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Ausbildung zum Diakon

Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen und Belastbarkeit sind wichtige Eigenschaften für Männer, die Ständige Diakone werden möchten. Dazu kommen weitere persönliche Voraussetzungen.

Der Weg zum Diakon

Wer Stän­di­ger Dia­kon wer­den möchte…

  • sieht sei­nen Weg als Berufung.
  • geht sei­nen Weg mit Zustim­mung der Ehefrau.
  • lebt aus dem Gebet, der Schrift­le­sung und der regel­mä­ßi­gen Mit­fei­er der Liturgie.
  • nimmt am Leben der hei­mat­li­chen Pfarr­ge­mein­de teil und ist dort engagiert.
  • wird von der Pfar­rei für die­sen Dienst als geeig­net angesehen.
  • erweist sich phy­sisch und psy­chisch gesund.
  • ist in Ehe (aus­ge­nom­men: zöli­ba­tä­re Lebens­form), Fami­lie und Beruf bewährt.
  • kann eigen­stän­dig Ver­ant­wor­tung über­neh­men und zeigt sich teamfähig.
  • ver­hält sich Men­schen gegen­über respekt­voll und kann auf deren Nöte eingehen.

Sind die­se Vor­aus­set­zun­gen erfüllt, kann der Weg zum Stän­di­gen Dia­kon beschrit­ten wer­den. Die Aus­bil­dung ist in zwei Tei­le gegliedert: 

1. Theologische Ausbildung

Zum haupt­be­ruf­li­chen Dia­ko­nat gibt es drei Zugangswege:

Eine erfolg­reich abge­schlos­se­ne berufs­be­glei­ten­de theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung, die zumin­dest einer Fach­schul­aus­bil­dung ent­spre­chen muss (Würz­bur­ger Fern­kurs); eine abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung als Gemein­de­re­fe­rent bezie­hungs­wei­se Pas­to­ral­re­fe­rent; ein abge­schlos­se­nes theo­lo­gi­sches Stu­di­um an einer Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät oder Hochschule.

Oder:
Ein abge­schlos­se­nes Stu­di­um an einer Fach­schu­le, im Fach­be­reich Theo­lo­gie, Prak­ti­sche Theo­lo­gie, Religionspädagogik.

Oder:
Ein abge­schlos­se­nes Stu­di­um an einer Fach­schu­le, einem Semi­nar für Gemein­de­pas­to­ral, Religionspädagogik.

Der Bil­dungs­gang des Dia­kons mit Zivil­be­ruf umfasst eine theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung, die min­des­tens dem zwei­jäh­ri­gen Grund- und Auf­bau­kurs Theo­lo­gie im Fern­kurs“ ent­spricht, und eine damit ver­bun­de­ne Berufs­ein­füh­rung. Die­se Aus­bil­dung fin­det meist berufs­be­glei­tend statt.

2. Praktische Ausbildung

Nach oder auch wäh­rend der theo­lo­gi­schen Aus­bil­dung erfolgt die pas­to­ra­le Aus­bil­dung, die in der Regel etwa drei Jah­re dau­ert. Sie umfasst monat­li­che Tref­fen, Stu­di­en­wo­chen­en­den und -wochen und ist mit Prak­ti­ka verbunden.

Am Ende der Aus­bil­dung steht die fei­er­li­che Dia­ko­nen­wei­he. In den ers­ten Jah­ren danach gibt es ver­pflich­ten­de Weiterbildungsangebote.

Berufe in der Kirche

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Diakon

Seelsorger, Unterstützer und Brückenbauer: Ständige Diakone wirken aus der Mitte der Kirche hinaus in die Lebenswelt der Gläubigen. Für einen Diakon ist kein Tag wie der andere – ihr Beruf ist so vielfältig, dass auch gutes Organisationstalent gefragt ist.