Foto: Rudi Bürgermeister
Die diesjährige diözesane Cäcilienfeier am 21. November in Spectrum Kirche stand ganz im Zeichen des Lobpreises: Zum einen wurde Robert Guder, der seit 2018 als Referent für Lobpreismusik im Referat Kirchenmusik wirkte, feierlich in den Ruhestand verabschiedet, zum anderen erhielten erstmalig zwei Absolventen des neuen Ausbildungszweigs Christliche Popularmusik (D) ihr Abschlusszeugnis.
Die Feier begann mit einem Lobpreis, den Robert Guder und seine Band Fresh gemeinsam mit Lothar und Margarethe Kosse gestalteten. In der anschließenden Feierstunde würdigte Diözesanmusikdirektor Marius Schwemmer die Verdienste Guders, der durch Begeisterung, persönliches Zeugnis und kontinuierliche Aus- und Fortbildung vielen Menschen den Zugang zur Lobpreismusik eröffnet hat. So sei es – wie Schwemmer anmerkte – ein schönes Zeichen dieser fruchtbaren Arbeit, dass Guders Verabschiedung bei der Cäcilienfeier erfolge, in der zum ersten Mal zwei Absolventen der aus der bisherigen Lobpreisleiterausbildung weiterentwickelten Teilbereichsqualifikation Christliche Popularmusik (D) ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen konnten. Diese sowie die weiteren Absolventinnen und Absolventen, die mit ihren Angehörigen zur Feier gekommen waren, erhielten ihre Zeugnisse aus den Händen von Bischof Dr. Stefan Oster SDB. Die Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungsjahres 2024/25 sind:
- D‑Kirchenmusiker: Andreas Moosbauer (Ruhstorf), Martin Zerer (Neuburg am Inn)
- D‑Popularmusiker: Sieglinde Weiherer (Reischach), Konrad Eder (Mühldorf am Inn)
- C‑Chorleiterin: Franziska Beck (Passau)
Eingeladen war auch Max Schopf (Grafenau), der neben dem Studium in Regensburg dort den C‑Kurs mit Auszeichnung absolviert hat, im Bistum Passau jedoch seinen Orgelunterricht erhielt.
Nach seinem Dank an das Kollegium der Regionalkantoren für deren engagierte Ausbildungsarbeit sowie an Ingrid Kuhn für ihre zuverlässige organisatorische Begleitung legte Schwemmer in einer kurzen und prägnanten Ansprache den zentralen Satz der Lesung der vorherigen Lobpreisfeier aus: „Wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt“ (Eph 1,12).
Ausgehend von der 4. Präfation für die Wochentage betonte er, dass die Bestimmung zum Lob Gottes nicht um seinetwillen geschieht, sondern eine Bestimmung zu unserem Heil ist.
Anhand von Martin Luthers Übersetzung „damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit leben“ sowie der augustinischen Deutung des Halleluja-Gesangs der Engel und der des Einstimmens der Menschen darin machte Schwemmer deutlich, dass geistliche Musik in all ihren Stilrichtungen die ganze Wirklichkeit der Menschen vor Gott bringt, den Zugang zum Gebet sowie zur persönlichen und gemeinschaftlichen Gottesbeziehung öffnet und letztlich einübt, das Lob Gottes zu leben, indem es musizierend an die heilsame Zuwendung Gottes zu uns Menschen erinnert.
Text und Bild: Rudi Bürgermeister



