2019 Pastorales Sakramente

Sakramentenpastoral im Bistum Passau

In der katholischen Kirche gibt es sieben Sakramente: die Taufe, die Firmung, die Eucharistie, die Buße, die Krankensalbung, die Weihe und die Ehe. Diese sieben Sakramente stellen gleichsam „Knotenpunkte“ im Leben eines Christen dar; sie betreffen wichtige Erfahrungen und „Einschnitte“ menschlichen Lebens.

Kate­che­se, die Ver­mitt­lung der christ­li­chen Bot­schaft, ist ein wich­ti­ges Anlie­gen das in unse­ren Pfarr­ge­mein­den und Pfarr­ver­bän­den auf­ge­grif­fen wird, vor allem durch viel­fäl­ti­ges Enga­ge­ment in den tra­di­tio­nel­len Berei­chen der Sakra­men­ten­pas­to­ral, ins­be­son­de­re bei der Fei­er von Tau­fe, Buße, Erst­kom­mu­ni­on und Fir­mung und der hier­zu jeweils erfor­der­li­chen Hinführung.

Immer mehr wird es auch wich­tig, nicht nur Kin­der und Jugend­li­che, son­dern auch Erwach­se­ne auf ihrem Glau­bens­weg zu beglei­ten, Mög­lich­kei­ten zu schaf­fen, dass Erwach­se­ne christ­li­chen Glau­ben (neu) ent­de­cken oder / und ver­tie­fen können.

Das Refe­rat Sakra­men­ten­pas­to­ral im Bischöf­li­chen Seel­sor­ge­amt Pas­sau bie­tet hier­zu viel­fäl­ti­ge Unter­stüt­zung und Impul­se an:

  • Schu­lung von ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rIn­nen in den Berei­chen der Sakramentenpastoral
  • Bera­tung, Aus- und Wei­ter­bil­dung für haupt­amt­li­che Seel­sor­ger und Seelsorgerinnen
  • Arbeit mit kirch­li­chen Gre­mi­en, Grup­pen und Ver­bän­den zu The­men der Gemein­de- und Sakramentenpastoral
  • Unter­stüt­zung und Bera­tung bei Vor­ha­ben im Bereich der Erwachsenenkatechese
  • Infor­ma­tio­nen zum Erwachsenenkatechumenat
  • Bera­tung in Fra­gen von Lite­ra­tur und Materialien

Gott selbst beruft Men­schen zum Glau­ben und sen­det sie, den Glau­ben zu ver­kün­den. Geleb­ter Glau­be zeigt sich als spre­chen­der Glau­be. So gehört es wesent­lich zur Bestim­mung der Kir­che, den Glau­ben, den sie sel­ber lebt, weiterzugeben.”

Die deutschen Bischöfe: Katechese in veränderter Zeit (2004)

Kursangebot

Fortbildungskurse für die außerschulische Vorbereitung der Erstkommunion (Schulung für Erstkommunion-GruppenleiterInnen)

Beim Ein­füh­rungs­nach­mit­tag erhal­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer Infor­ma­tio­nen und Arbeits­un­ter­la­gen zur Durch­füh­rung von mög­li­chen Grup­pen­stun­den­ein­hei­ten im Rah­men der Erst­kom­mu­ni­on­vor­be­rei­tung. Auch für den Erfah­rungs­aus­tausch unter­ein­an­der soll Gele­gen­heit sein.

Ter­mi­ne nach Ver­ein­ba­rung, ger­ne in Ihrem Pfarr­ver­band bzw. Deka­nat. Die Kurs­kos­ten wer­den vom Bischöf­li­chen Seel­sor­ge­amt Pas­sau übernommen.

Refe­rat Sakra­men­ten­pas­to­ral
Dom­platz 3
94032 Pas­sau
Tel.: +49 851 3935140
Fax: +49 851 3935109
E-Mail: sakramentenpastoral@​bistum-​passau.​de

Sekre­ta­ri­at: Ger­traud Graf, Mar­ti­na Englbrecht

Gerhard Eckmüller

Gerhard Eckmüller

Pastoralreferent

Sakramente

Sakra­men­te sind erfahr­ba­re Zei­chen der Nähe und Lie­be Got­tes. Sie sind in Jesus Chris­tus begrün­det, der sel­ber das Zei­chen ist, in dem wir erken­nen, wer Gott ist und was er für uns Men­schen bedeu­tet. So geben sie dem Glau­bens­le­ben der Chris­ten Geburt und Wachs­tum, Hei­lung und Sen­dung. Durch die Sakra­men­te der Tau­fe, der Fir­mung und der Eucha­ris­tie wer­den die Grund­la­gen des gan­zen christ­li­chen Lebens gelegt. Die Kir­che, die die Sakra­men­te spen­det, ist sel­ber Sakra­ment“, ein blei­ben­des Zei­chen und Werk­zeug für die Zuwen­dung Got­tes in der Welt.

Die Taufe

Die Tau­fe ist die Grund­la­ge des gan­zen christ­li­chen Lebens und das Ein­gangs­tor” zu allen ande­ren Sakra­men­ten. Durch die Tau­fe wer­den Men­schen zu Töch­tern und Söh­nen Got­tes” und in die Kir­che aufgenommen. 

Bei der Tau­fe wird dem Täuf­ling Was­ser über den Kopf gegos­sen; dazu spricht der Tauf­spen­der die Wor­te: N. (= Vor­na­me des Täuf­lings), ich tau­fe dich im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geistes.”

Eltern, die ihr Kind tau­fen las­sen möch­ten, wen­den sich an das Pfarr­amt der Kir­chen­ge­mein­de, in der sie woh­nen. Dort erfah­ren sie, wann der nächs­te Tauf­ter­min ist: in vie­len Gemein­den ist ein­mal im Monat eine Tauf­fei­er, in der dann oft meh­re­re Kin­der gemein­sam getauft werden. 

Zur Tauf­vor­be­rei­tung gehört ein Tauf­ge­spräch, das der zustän­di­ge Pries­ter mit den Eltern führt. 

In man­chen Gemein­den wer­den zusätz­lich Tauf­se­mi­na­re” ange­bo­ten — Gesprächs­aben­de zu Fra­gen rund um Geburt, Tau­fe und (reli­giö­se) Kindererziehung. 

Jedes Kind soll einen Tauf­pa­ten oder eine Tauf­pa­tin erhal­ten. Wer das Paten­amt über­nimmt, muss sel­ber katho­li­scher Christ sein, muss gefirmt und min­des­tens 16 Jah­re alt sein.

Erwachsenentaufe

Herz­lich lädt die Kir­che auch erwach­se­ne Men­schen, die noch nicht getauft sind, ein, den katho­li­schen Glau­ben und das Leben als Christin/​Christ näher ken­nen zu lernen. 

Die Vor­be­rei­tung von Erwach­se­nen auf die Auf­nah­me in die Kir­che nennt man Katechu­me­nat. Er ist ein län­ge­rer Vor­be­rei­tungs­weg, des­sen Höhe­punkt Tau­fe, Fir­mung und die ers­te Hei­li­ge Kom­mu­ni­on sind, die in einer gemein­sa­men Fei­er gespen­det wer­den (in der Regel zu Ostern). 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hier­zu erhal­ten Sie unter www​.katechu​me​nat​.de sowie beim Bischöf­li­chen Seel­sor­ge­amt, Refe­rat Sakramentenpastoral.

Die Firmung

Das Sakra­ment der Fir­mung gehört ganz eng zum Sakra­ment der Tau­fe. In der Fir­mung wird die Tau­fe voll­endet und bekräf­tigt. Die Fir­mung ver­mit­telt gleich­zei­tig in beson­de­rer Wei­se den Hei­li­gen Geist, der am Pfingst­fest den Apos­teln geschenkt wur­de. Er ermu­tigt, stärkt und beauf­tragt zu einem bewuss­ten Leben als Christ in der Nach­fol­ge Jesu.

Das Sakra­ment der Fir­mung wird in der Regel durch den Bischof oder einen von ihm beauf­trag­ten Pries­ter gespen­det. Das äuße­re Zei­chen der Fir­mung ist die Hand­auf­le­gung, bei der der Bischof die Stirn des Firm­lings in der Form eines Kreu­zes mit Öl salbt. Dazu spricht der Bischof: N. (Vor­na­me des Firm­lings), sei besie­gelt durch die Gabe Got­tes, den Hei­li­gen Geist.” Der Gefirm­te nimmt die­se Gabe mit dem Wort Amen” an.

Um eine bewuss­te und eigen­stän­di­ge Ent­schei­dung für das Firm­sa­kra­ment zu ermög­li­chen, ist in den Pfar­rei­en und Pfarr­ver­bän­den des Bis­tums Pas­sau das Min­dest­al­ter für die Fir­mung auf 16 Jah­re fest­ge­legt worden.

Jugend­li­che, die gefirmt wer­den möch­ten, mel­den sich in der Pfarr­ge­mein­de ihres Wohn­or­tes. Dort erfah­ren sie, wann die nächs­te Fir­mung ist und in wel­cher Form die Firm­vor­be­rei­tung geschieht.

Erwachsenenfirmung

Für erwach­se­ne Katho­li­ken, die noch nicht gefirmt sind, bie­tet das Bis­tum einen eige­nen Firm­ter­min (jeweils im Herbst eines Jah­res) an.
Ange­bo­te und Hil­fen rund um die Fir­mung erhal­ten Sie beim Refe­rat Sakra­men­ten­pas­to­ral im Bischöf­li­chen Seel­sor­ge­amt Passau.

Die Eucharistie

Jesus hat vor sei­nem Lei­den und Ster­ben mit sei­nen Jün­gern ein letz­tes Mahl gehal­ten. Er hat dabei Brot und Wein genom­men und es sei­nen Jün­gern mit den Wor­ten gereicht: Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut.“ Dann hat er hin­zu­ge­fügt: Tut dies zu mei­nem Gedächtnis“.

Die hohe Bedeu­tung die­ses Vor­gangs wird dadurch her­vor­ge­ho­ben, dass im Neu­en Tes­ta­ment an ver­schie­de­nen Stel­len hier­über berich­tet wird. Wenn die Kir­che Eucha­ris­tie fei­ert, hält sie nicht nur ein Gedächt­nis­mahl, son­dern Chris­tus bleibt in ihr han­delnd gegen­wär­tig. Das von der Kir­che unter Dank­sa­gung (grie­chisch eucha­ris­tia“) zum Gedächt­nis des Herrn began­ge­ne Mahl ist die wich­tigs­te Ver­samm­lung des Vol­kes Gottes.

Wer ohne hin­rei­chen­den Grund der sonn­täg­li­chen Eucha­ris­tie­fei­er fern­bleibt, ver­fehlt sich nach der Über­zeu­gung der Kir­che gegen Gott und die Gemein­de. Des­halb lädt die Kir­che seit alter Zeit die Gläu­bi­gen ein, am Sonn­tag die Eucha­ris­tie mit zu fei­ern (Sonn­tags­pflicht).

Die Mahl- oder Eucha­ris­tie­fei­er ist immer mit einem Wort­got­tes­dienst ver­bun­den. Wenn Katho­li­ken in die­sem Got­tes­dienst das Abend­mahl emp­fan­gen, sagen sie Ich gehe zur Kom­mu­ni­on.“ Der am meis­ten ver­brei­te­te Name für die Eucha­ris­tie ist die Bezeich­nung Mes­se oder Hei­li­ge Messe.

Erstkommunion

Die ers­te vol­le Mit­fei­er der Eucha­ris­tie, die ers­te Hei­li­ge Kom­mu­ni­on, ist nach Tau­fe und Fir­mung der drit­te und letz­te Schritt der Ein­glie­de­rung in Chris­tus und sei­ne Kir­che. Bei der Ein­glie­de­rung Erwach­se­ner in die Kir­che ist die­se Rei­hen­fol­ge noch erkenn­bar; bei den Kin­dern, die als Babys getauft wor­den sind, fin­det hier­zu­lan­de die Erst­kom­mu­ni­on bereits vor der Fir­mung statt.

Im All­ge­mei­nen gehen Kin­der bei uns in der drit­ten Klas­se, also mit ca. neun Jah­ren zur Erstkommunion.

Ange­bo­te und Hil­fen zur Vor­be­rei­tung auf die Fei­er der Erst­kom­mu­ni­on erhal­ten Sie beim Bischöf­li­chen Seel­sor­ge­amt, Refe­rat Sakramentenpastoral.

Die Buße

Buße ist die Hal­tung des Men­schen, der sich von der Sün­de ab- und Gott zuwen­det. Schon im Alten Tes­ta­ment wur­de Buße gepre­digt. Die Buße ist ein stän­di­ger Vor­gang im Leben des Chris­ten. Da er noch nicht am Ziel ist, son­dern sich immer noch auf dem Weg befin­det, ist er immer von neu­em auf­ge­ru­fen, umzu­den­ken und umzukehren.

Die For­men täti­ger Buße sind so viel­fäl­tig wie das Leben selbst. So kann das Gebet ein Zei­chen der Buße sein oder auch das Lesen der Hei­li­gen Schrift. 

Aus­druck der Buße ist auch alles, was zur Ver­söh­nung und zum Frie­den bei­trägt. Wer­ke der Nächs­ten­lie­be und des Ver­zich­tes sind täti­ge For­men der Buße.

Buße ist jedoch nicht nur eine Pflicht für ein­zel­ne Chris­ten, son­dern auch für die Kirchengemeinschaft.

Sakrament der Buße - Beichte

Die Buße als Umkehr schul­dig gewor­de­ner Men­schen fin­det ihren sakra­men­ta­len Aus­druck im Sakra­ment der Beichte. 

Drei Ele­men­te sind not­wen­dig, damit in der Los­spre­chung durch den Pries­ter die Ver­söh­nung mit Gott und der Gemein­schaft der Glau­ben­den aus­ge­spro­chen wer­den kann: die Reue, das Aus­spre­chen der Schuld im Bekennt­nis und der Vor­satz, das schuld­haf­te Ver­hal­ten zu ändern und Scha­den wie­der gut zu machen.

Die Vor­be­rei­tung auf die Fei­er der Buße und Beich­te erfolgt in der Regel in der 3. Jahr­gangs­stu­fe, im Rah­men der Vor­be­rei­tung auf die Fei­er der Erstkommunion.

Die Krankensalbung

Krank­heit und damit Schmerz und Angst gehö­ren unaus­weich­lich zum Leben der Men­schen. Gera­de in schwe­rer und lebens­be­dro­hen­der Krank­heit braucht der Mensch Trost und Zuspruch und vor allem die Nähe ande­rer Men­schen. Das Sakra­ment der Kran­ken­sal­bung soll den kran­ken Men­schen in beson­de­rer Wei­se mit Chris­tus ver­bin­den, der sich den Kran­ken zuge­wandt, sie geheilt hat und sel­ber Schmerz und Lei­den ertra­gen musste. 

Die Kran­ken­sal­bung möch­te die See­le des Erkrank­ten stär­ken, damit auch sein Kör­per wie­der gesund wer­den kann. Vor allem aber soll sie sei­nen Glau­ben stär­ken, der in der Kri­se der Krank­heit vor tief­grei­fen­de Fra­gen und Zwei­fel gestellt ist.

Die Kran­ken­sal­bung wird in einem klei­nen Got­tes­dienst gespen­det, der dort gefei­ert wird, wo der Kran­ke sich auf­hält (in sei­ner Woh­nung oder im Kran­ken­haus). Wenn der Kran­ke das Bett nicht ver­las­sen kann, emp­fängt er dort die Krankensalbung.

Mit einem geweih­ten Öl salbt der Pries­ter den Kran­ken auf der Stirn und auf den Hän­den. Dabei betet er: Durch die­se hei­li­ge Sal­bung hel­fe dir der Herr in sei­nem rei­chen Erbar­men, er ste­he dir bei mit der Kraft des Hei­li­gen Geis­tes. Der Herr, der dich von Sün­den befreit, ret­te dich, in sei­ner Gna­de rich­te er dich auf.”

Die Weihe

Wenn jemand die sie­ben Sakra­men­te auf­zählt, so nennt er das Wei­he-Sakra­ment oft Pries­ter­wei­he”. In Wirk­lich­keit hat die­ses Sakra­ment jedoch drei Stu­fen: Dia­ko­nen­wei­he, Pries­ter­wei­he und Bischofs­wei­he — ent­spre­chend den drei Stu­fen des kirch­li­chen Amtes. Dia­ko­ne und Pries­ter üben ihren Dienst als Mit­ar­bei­ter des Bischofs aus, der als Nach­fol­ger der Apos­tel eine Orts­kir­che (ein Bis­tum bzw. Diö­ze­se) lei­tet. Der Kern die­ses Diens­tes besteht dar­in, im Auf­trag Jesu Chris­ti das Volk Got­tes zu lei­ten, den Glau­ben zu ver­kün­den und die Sakra­men­te zu spenden.

Das Wei­he­sa­kra­ment wird durch den Bischof gespen­det, indem er den Wei­he­kan­di­da­ten ein­zeln die Hän­de auf den Kopf legt. Anschlie­ßend spricht er über alle ein fei­er­li­ches Wei­he­ge­bet. Die­se zen­tra­len Ges­ten der Wei­he wer­den ergänzt durch eine Fül­le wei­te­rer Riten (z.B. das Anle­gen der ent­spre­chen­den Gewän­der, die Über­ga­be des Evan­ge­li­en­bu­ches oder des Kel­ches); die­se Riten unter­schei­den sich je nach dem, um wel­che Stu­fe des Amtes es sich han­delt. Die Wei­he ist immer ein­ge­bet­tet in die Fei­er der Eucharistie.

Im Bis­tum Pas­sau fin­det die Pries­ter­wei­he jeweils an einem Sams­tag um das Fest der Apos­tel Petrus und Pau­lus (also Ende Juni) in der Bischofs­kir­che im Hohen Dom zu Pas­sau statt. 

Die Män­ner, die sich auf die Pries­ter­wei­he vor­be­rei­ten, wer­den für gewöhn­lich eini­ge Zeit zuvor zu Dia­ko­nen geweiht.

Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil (19621965) hat den Dia­ko­nat als eigen­stän­di­gen Dienst in der Kir­che neu ent­deckt. Dar­um gibt es im Bis­tum Pas­sau neben den Dia­ko­nen, die die­sen Dienst nur für eini­ge Mona­te aus­üben, weil sie dann zu Pries­tern geweiht wer­den, auch zuneh­mend mehr soge­nann­te Stän­di­ge Dia­ko­ne”, meist Män­ner mit einem Zivil­be­ruf und in der Regel verheiratet.

Die Ehe

Durch das Ja-Wort, das sich die Braut­leu­te gegen­sei­tig schen­ken, wer­den sie in beson­de­rer Wei­se in den Bund Got­tes mit den Men­schen hin­ein genom­men. Daher ist für katho­li­sche Chris­ten die Ehe unter Getauf­ten ein Sakra­ment: ein Zei­chen für die Lie­be Got­tes und gleich­zei­tig ein kon­kre­ter Weg, auf dem uns Gott sei­ne Lie­be schenkt und erfahr­bar machen will. 

Als Abbild des JA, das Gott zu den Men­schen sagt, hat das JA-Wort der Ehe­leu­te drei Dimensionen:

  • Ein­heit: Ehe ist ein Bund mit einem Part­ner, der alle Lebens­be­rei­che umfasst;
  • Frucht­bar­keit: Die Lie­be der Ehe­leu­te wird frucht­bar und ist offen für neu­es Leben;
  • Unauf­lös­lich­keit: Die Lie­be drückt sich aus in Treue ohne Wenn und Aber.

Paa­re, die kirch­lich hei­ra­ten wol­len, wen­den sich mög­lichst zei­tig an den Pfar­rer der Gemein­de, in der sie woh­nen. Woh­nen die Part­ner in unter­schied­li­chen Pfarr­ge­mein­den, so steht es ihnen frei, an wel­chen der bei­den Pfar­rer sie sich wenden.

Der Pfar­rer klärt mit den Braut­leu­ten, ob die recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen gege­ben sind, um eine gül­ti­ge Ehe ein­ge­hen zu kön­nen. Mit ihm wer­den auch Ter­min und Details der kirch­li­chen Trau­ung ver­ein­bart. Wenn die Trau­ung außer­halb der Wohn­ort­ge­mein­de statt­fin­den soll, küm­mert sich der Hei­mat­pfar­rer um die nöti­ge Über­wei­sung”.

Zur Vor­be­rei­tung auf die Ehe und die kirch­li­che Trau­ung emp­fiehlt es sich, an einem kirch­li­chen Ehe­vor­be­rei­tungs­kurs” teil­zu­neh­men. Die­se Kur­se, die meis­tens an einem Sams­tag bzw. an einem Wochen­en­de statt­fin­den, wol­len Anre­gun­gen für ein part­ner­schaft­li­ches und beglü­cken­des Mit­ein­an­der in Ehe und Fami­lie geben. Gleich­zei­tig wol­len sie auf die Fei­er der Trau­ung vor­be­rei­ten, die Sym­bo­le und Tex­te der Lit­ur­gie erschlie­ßen und Anre­gun­gen für die Mit­ge­stal­tung der Fei­er vermitteln.