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Bischof Stefan Oster ein Jahr im Amt

 
 

Was geht, was geht nicht?
Interview in "Süddeutsche Zeitung" mit Bischof Stefan

 

Feierliche Bischofsweihe im Dom St. Stephan

 

 

 

Datum: 
24.05.2014

Tausende Gläubige feiern ihren neuen Oberhirten Bischof Stefan!

Das Bistum Passau hat wieder einen Bischof: Pater Dr. Stefan Oster SDB ist heute Nachmittag von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zum  85. Oberhirten der Diözese geweiht worden.

 

Er ist damit der jüngste Bischof in Deutschland, der eine Diözese leitet. An der Feier im Stephansdom nahmen 24 Bischöfe aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Rumänien und sogar aus der Partnerdiözese Alagoinhas in Brasilien teil. Über 20 Äbte, Äbtissinnen, Ordensobere sowie rund 250 Priester und Diakone, Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie geschätzte 5000 Gläubige begleiteten Bischof Stefan an diesem Samstag. Umjubelt wurde Bischof Stefan auf dem Domplatz in Empfang genommen. Nicht nur dort, auch bereits im Dom bei seiner ersten Ansprache spendeten die Gläubigen kräftig Applaus. Bischof Stefan ist in seinem Bistum angekommen.

Großer Dank mit „freudigem und zitterndem Herzen“

Eingeläutet wurde der Weihegottesdienst zunächst von einem großen Kirchenzug rund um den Passauer Domplatz, der von Fahnenträgern, Chören, Bläsern und Böllerschützen und sogar einer Abordnung der Reiterstaffel des Münchner Polizeipräsidiums begleitet wurde. An diesem Tag waren insgesamt mehrere hundert Helfer im Einsatz. Ihnen allen dankte Bischof Oster in einer berührenden Rede, nachdem er allen Gottesdienstbesuchern den Segen erteilte. Diesen Gottesdienst habe er mit freudigem und zitterndem Herzen erlebt, so Oster. Er dankte für die Vorbereitungen den Feuerwehren, der Polizei, den Maltesern, dem Roten Kreuz, der Stadt Passau vom Ordnungsamt bis hin zur Stadtgärtnerei, der Brauerei Hacklberg oder auch den Schwestern von Thyrnau und den Mönchen der Abtei Niederaltaich. Sein Dank galt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ordinariat, von der wundervollen Kirchenmusik über die Sekretariate, von denen, die künstlerisch mitgestaltet haben bis zu den Handwerkern sowie allen Priestern und Diakonen und allen Gläubigen, die gekommen sind, um mit ihm zu feiern. Besonders hervorgehoben hat Bischof Stefan in seiner Ansprache seine Familie, vor allem seine Eltern Heinz und Maria Magdalena Oster. „Ich hatte das große Glück in einer Familie aufwachsen zu dürfen, in der mir meine Eltern immer vermittelt haben, dass sie mich schon lieben und bejahen, ehe ich etwas geleistet habe und auch unabhängig davon.“ Durch ihr bedingungsloses Ja zu ihrem Sohn, hätten sie ihm tief in den Glauben geholfen. Auch seinem Lehrmeister Ferdinand Ulrich an der Universität Regensburg dankte er in besonderer Weise. „Er war und ist der tiefste Philosoph, dem ich bisher in meinem Leben begegnen durfte, gerade weil er zuerst ein Christ ist. Auch er hat mir seine väterliche Freundschaft geschenkt und ich darf sagen, dass ich ohne die Begegnung mit ihm weder Ordensmann noch Priester geworden wäre – und folglich heute auch nicht hier stehen würde.“ Er sei für ihn in gewisser Weise Johannes der Täufer geworden, der Zeuge, der ihm gezeigt hat, um was und vor allem um wen es letztlich geht.

 

Ringen, Suchen, Gott anbeten und Zeugnis geben: Der Weg der Kirche in die Zukunft

In seiner rund 20minütigen, ersten Ansprache als Bischof deutete er bereits an, welchen zentralen Weg die Kirche in die Zukunft gehen müsse. „Es geht immer und zuerst um Beziehung“, betonte Oster im vollbesetzten Dom und vor tausenden Fernsehzuschauern und Zuhörern. „Zuallererst um eine Beziehung zu Christus, die lebendig, tief und tragend ist. Vertrauen Sie darauf, dass es das wirklich gibt, dass das nicht nur Gedanken sind,  sondern dass die Begegnung mit dem Herrn wirklich und real ein Leben erfüllen, tragen, verwandeln und im tiefsten Sinn des Wortes retten und heilen kann“, ermutigte er die Gläubigen. Als Kirche seien wir schon Beziehungsgemeinschaft und Zeugengemeinschaft, ehe wir etwas dafür tun. „Aber der Heilige Geist liebt unsere Mitwirkung und Mitarbeit. Deshalb sind wir alle, die wir schon zu Christus gehören, auch dazu berufen, diese Beziehung zu pflegen, zu vertiefen und auch einander zu helfen, tiefer in diese Beziehung zu finden und sie uns gegenseitig neu zu erschließen – und so unsere Kirche von Passau und auch überall sonst in seiner Kraft lebendig werden zu lassen. Wir sind berufen, einander Zeuginnen und Zeugen für die Gegenwart Jesu in unserem Leben zu sein: in Wort und Tat“, so der Bischof. Eine zentrale Aufgabe für die Zukunft werde es sein, neue Räume von Begegnung und Glaubenskommunikation zu erschließen, „in denen wir miteinander ehrlich und offen fragen, ringen, suchen, Gott anbeten und eben auch Zeugnis geben können“. Es brauche solche Räume, damit den Menschen die Sakramente neu zur Nahrung und zur Quelle werden könnten, so Oster. „Wir brauchen sie, damit wir zum Beispiel das zentrale Geheimnis der Eucharistie nicht einfach als 45minütigen Kirchenbesuch hinter uns bringen wollen, sondern damit es uns tatsächlich Quelle und Höhepunkt unseres christlichen Lebens wird, wie das letzte Konzil es sagt.“
Wahrheit, Liebe und das Geheimnis der Heiligkeit

Hier können Sie die Rede von Bischof Dr. Stefan Oster downloaden

 

 

 

Datum: 
12.05.2014

Die Vorbereitungen zur Bischofsweihe laufen auf Hochtouren. Am Samstag, den 24. Mai wird Salesianerpater Dr. Stefan Oster SDB im Passauer Stephansdom zum 85. Bischof von Passau geweiht.

Schon bei der überwältigenden Begrüßung durch die Gläubigen in Altötting und Passau war klar, dass sich sowohl junge als auch junggebliebene und ältere Menschen auf ihren neuen Oberhirten freuen und wohl Tausende die feierliche Weihe mit verfolgen wollen. „Die Nachfrage nach Plätzen im Dom oder auch am anschließenden Empfang ist ungebrochen hoch“ bestätigt Diözesanadministrator Prälat Dr. Klaus Metzl. Im Dom sind die Plätze jedoch begrenzt. Zwar wird es auch im Dom eine ganze Reihe von freien Plätzen geben, aber „wir gehen davon aus, dass diese niemals ausreichen werden, um das große Interesse abzufedern“, so Metzl. „Die Menschen wollen unserem künftigen Bischof nahe sein und wir werden dafür sorgen, dass dies am 24. Mai so gut wie möglich klappt“, versichert der Diözesanadministrator. Erwartet werden auch Hunderte Gäste aus Benediktbeuern und der Heimat von Pater Stefan Oster SDB, aus der Oberpfalz.

 

„Feldmesse“ auf dem Domplatz mit Bierbänken und Großleinwand

Um möglichst vielen Menschen eine Teilnahme an der Feier am 24. Mai zu ermöglichen, wird nun auch der Domplatz mit einer Großleinwand und rund 2500 Sitzplätzen auf Bierbänken in einen großen Festgottesdienstplatz verwandelt. „Damit wollen wir auch den Gläubigen draußen in unseren Pfarreien die Chance geben, Sitzplätze zu bekommen“, betont Metzl. Auch sie sollen so nah wie möglich dabei sein können. Die würdevolle Weihezeremonie wird auch bei schlechtem Wetter direkt vom Dom auf die Großleinwand nach draußen übertragen. „Man ist also auch am Domplatz sozusagen live dabei“, so Metzl. Auch in die wenige Meter vom Dom entfernte  Kirche St. Paul wird der Weihegottesdienst übertragen. „Dort finden rund 400 Gäste Platz. Wir bitten hier um besondere Rücksichtnahme auf kranke, ältere und behinderte Besucher, die dort in aller Ruhe der Weihezeremonie beiwohnen können“, betont Domkapitular Dr. Hans Bauernfeind. Damit sowohl auf dem Domplatz als auch in St. Paul die Gläubigen zur heiligen Kommunion gehen können, werden zahlreiche Priester, Diakone und Kommunionhelfer dort im Einsatz sein.

 

 

Radio Vatican   
 

„Lumen fidei“
Das Licht des Glaubens: Die erste Enzyklika von Papst Franziskus
Das Licht des  Glaubens: Die erste Enzyklika von Papst Franziskus
Wer glaubt, sieht: Mit dieser Aussage  beginnt Papst Franziskus seine erste
Enzyklika. An diesem Freitag hat der  Vatikan „Lumen fidei“ vorgestellt.
Unser Redaktionsleiter Pater Bernd Hagenkord  hat den Text für uns
gelesen: Licht und Weg: Diese beiden Begriffe leiten den  Leser durch die
Enzyklika. Sie beginnt damit, den Glauben als das Licht  vorzustellen,
dass weiter blicken lässt: „Wer glaubt, sieht“. Es wird dann der  Einwand
zitiert, Glauben sei ganz im Gegenteil Illusion und damit nicht Licht,  er
verdunkle die Welt eher als dass er sie erleuchte. Gegen diese Einwände
sei  es deswegen nötig, den Licht-Charakter des Glaubens neu zu entdecken,
betont der  Papst. Wie genau das zu sehen ist, das entwickelt die
Enzyklika in ihren vier  Hauptkapiteln. (rv)
Hier  mehr in Text und Ton