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Finanzen


Plan- Gewinn- und Verlustrechnung 2018

 

Finanzdirektor Sonnleitner: „Trotz Verschiebungen im Baubereich legen wir auch in diesem Jahr eine ausgeglichene Planrechnung vor.“

Die Diözese Passau legt für das Jahr 2018 nach dem Standard des Handelsgesetzbuches eine „ausgeglichene“ Planrechnung vor und rechnet laut Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner mit betrieblichen Erträgen in Höhe 124 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen betriebliche Aufwendungen in Höhe von 140 Millionen Euro. „Die gute Konjunktur im Baugewerbe führt im diesjährigen Haushaltsplan der Diözese Passau zu Verschiebungen“, erklärt Dr. Sonnleitner die Besonderheiten im diesjährigen „Haushalt“. „Das große Bauprogramm, das wir uns für das Jahr 2017 vorgenommen haben, konnten wir letztes Jahr nicht in dem Maße abarbeiten, wie wir uns das gewünscht hätten.“ Wie gemeldet hatte die Diözese im letzten Jahr einen Rekordbauhaushalt im Bereich der Kirchenstiftungen mit rund 250 Projekten und einer Gesamtsumme von 21 Millionen verabschiedet. Einige dieser Projekte müssen nun erneut im diesjährigen Haushaltsplan abgebildet werden, wie z.B. die Innenrenovierung der Kirche in Asbach in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die erst in diesem Jahr abgerechnet werden kann. Dazu gehören auch Sanierungsmaßnahmen in Burgkirchen am Wald in Höhe von knapp 100tausend Euro oder die Außenrenovierung und Dachstuhlsanierung der Kirche in Sulzbach in Höhe von rund 285tausend Euro, um nur einige Beispiele zu nennen. Ein Grund für die Verschiebungen ist vor allem „die Hochkonjunkturphase in der Bauindustrie, so dass nicht ausreichend Fachfirmen für die Durchführung verfügbar waren“, so Sonnleitner weiter.

 

In der Jahresrechnung 2017 werde entgegen den ursprünglichen Planungen ein Jahresüberschuss ausgewiesen. „Grund dafür sind erneut Ertragssteigerungen bei der Kirchenlohnsteuer“, erklärt Sonnleitner, der auch betont, dass dies ein temporärer Effekt sei, der nicht darüber hinwegtäuschen dürfe, dass sich in wenigen Jahren diese Situation grundlegend ändern werde. Ursächlich für den Überschuss sind aber auch die nicht getätigten Aufwendungen für Baumaßnahmen. Dennoch legt die Diözese - wie bereits im Vorjahr - für das Jahr 2018 eine „ausgeglichene“ Planrechnung mit einem Bilanzgewinn von 0 Euro vor. „Für 2018 rechnen wir mit betrieblichen Erträgen in Höhe von 124 Millionen Euro, davon machen die Erträge aus Kirchensteuer rund 99 Millionen Euro aus“, so Sonnleitner. Im Vorjahr waren es rund 120 Millionen Euro an betrieblichen Erträgen. Dieser Summe stehen betriebliche Aufwendungen mit einer Gesamtsumme von über 140 Millionen Euro gegenüber, rund drei Millionen mehr als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergibt sich deshalb ein so genanntes „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ von rund minus 13 Millionen Euro, das durch Entnahmen aus Rücklagen ausgeglichen wird. Diese Rücklagen wurden insbesondere für die oben genannten Bauprojekte gebildet und sind daher in der diesjährigen Planrechnung erneut abgebildet.

Die Plan- Gewinn- und Verlustrechnung 2018 wurde gemäß den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt.

 

 

Die Zahlen im Überblick

Für 2018 legt die Diözese eine Plan- Gewinn- und Verlustrechnung vor. Hier die Zahlen im Überblick:

Insgesamt erhalten wir von den Kirchensteuerzahlern 98,8 Mio. Euro (79,7 % der betrieblichen Erträge). Vergütungen für Leistungen, welche die Kirche für den Staat erbringt, erwartet das Bistum in Höhe von 10,6 Mio. Euro (8,6 %). Weitere 10,0 Mio. Euro (8,1 %) sind Pfründe-, Miet-, und sonstige Erträge bzw. Umsatzerlöse der Bildungshäuser, des Bistumsblattes und des Domladens.
Dazu kommt der Zuschuss finanzstärkerer Bistümer in Höhe von 1,6 Mio. Euro (1,3 %), der strukturelle und regionale Unterschiede ausgleichen soll. Der gesamte Betriebsertrag beläuft sich auf 124,0 Mio. Euro.

Die betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 140,3 Mio. entfallen auf die zentralen Bereiche Seelsorge 50,8 Mio. Euro (36,2 %), soziale Dienste 9,1 Mio. Euro (6,5 %) und kategoriale Seelsorge – wie Jugendarbeit, Familienpastoral oder Krisenseelsorge – 13,7 Mio. Euro (9,7 %). In den Bereich Schule, Bildung und Kunst fließen 20,9 Mio. Euro (14,9 %). Weltkirchliche und überdiözesane Projekte unterstützen wir mit 4,9 Mio. Euro (3,5 %).

24,9 Mio. Euro (17,7 %) wendet die Diözese für alle zentralen Einrichtungen auf. Für den Unterhalt zentraler Stiftungsgebäude sowie sonstiger wesentlicher Verpflichtungen der Diözese und eine ausreichende Deckungsreserve sind insgesamt 16,0 Mio. Euro (11,4 %) veranschlagt.

 

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