Im Rosenkranzmonat Oktober erinnerte er zunächst an die Kraft des Gebets und die Bedeutung der weltweiten Bewegung „Lebendiger Rosenkranz“. „Wir beten nicht in erster Linie für uns selber. Das sicher auch. Wir beten vor allem um den Frieden in der Welt.“, betonte Hans Striedl.
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Mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit sprach er eindringlich von wachsender Gottvergessenheit, weltweiten Krisen und zerstörter Schöpfung. Der übertriebene Fortschrittsglaube sei an seine Grenzen gekommen, so der Dompropst emeritus. Entscheidend bleibe, den Glauben als Kraftquelle neu zu entdecken. „Wo die Menschen keinen Himmel mehr haben, verlieren sie irgendwann auch die Erde.“
Besonders am Nationalfeiertag rückte Hans Striedl das Geschenk der deutschen Einheit ohne Krieg und Blutvergießen in den Mittelpunkt. Einheit sei nur möglich, wenn Menschen ihr Leben in Gott verankerten.
Er erinnerte an Kardinal Döpfners Worte bei einem Requiem vor über 50 Jahren: „Jammert nicht über die schlechten Zeiten, sondern habt Mut und packt an!“ Dieses Leitwort, so Dompropst em. Striedl, gelte heute mehr denn je. Christen dürften keine Zuschauer bleiben, sondern müssten ihre Verantwortung aktiv wahrnehmen – in Familie, Gesellschaft und Kirche.
Mit Blick auf die junge Kirche der Apostelzeit ermutigte Striedl dazu, im Glauben zusammenzuhalten und einander spürbar in Liebe zu begegnen. „Dann werden auch andere sagen: Bei euch ist Gott zu Hause.“ Zum Abschluss rief er die Gläubigen dazu auf, die Botschaft Jesu in ihre Familien, an ihre Arbeitsplätze und in die Welt hinauszutragen.


