Bistum

„Nicht jammern, sondern anpacken“

BAY am 03.10.2025

Info Icon Foto: NiederbayernTV

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, feierte Dompropst em. Hans Striedl mit den Gläubigen in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Sammarei und vor den TV-Bildschirmen einen festlichen Gottesdienst. 

Im Rosen­kranz­mo­nat Okto­ber erin­ner­te er zunächst an die Kraft des Gebets und die Bedeu­tung der welt­wei­ten Bewe­gung Leben­di­ger Rosen­kranz“. Wir beten nicht in ers­ter Linie für uns sel­ber. Das sicher auch. Wir beten vor allem um den Frie­den in der Welt.“, beton­te Hans Striedl.

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Mit Blick auf die gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit sprach er ein­dring­lich von wach­sen­der Gott­ver­ges­sen­heit, welt­wei­ten Kri­sen und zer­stör­ter Schöp­fung. Der über­trie­be­ne Fort­schritts­glau­be sei an sei­ne Gren­zen gekom­men, so der Dom­propst eme­ri­tus. Ent­schei­dend blei­be, den Glau­ben als Kraft­quel­le neu zu ent­de­cken. Wo die Men­schen kei­nen Him­mel mehr haben, ver­lie­ren sie irgend­wann auch die Erde.“

Beson­ders am Natio­nal­fei­er­tag rück­te Hans Striedl das Geschenk der deut­schen Ein­heit ohne Krieg und Blut­ver­gie­ßen in den Mit­tel­punkt. Ein­heit sei nur mög­lich, wenn Men­schen ihr Leben in Gott verankerten.

Er erin­ner­te an Kar­di­nal Döpf­ners Wor­te bei einem Requi­em vor über 50 Jah­ren: Jam­mert nicht über die schlech­ten Zei­ten, son­dern habt Mut und packt an!“ Die­ses Leit­wort, so Dom­propst em. Striedl, gel­te heu­te mehr denn je. Chris­ten dürf­ten kei­ne Zuschau­er blei­ben, son­dern müss­ten ihre Ver­ant­wor­tung aktiv wahr­neh­men – in Fami­lie, Gesell­schaft und Kirche.

Mit Blick auf die jun­ge Kir­che der Apos­tel­zeit ermu­tig­te Striedl dazu, im Glau­ben zusam­men­zu­hal­ten und ein­an­der spür­bar in Lie­be zu begeg­nen. Dann wer­den auch ande­re sagen: Bei euch ist Gott zu Hau­se.“ Zum Abschluss rief er die Gläu­bi­gen dazu auf, die Bot­schaft Jesu in ihre Fami­li­en, an ihre Arbeits­plät­ze und in die Welt hinauszutragen.

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