2019 Wallfahrten Pilgern

Wallfahrten & Pilgern

Den Rucksack packen, die Schuhe schnüren und los kanns gehen: Auf der Suche nach intensiven Glaubenserlebnissen machen sich Menschen auf den Weg – bereit, neue Kraftquellen zu entdecken.

Nicht erst seit Hape Ker­ke­lings Best­sel­ler Ich bin dann mal weg“ sind Pil­ger­rei­sen und Wall­fahr­ten im Trend. Schließ­lich ermög­li­chen sie, was gera­de in unse­rer schnell­le­bi­gen Zeit immer wich­ti­ger wird: Eine Pau­se vom All­tag und die Mög­lich­keit, sich wie­der dem Wesent­li­chen des Lebens zu nähern.

Gemeinsam unterwegs

Wall­fahr­ten haben eine lan­ge Tra­di­ti­on. Schon seit Hun­der­ten von Jah­ren machen sich Men­schen gemein­sam auf den Weg. So auch im Bis­tum Pas­sau. Bekann­tes­te Wall­fahrt ist hier sicher­lich die Jugend­fuß­wall­fahrt, die all­jähr­lich auf zwei Rou­ten von Pas­sau und Pocking aus nach Alt­öt­ting führt. Rund 90 Kilo­me­ter wer­den in zwei Tagen von Tau­sen­den Jugend­li­chen und jung­ge­blie­be­nen Teil­neh­mern zurück­ge­legt. Stra­pa­zen wer­den in Kauf genom­men, um gemein­sam den Glau­ben zu leben und Sor­gen und Nöte vor die Gna­den­mut­ter Maria zu bringen. 

Bekannt und beliebt ist bei­spiels­wei­se auch die Rom­wall­fahrt der Minis­tran­ten. Alle vier Jah­re geht es für die Minis“ in die Ewi­ge Stadt. Höhe­punkt ist jedes Mal aufs Neue die Audi­enz des Paps­tes auf dem Petersplatz.

Wallfahrtsort Altötting

Alt­öt­ting, am Ran­de des Bis­tums Pas­sau, ist einer der bedeu­tends­ten Mari­en-Wall­fahrts­or­te in Deutsch­land und Jahr für Jahr das Ziel von Tau­sen­den Pil­gern, die sich auf den Weg zur Schwar­zen Madon­na“ in der Gna­den­ka­pel­le machen und sie um Hil­fe bit­ten. Der Legen­de nach ist hier im Jahr 1489 ein Wun­der pas­siert. Ein klei­ner Bub, tot­ge­glaubt nach einem Sturz in einen Bach, öff­ne­te nach dem instän­di­gen Gebet sei­ner Mut­ter und wei­te­rer Gläu­bi­ger wie­der die Augen. 

Die Anzie­hungs­kraft der Schwar­zen Madon­na“ ist im Lau­fe der Zeit ste­tig gewach­sen. Dazu bei­getra­gen hat sicher­lich auch ein Ereig­nis im Jahr 2006: Papst eme­ri­tus Bene­dikt XVI. knie­te bei sei­nem Besuch im Hei­mat­bis­tum vor der Madon­na nie­der. Zwei Jah­re spä­ter ver­lieh er der Wall­fahrts­kir­che von Alt­öt­ting die Gol­de­ne Rose. Dabei han­delt es sich um eine sehr hohe päpst­li­che Auszeichnung.

Wer nach Alt­öt­ting pil­gert – sei es bei einer der gro­ßen Wall­fahr­ten gemein­sam mit vie­len ande­ren Gläu­bi­gen, oder auch allei­ne mit sich selbst – der wird spü­ren, dass eine beson­de­re Kraft von die­sem Wall­fahrts­ort aus­geht. Alt­öt­ting ist übri­gens nicht nur bei Pil­gern aus Deutsch­land beliebt, son­dern gehört zu den so genann­ten Shri­nes of Euro­pe“, den sie­ben wich­tigs­ten Mari­en­wall­fahr­sor­ten Euro­pas. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf der Home­page www​.altoet​ting​-wall​fahrt​.de.

Ganz beson­de­re Ein­bli­cke in den bedeut­sa­men Wall­fahrts­ort gibt es außer­dem in die­sem Video:

Weitere Wallfahrtsorte im Bistum Passau

Neben Alt­öt­ting gibt es im Bis­tum Pas­sau vie­le wei­te­re Wall­fahrts­or­te mit Wall­fahrts­kir­chen, die belieb­tes Ziel von Pil­gern sind. Dazu zäh­len Pas­sau-Maria­hilf, Samma­rei, Halb­mei­le, Mari­en­burg und Pfarr­kir­chen-Gart­lberg. Hin­zu kom­men noch fast ein­hun­dert Kir­chen und Kapel­len am Weges­rand, zu denen Pil­ger frü­her Zuflucht such­ten, die aber heu­te als Wall­fahrts­stät­ten fast ver­ges­sen sind. War­um die­se nicht neu entdecken?

Pilgerwege im Bistum Passau

Bei Wall­fahr­ten gibt es immer ein bestimm­tes Ziel, zu dem der Weg hin­führt. Beim Pil­gern hin­ge­gen ist der Weg das Ziel. Bekann­tes­ter Pil­ger­weg ist der Jakobs­weg, der im spa­ni­schen San­tia­go de Com­pos­te­la endet. Doch war­um in die Fer­ne schwei­fen? Auch durch das Bis­tum Pas­sau füh­ren zahl­rei­che Weg­stre­cken, die es lohnt, ent­deckt zu werden. 

Ein gutes Bei­spiel: Der Euro­päi­sche Pil­ger­weg Via Nova“, der 2005 mit dem Ziel eröff­net wur­de, dass sich Men­schen direkt in ihrer Hei­mat auf den Weg machen kön­nen. Er führt durch Öster­reich, Tsche­chi­en und Deutsch­land – ein guter Teil des Weges durch­quert auch Nie­der­bay­ern. Eine genaue Weg­be­schrei­bung und mehr Infos fin­den Sie unter www​.pil​ger​weg​-via​no​va​.eu.

Beliebt ist auch der Pil­ger­weg St. Wolf­gang. Er ist etwa 300 Kilo­me­ter lang und wur­de in Zusam­men­ar­beit mit Gemein­den, Pfar­rei­en, Klös­tern und Tou­ris­mus­or­ga­ni­sa­tio­nen ent­wi­ckelt. Auf den Spu­ren des Hei­li­gen Wolf­gang wer­den vie­le Sta­tio­nen im Baye­ri­schen Wald ange­steu­ert. Mehr unter www​.wolf​gangs​weg​.de.

Schließ­lich füh­ren eini­ge Pil­ger­we­ge direkt in das Herz der Wall­fahrt im Bis­tum Pas­sau: Den berühm­ten Mari­en-Wall­fahrts­ort Alt­öt­ting. Dazu gehö­ren unter ande­rem die Pil­ger­we­ge St. Rupert, Via Maria oder auch der Eng­fur­ter Weg. Die­se und wei­te­re Pil­ger­we­ge nach Alt­öt­ting kön­nen Sie hier entdecken.

Angebote der Diözesanpilgerstelle

Die Diö­ze­san­pil­ger­stel­le gibt all­jähr­lich ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm mit Ange­bo­ten für Pil­ger her­aus. Flug­rei­sen, Bus­rei­sen und Fuß­wan­de­run­gen, die kom­pe­tent beglei­tet wer­den, ste­hen zur Auswahl.

Hier kön­nen Sie die Rei­se­an­mel­dung her­un­ter­la­den und ent­we­der digi­tal (mit dem Acro­bat Reader) oder hand­schrift­lich ausfüllen.

Bei Rück­fra­gen ste­hen Ihnen die Mit­ar­bei­ter der Diö­ze­san­pil­ger­stel­le Pas­sau-Alt­öt­ting ger­ne als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Wen­den Sie sich an:

Diö­ze­san­pil­ger­stel­le Pas­sau
Resi­denz­platz 8 
D-94032 Pas­sau
Tel.: +49 851 3931432 oder -1433
Fax: +49 851 393 – 9091432
E-Mail: pilgerbuero@​bistum-​passau.​de
per­sön­li­che Bera­tung vor Ort nach tele­fo­ni­scher Vereinbarung

Diö­ze­san­pil­ger­stel­le Alt­öt­ting
Deka­nats­haus, Kapell­platz 8
D-84503 Alt­öt­ting
Tel.: +49 151 18029933
E-Mail: irene.​huber@​bistum-​passau.​de
Diens­tag: 9.00 bis 14.00 Uhr (Saal parterre)