Bistum

„Die Farben sind das Kleid Gottes“

Thomas König am 21.05.2026

Info Icon Bild: Thomas König

An der Grundschule Büchlberg (Landkreis Passau) ist in diesen Tagen einiges los. „Vielfalt“ lautet das Jahresthema - in zwei Projektwochen vor Pfingsten ging es dabei rund um verschiedene Umweltthemen – am Donnerstag stand dann noch der Projekttag der Schulpastoral auf dem Programm. Titel: „Die Farben sind das Kleid Gottes.“

An der Grund­schu­le in Büchl­berg tut sich was – ganz­jäh­rig. Die Schu­le ist Kli­ma­schu­le, Umwelt­schu­le, Gesun­de Schu­le und Sport­schu­le – in vie­len der Berei­che wur­de sie auch schon prä­miert und aus­ge­zeich­net. Und auch die Pro­jekt­wo­chen an der Grund­schu­le in Büchl­berg haben es in sich – und die Kin­der sind die Haupt­ak­teu­re. Im Fokus steht dabei – BNE – das heißt: Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung. Ein ganz­heit­li­ches Bil­dungs­kon­zept, das dar­auf abzielt, Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu zukunfts­fä­hi­gem Den­ken und Han­deln zu befä­hi­gen. Schü­le­rin­nen und Schü­ler sol­len auch mit­be­stim­men, mit­ent­schei­den, so ist das Jah­res­mot­to Viel­falt ent­stan­den. Nach­hal­tig­keit — hier spielt die Umwelt natür­lich eine gro­ße Rol­le – so wur­de in den Pro­jekt­wo­chen geforscht, gepflanzt, ange­legt. Her­aus­ge­kom­men sind z.B. ein Blüh­pa­ra­dies, eine Tot­holz­he­cke, ein Insek­ten- und ein Eidech­sen­pa­ra­dies, Bee­ren­sträu­cher zum naschen und vie­les, vie­les mehr rund um Natur, Nach­hal­tig­keit und Arten­schutz. Auch Schil­der mit QR-Codes wur­den zu den Pflan­zen ergänzt, dass auch Besu­cher der Schul-Gär­ten sich so über die Pflan­zen infor­mie­ren kön­nen. An Schau­ta­feln wur­de zusätz­lich alles fest­ge­hal­ten und dokumentiert.

Hier hören Sie Stimmen rund um die Projektwochen an der Grundschule Büchlberg - und vorallem die Kinder:

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Und die Natur ist nun mal Got­tes Schöp­fung – der Pro­jekt­bei­trag der Schul­pas­to­ral, der sich über meh­re­re Pro­jekt­ta­ge zieht, trägt den Titel Die Far­ben sind das Kleid Got­tes“. Dabei will man Gott in Far­ben begeg­nen. Jeden Tag steht eine Grund­far­be im Mit­tel­punkt. Am Don­ners­tag vor Pfings­ten zum Auf­takt, war es die Far­be GRÜN: die Far­be des natür­li­chen Wachs­tums wird als lebens­spen­den­de Natur erlebt und als Zei­chen der Hoff­nung.

Zum Start wur­de in der Aula – ganz in grün von der Deko-Grup­pe aus­ge­stal­tet — für die rund 130 Kin­der der Grund­schu­le die Bibel-Erzäh­lung von Elia unter dem Gins­ter­strauch auf­ge­führt. (Hin­ter­grund zur Bibel­ge­schich­te, sie­he unten). Eine Mut­mach­ge­schich­te, dass auf Gott immer Ver­lass ist, vor allem in Zei­ten der Not. Gemein­sam wur­de dann als Hin­füh­rung zum The­ma das Lied: Gott du bist wie bun­tes Licht, dei­ne Far­ben sind das Leben“ angestimmt.

Danach ging es für die Pro­jekt­ar­bei­ten zum The­ma GRÜN“ zurück in die Klas­sen. Auf dem Pro­gramm stan­den Spie­le, Impul­se, Text­ar­bei­ten – und es ging z.B. auch dar­um die Far­be GRÜN zu schme­cken und zu rie­chen – Grü­nes Obst und Gemü­se blind zu ers­t­as­ten und dann zu erra­ten. Ein grü­ner Bar­fuß­pfad war auf­ge­baut – zum Erfüh­len mit den Füßen. Dann gab es noch ein Foto­pro­jekt, grü­ne Pflan­zen wur­de in einem Rah­men in Sze­ne gesetzt und fotografiert.

Abschlie­ßend wur­de der Pro­jekt­tag der Schul­pas­to­ral dann noch mit den Kin­dern bespro­chen und reflek­tiert, mit Fra­gen wie: Was habe ich an grün ent­deckt? Wo ist dar­in Gott zu spüren?

Nach den Pfingst­fe­ri­en rücken dann die ande­ren Grund­far­ben in den Mittelpunkt.

GELB“: die hells­te der Far­ben steht dem Licht der Son­ne am nächsten. 

ROT“: die Far­be des Blu­tes und somit des Lebens, der Wär­me, die Far­be des Her­zens, der Liebe. 

BLAU“: der Him­mel und das kraft­spen­den­de und lebens­er­hal­ten­de Wasser. 

Hin­ter­grund: Elia unter dem Gins­ter­strauch
Die Erzäh­lung von Elia unter dem Gins­ter­strauch han­delt von einer tie­fen Glau­bens­kri­se des bibli­schen Pro­phe­ten. Er flieht vor der Rache der Köni­gin Ise­bel in die Wüs­te, bricht dort völ­lig erschöpft zusam­men, wünscht sich den Tod und schläft ein. Anstatt ihn zu ver­ur­tei­len, schickt Gott einen Engel, der ihn mit Brot und Was­ser ver­sorgt, um ihn für sei­nen wei­te­ren Weg zu stär­ken. Die Geschich­te sym­bo­li­siert mensch­li­che Erschöp­fung und Got­tes ret­ten­de Für­sor­ge in Momen­ten, in denen man selbst nicht mehr weiterweiß.

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