2019_Wallfahrt_Pilgern info-icon-20px Wolfgang-Christian Bayer

Wallfahrten & Pilgern

Den Rucksack packen, die Schuhe schnüren und los kanns gehen: Auf der Suche nach intensiven Glaubenserlebnissen machen sich Menschen auf den Weg – bereit, neue Kraftquellen zu entdecken.

Nicht erst seit Hape Ker­ke­lings Best­sel­ler Ich bin dann mal weg“ sind Pil­ger­rei­sen und Wall­fahr­ten im Trend. Schließ­lich ermög­li­chen sie, was gera­de in unse­rer schnell­le­bi­gen Zeit immer wich­ti­ger wird: Eine Pau­se vom All­tag und die Mög­lich­keit, sich wie­der dem Wesent­li­chen des Lebens zu nähern.

Gemeinsam unterwegs

Wall­fahr­ten haben eine lan­ge Tra­di­ti­on. Schon seit Hun­der­ten von Jah­ren machen sich Men­schen gemein­sam auf den Weg. So auch im Bis­tum Pas­sau. Bekann­tes­te Wall­fahrt ist hier sicher­lich die Jugend­fuß­wall­fahrt, die all­jähr­lich auf zwei Rou­ten von Pas­sau und Oster­ho­fen aus nach Alt­öt­ting führt. Rund 90 Kilo­me­ter wer­den in zwei Tagen von Tau­sen­den Jugend­li­chen und jung­ge­blie­be­nen Teil­neh­mern zurück­ge­legt. Stra­pa­zen wer­den in Kauf genom­men, um gemein­sam den Glau­ben zu leben und Sor­gen und Nöte vor die Gna­den­mut­ter Maria zu bringen. 

Bekannt und beliebt ist bei­spiels­wei­se auch die Rom­wall­fahrt der Minis­tran­ten. Alle vier Jah­re geht es für die Minis“ in die Ewi­ge Stadt. Höhe­punkt ist jedes Mal aufs Neue die Audi­enz des Paps­tes auf dem Petersplatz.

Unsere Angebote an Pilgerreisen

Diözesanpilgerreisen


Eine Pilgerreise an einen bestimmten Wallfahrtsort, wie zum Beispiel Lourdes in Frankreich, Fátima in Portugal oder Altötting in Oberbayern,
ist immer auch eine Reise ins Innere.

Grußwort von Domkapitular Manfred Ertl

Lie­be Pil­ge­rin­nen und Pil­ger,
der Dachs und der Iltis tra­fen sich bei ihrer nächt­li­chen Fut­ter­su­che im Wald. Und da sie sich lan­ge nicht gese­hen hat­ten, gin­gen sie plau­dernd ein Stück des Weges neben­ein­an­der her. Wäh­rend der Dachs aber auf den Weg ach­te­te, blick­te der Iltis immer wie­der zum nächt­li­chen Him­mel hin­auf. Dabei über­sah er einen Was­ser­tüm­pel und fiel hin­ein.
Das war zwar wei­ter nicht schlimm, aber der Dachs konn­te sich vor Lachen kaum hal­ten und rief immer wie­der scha­den­froh: Das kommt davon, wenn man zuviel nach oben schaut!“ Danach ging der Dachs allei­ne wei­ter. Der Iltis putz­te noch eine Wei­le an sich her­um, blick­te wie­der zum Him­mel hin­auf und setz­te dann sei­nen Weg fort. Bald traf er wie­der auf den Dachs. Der hat­te sich in der Zwi­schen­zeit total ver­irrt und war heil­froh, dass der Iltis ihn glück­lich nach Hau­se brach­te. Wie hast du das bloß geschafft?“, frag­te der Dachs. Ich hab nach oben geschaut und mich nach den Ster­nen gerich­tet!“, ant­wor­te­te der Iltis. Und dafür nimmst Du in Kauf, dass Du hin und wie­der in den Tüm­pel fällst?“, mein­te der Dachs. Ja und dass ein Dachs dar­über lacht!“, sag­te der Iltis.
Eine lus­ti­ge Fabel aus der Welt der Tie­re mit viel Tief­gang. Denn wir alle haben ja längst bemerkt wovon da die Rede ist. Der Blick nach oben ist mein Ver­hält­nis zu Gott, und das auf den Weg ach­ten, beinhal­tet alles, was so mei­nen All­tag ausmacht:

Bewahrt euch den Blick nach oben!”

Mein Arbei­ten und Sor­gen und was mir sonst noch in mei­nem Leben wich­tig ist. Und die Fra­ge an uns alle, die aus die­ser Fabel nun auf­taucht lau­tet: Wel­che Blick­rich­tung bestimmt mein Leben? Der Erzäh­ler mei­ner Fabel wür­de sagen: Bewahrt euch den Blick nach oben! Und wir, wie geht es uns dabei? Kom­men wir uns in unse­rem Leben nicht manch­mal vor, wie Wan­de­rer ohne Ziel, wie Men­schen, die drauf und dran sind sich zu ver­lau­fen?
Jede Pil­ger­rei­se ist ein Auf­bruch, ein Aben­teu­er, aber auch eine Mög­lich­keit sich wie­der dem Wesent­li­chen des Lebens zu nähern: In der Begeg­nung mit ande­ren Men­schen, an hei­li­gen Orten, wo wir auf­tan­ken kön­nen, beim Gebet und beim Got­tes­dienst, beim Reden und beim Schwei­gen, der Blick nach oben!
Auch wenn es nur weni­ge Minu­ten am Tag sind, die­se Minu­ten sind wich­tig, denn sie unter­schei­den den Men­schen von einer Maschi­ne und eine Pil­ger­rei­se von einem Urlaub­strip! Auch wenn unse­re Rei­sen nach weni­gen Tagen zu Ende gehen, im Her­zen gehen sie wei­ter, wir neh­men viel mit für unse­ren All­tag. Nah­rung des Kör­pers – Nah­rung der See­le.
In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ihnen viel Lust aufs Aben­teu­er, auf das Pro­gramm des kom­men­den Jah­res und grü­ße Sie zusam­men mit unse­rer Pil­ger­lei­te­rin Ire­ne Huber und unse­rer neu­en Sekre­tä­rin Manue­la Greiner.

Ihr
Msgr. Man­fred Ertl DK

Pilgerstelle-Foto-Geins-2018

Wallfahrtsort Altötting

Alt­öt­ting, am Ran­de des Bis­tums Pas­sau, ist einer der bedeu­tends­ten Mari­en-Wall­fahrts­or­te in Deutsch­land und Jahr für Jahr das Ziel von Tau­sen­den Pil­gern, die sich auf den Weg zur Schwar­zen Madon­na“ in der Gna­den­ka­pel­le machen und sie um Hil­fe bit­ten. Der Legen­de nach ist hier im Jahr 1489 ein Wun­der pas­siert. Ein klei­ner Bub, tot­ge­glaubt nach einem Sturz in einen Bach, öff­ne­te nach dem instän­di­gen Gebet sei­ner Mut­ter und wei­te­rer Gläu­bi­ger wie­der die Augen. 

Die Anzie­hungs­kraft der Schwar­zen Madon­na“ ist im Lau­fe der Zeit ste­tig gewach­sen. Dazu bei­getra­gen hat sicher­lich auch ein Ereig­nis im Jahr 2006: Papst eme­ri­tus Bene­dikt XVI. knie­te bei sei­nem Besuch im Hei­mat­bis­tum vor der Madon­na nie­der. Zwei Jah­re spä­ter ver­lieh er der Wall­fahrts­kir­che von Alt­öt­ting die Gol­de­ne Rose. Dabei han­delt es sich um eine sehr hohe päpst­li­che Auszeichnung.

Wer nach Alt­öt­ting pil­gert – sei es bei einer der gro­ßen Wall­fahr­ten gemein­sam mit vie­len ande­ren Gläu­bi­gen, oder auch allei­ne mit sich selbst – der wird spü­ren, dass eine beson­de­re Kraft von die­sem Wall­fahrts­ort aus­geht. Alt­öt­ting ist übri­gens nicht nur bei Pil­gern aus Deutsch­land beliebt, son­dern gehört zu den so genann­ten Shri­nes of Euro­pe“, den sie­ben wich­tigs­ten Mari­en­wall­fahr­sor­ten Euro­pas. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf der Home­page www​.altoet​ting​-wall​fahrt​.de.

Ganz besondere Einblicke in den bedeutsamen Wallfahrtsort gibt es außerdem in diesem Video:

Weitere Wallfahrtsorte im Bistum Passau

Neben Alt­öt­ting gibt es im Bis­tum Pas­sau vie­le wei­te­re Wall­fahrts­or­te mit Wall­fahrts­kir­chen, die belieb­tes Ziel von Pil­gern sind. Dazu zäh­len Pas­sau-Maria­hilf, Samma­rei, Halb­mei­le, Mari­en­burg und Pfarr­kir­chen-Gart­lberg. Hin­zu kom­men noch fast ein­hun­dert Kir­chen und Kapel­len am Weges­rand, zu denen Pil­ger frü­her Zuflucht such­ten, die aber heu­te als Wall­fahrts­stät­ten fast ver­ges­sen sind. War­um die­se nicht neu entdecken?

Pilgerwege im Bistum Passau

Bei Wall­fahr­ten gibt es immer ein bestimm­tes Ziel, zu dem der Weg hin­führt. Beim Pil­gern hin­ge­gen ist der Weg das Ziel. Bekann­tes­ter Pil­ger­weg ist der Jakobs­weg, der im spa­ni­schen San­tia­go de Com­pos­te­la endet. Doch war­um in die Fer­ne schwei­fen? Auch durch das Bis­tum Pas­sau füh­ren zahl­rei­che Weg­stre­cken, die es lohnt, ent­deckt zu werden. 

Ein gutes Bei­spiel: Der Euro­päi­sche Pil­ger­weg Via Nova“, der 2005 mit dem Ziel eröff­net wur­de, dass sich Men­schen direkt in ihrer Hei­mat auf den Weg machen kön­nen. Er führt durch Öster­reich, Tsche­chi­en und Deutsch­land – ein guter Teil des Weges durch­quert auch Nie­der­bay­ern. Eine genaue Weg­be­schrei­bung und mehr Infos fin­den Sie unter www​.pil​ger​weg​-via​no​va​.eu.

Beliebt ist auch der Pil­ger­weg St. Wolf­gang. Er ist etwa 300 Kilo­me­ter lang und wur­de in Zusam­men­ar­beit mit Gemein­den, Pfar­rei­en, Klös­tern und Tou­ris­mus­or­ga­ni­sa­tio­nen ent­wi­ckelt. Auf den Spu­ren des Hei­li­gen Wolf­gang wer­den vie­le Sta­tio­nen im Baye­ri­schen Wald ange­steu­ert. Mehr unter www​.wolf​gangs​weg​.de.

Schließ­lich füh­ren eini­ge Pil­ger­we­ge direkt in das Herz der Wall­fahrt im Bis­tum Pas­sau: Den berühm­ten Mari­en-Wall­fahrts­ort Alt­öt­ting. Dazu gehö­ren unter ande­rem die Pil­ger­we­ge St. Rupert, Via Maria oder auch der Eng­fur­ter Weg. Die­se und wei­te­re Pil­ger­we­ge nach Alt­öt­ting kön­nen Sie hier entdecken.

Bei Rück­fra­gen ste­hen Ihnen die Mit­ar­bei­ter der Diö­ze­san­pil­ger­stel­le Pas­sau-Alt­öt­ting ger­ne als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Wen­den Sie sich an:

Diö­ze­san­pil­ger­stel­le Pas­sau
Resi­denz­platz 8 
D-94032 Pas­sau
Tel.: +49 851 3931432 oder -1433
Fax: +49 851 393 – 9091432
E-Mail: pilgerbuero@​bistum-​passau.​de
per­sön­li­che Bera­tung vor Ort nach tele­fo­ni­scher Vereinbarung

Diö­ze­san­pil­ger­stel­le Alt­öt­ting
Deka­nats­haus, Kapell­platz 8
D-84503 Alt­öt­ting
Tel.: +49 151 18029933
E-Mail: irene.​huber@​bistum-​passau.​de
Diens­tag: 9.00 bis 14.00 Uhr (Saal parterre)