irgend­et­was wachsen.“

Info Icon Foto: Simona Kehl

Ergebnisse der Ministrantenerhebung

Die Ergeb­nis­se der Minis­tran­ten­er­he­bung Okto­ber bis Dezem­ber 2025 mit der detail­lier­ten Auf­schlüs­se­lung nach Deka­na­ten fin­den Sie hier als Download:

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