Altbischof Wilhelm Schraml

Bischof emeritus Wilhelm Schraml

Men­schen zu Chris­tus zu führen, zur Herzmitte des Glaubens, ihnen die Wahrheit zu sagen: Das ist für Wil­helm Schraml Auf­trag und Verpflichtung.

Als jun­ger Neu­pries­ter hat er sich dar­auf gefreut, Men­schen zu Chris­tus füh­ren zu dür­fen”. Dar­an hat sich bis heu­te nichts geändert.

Jesus Chris­tus als den Herrn ver­kün­di­gen.“ Mit die­sem Wahl­spruch lei­te­te Bischof Wil­helm Schraml das Bis­tum Pas­sau vom 23. Febru­ar 2002 bis zum 1. Okto­ber 2012., als Papst Bene­dikt XVI. sein aus Alters­grün­den vor­ge­brach­tes Rück­tritts­ge­such annahm. Als Apos­to­li­scher Admi­nis­tra­tor wirk­te Bischof Wil­helm noch bis zum 2. Sep­tem­ber 2013. Ein zen­tra­les The­ma für ihn war die Begeg­nung mit Chris­tus in der Eucharistie.

Ich glau­be, der Kir­che wür­de es wie­der bes­ser­ge­hen, wenn sie sich auf das Eigent­li­che besinnt, wofür sie da ist, näm­lich die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums zu ver­kün­den, die Men­schen zu Chris­tus zu füh­ren, sich denen beson­ders zuzu­wen­den, die Hil­fe brauchen.”

Bischof emeritus Wilhelm Schraml

Ähnliche Themen

Wich­tig war ihm immer, den Men­schen eine Hei­mat zu geben. Ein Schwer­punkt sei­nes Wir­kens war die Fami­li­en­pas­to­ral, wo er zahl­rei­che Akzen­te auch in der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz setz­te. Ein Höhe­punkt sei­ner Amts­zeit war der Besuch von Papst Bene­dikt XVI. in Alt­öt­ting und Marktl am Inn. Die Begeg­nun­gen mit dem Hei­li­gen Vater am 11. Sep­tem­ber 2006 zählt der Bischof auch zu den blei­ben­den Ereig­nis­sen in der tra­di­ti­ons­rei­chen Geschich­te der Diö­ze­se Pas­sau. Ein Papst, der in die­sem Bis­tum gebo­ren wur­de, kehr­te zurück in sei­ne Hei­mat, zu sei­nen Wur­zeln. Papst Bene­dikt XVI. war an die­sem Tag im wahrs­ten Sinn des Wor­tes bei uns daheim”, sag­te der Bischof zum Abschluss.

Sei­nen Ruhe­stand ver­bringt Bischof eme­ri­tus Wil­helm Schraml in Alt­öt­ting. Die Wall­fahrts­stadt hat ihm am Vor­abend des Hoch­fes­tes Mariä Him­mel­fahrt 2015 zum Ehren­bür­ger ernannt. In einer Stadt­rats­son­der­sit­zung im Rat­haus wür­dig­te Bür­ger­meis­ter Her­bert Hofau­er des­sen her­aus­ra­gen­den Ein­satz für den Gna­den­ort. Für den Geehr­ten selbst bedeu­te­te die Aus­zeich­nung einen inne­ren Höhe­punkt“ in sei­nem Leben.