Das glauben wir

Platz schaffen für Gott

Redaktion am 02.01.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Es ist wie bei der Herbergssuche: Wenn wir für Gott in unserem Alltag Platz freimachen, dann können wir das Licht erfahren, welchesunser Leben hell machen kann. Denn damals wie heute gilt: Er will unter uns wohnen. Ein Impuls zum 4. Januar 2026 von Pfarrer Wolfgang de Jong.

Im Anfang war das Wort, so beginnt Johan­nes sein Evan­ge­li­um. Aber wir ken­nen die­sen Satz schon von frü­her: aus dem bibli­schen Schöp­fungs­be­richt. Gott spricht sein Wort, und es ent­steht unse­re Welt; damit wird uns Men­schen sei­ne Schöp­fung über­ge­ben, damit wir sie wach­sen und sich ver­meh­ren las­sen, damit wir in ihr glück­lich wer­den. Got­tes Schöp­fung ereig­net sich in die­sen Tagen in der Fül­le der Zei­ten gewis­ser­ma­ßen ein zwei­tes Mal. Got­tes Lebens­kraft, die Wel­ten und Ster­ne ent­ste­hen ließ, begeg­net uns, spricht zu uns in die­sem klei­nen Men­schen­kind. Gott selbst schaut uns aus den klei­nen Augen des Jesus­kin­des an. Die­ses klei­ne Kind kann und will unser Leben hell machen. Es will uns Licht sein gegen alle Fins­ter­nis in unse­rer Welt, die uns umgibt und gefan­gen hält. In die­ser dunk­len Jah­res­zeit freu­en wir uns über die hel­len Lich­ter des Weihnachtsfestes.

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Doch die Fest­ta­ge – so scheint es – sind schon längst wie­der weit weg. Der All­tag hat uns wie­der. In unse­rer Welt mit ihren Regeln und Gewohn­hei­ten, mit ihren ein­ge­spiel­ten Abläu­fen geht es in Vie­lem genau so wie mit der Her­bergs­su­che am Hei­li­gen Abend: Alles ist schon gere­gelt und besetzt, für Gott ist kein Platz mehr frei. Er kommt schein­bar wie ein Stö­ren­fried. Wenn wir es schaf­fen ihm Platz frei­zu­ma­chen, dann kön­nen wir das Licht erfah­ren, das unser Leben hell machen kann. Ver­su­chen wir weih­nacht­lich in unse­ren All­tag zu leben. Was Gott damals unter uns gewirkt hat und auch in unse­ren Tagen wir­ken will: Er will unter uns woh­nen. Sein Licht und sein Leben kön­nen wir erfah­ren, wenn wir ihm eine Woh­nung, einen Herr­gotts­win­kel in unse­rem All­tag schaf­fen. In die­sem Sinn wün­sche ich ihnen allen noch ein gutes neu­es Jahr und einen schö­nen und geseg­ne­ten Sonntag.

Wolf­gang de Jong
Pfar­rer Pfarr­ver­band Fürstenzell

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