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Geistliches Konzert III


Beginn: 
14 Jun 2018 - 19:30

Franz Schubert (1797 – 1828)
Geistliches Konzert III - Messe in B D 324

Duett-Arie „Auguste jam coelestium“ D 488
Offertorium „Totus in corde langueo“ D 136
Domsolisten
Domchor und Domorchester
Domorganist Ludwig Ruckdeschel
Leitung: Domkapellmeister Andreas Unterguggenberger

Im Autograph der B-Dur-Messe (British Library, London) ist der 11. November 1815 als Kompositionsbeginn des Kyrie vermerkt, die weiteren Teile dürften innerhalb weniger Wochen fertiggestellt worden sein. Schuberts frühe Messkompositionen sind nicht ganz frei vom Geist Joseph Haydns, dessen Messen Schubert selbst gesungen hatte. Insbesondere Haydns „Harmoniemesse“ scheint Schubert nachhaltig beeindruckt zu haben. In der B-Dur-Messe finden sich zahlreiche Indizien dafür. Die Messe scheint schon zu Lebzeiten Schuberts eine rasche Verbreitung erlebt zu haben. In einem Brief vom 6. Oktober 1824 berichtet Ferdinand Schubert nämlich seinem Bruder aus dem niederösterreichischen Hainburg, dass er dort zu einem Hochamt eingeladen worden sei, in dem eben diese Messe aufgeführt wurde.
Vermutlich von 1815 stammt ein erstes Offertorium (Gesang zur Gabenbereitung) „Totus in corde langueo“ für Sopran und Orchester. Dieses sehr virtuos gestaltete, dreiteilige Werk schrieb Schubert höchstwahrscheinlich für Therese Grob, seine Jugendliebe. Die Partitur sieht neben der üblichen Orchesterbesetzung eine konzertante Klarinette oder Violine vor. Als liturgische Gebrauchsmusik konnte sich das frühe Werk allerdings nicht durchsetzen, weil es für den Einsatz in der Eucharistiefeier wohl zu weltlich klang. Zwei Jahre vor seinem Tod, 1826, komponierte er die auf Christus, den Himmelskönig, hinweisende Duett-Arie „Auguste jam coelestium“. Der italienische Stil dieses Werkes lässt die Beeinflussung durch seinen Lehrer Antonio Salieri erkennen.

Veranstaltungsort: 
Stephansdom Passau
Veranstalter: 
Bistum Passau

Veranstaltungen

20.9.2018 19:30
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