Jugend

Straßkirchner feiern Don Bosco

Stefanie Hintermayr am 31.01.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Kinder, Jugendliche und Familien haben den Heiligen Johannes Bosco mit einem Jugendgottesdienst mit Bischof Stefan Oster SDB in Straßkirchen gefeiert. Jedes Jahr an seinem Gedenktag erinnert das Bistum an den Ordensgründer der Salesianer Don Boscos, der sich zeitlebens für Jugendliche eingesetzt hat und dafür, dass ihr Leben gelingt.

Jedes Jahr am 31. Janu­ar wird dem Hei­li­gen Johan­nes Bosco (18151888) in beson­de­rer Wei­se gedacht. Es ist der Gedenk­tag des Hei­li­gen, der sich zeit­le­bens im 19. Jahr­hun­dert im ita­lie­ni­schen Turin für jun­ge Men­schen ein­ge­setzt hat. Schon seit eini­gen Jah­ren hat es im Bis­tum Pas­sau Tra­di­ti­on, dass Bischof Ste­fan Oster die­sen Tag mit einem Jugend­got­tes­dienst, jeweils in einer Pfar­rei, gemein­sam mit Kin­dern, Jugend­li­chen und Fami­li­en fei­ert. Heu­er fand das Fest in Straß­kir­chen in der Pfarr­kir­che St. Ägi­di­us statt, sehr zur Freu­de von Pfar­rer Andre­as Erndl und den bei­den Haupt­or­ga­ni­sa­to­rin­nen Edith Drex­ler, Lei­te­rin des Minis­tran­ten­re­fe­rats und Jugend­seel­sor­ge­rin Caro­lin Ber­ger vom Kirch­li­chen Jugend­bü­ro Passau.

Ich freue mich sehr, die­ses Fest als Sale­sia­ner Don Boscos in einer Gemein­schaft fei­ern zu kön­nen“, begrüß­te der Bischof die Mit­fei­ern­den zu Beginn des Got­tes­diens­tes. Er ver­wies auf die Mis­si­on sei­nes Ordens­va­ters, der sich zu Leb­zei­ten im von hoher Jugend­ar­beits­lo­sig­keit gepräg­ten Turin für Jugend­li­che ein­ge­setzt hat­te, damit deren Leben gelingt. Er zitier­te ihn mit einem sei­ner bekann­tes­ten Aus­sprü­che: Fröh­lich sein, Gutes tun und die Spat­zen pfei­fen las­sen!“ Die­sen Satz Don Boscos ver­an­schau­lich­ten dann auch die bei­den Minis­tran­tin­nen Sophia und Lea und Minis­trant Mar­kus in einem klei­nen Rollenspiel.

Apostel der Freude

Nach einem kur­zen Über­blick über das Leben sei­nes Ordens­va­ters ver­wies Bischof Oster in sei­ner Pre­digt auf einen wei­te­ren Aus­spruch Don Boscos, den er zu Leb­zei­ten zu den Jugend­li­chen gesagt hat­te: Ich will euch zeit­lich und ewig glück­lich sehen.“ Die­ser Satz brin­ge die Mis­si­on Don Boscos gut zum Aus­druck, so der Bischof. Und das hat natür­lich mit die­ser Freu­de zu tun, die in dem Wort Fröh­lich sein, Gutes tun und die Spat­zen pfei­fen las­sen‘ vor­kommt.“ Der ers­ten Lesung zufol­ge habe der Apos­tel Pau­lus genau das in ande­ren Wor­ten zum Aus­druck gebracht, als er sag­te: Freut euch im Herrn.“ Pau­lus spre­che von einer inne­ren Wirk­lich­keit, die aus der Ver­bin­dung mit Chris­tus kom­me, die einen im Frie­den hal­te und immer wie­der in die Freu­de füh­re, so der Bischof.

Don Bosco habe wie Pau­lus den­sel­ben Frie­den und die­sel­be Freu­de in sich gehabt. Und die­se Freu­de hat­te er auch den Jugend­li­chen ver­mit­teln wol­len, selbst wenn im Turin des 19. Jahr­hun­derts die Zeit gera­de für Jugend­li­che sehr schwie­rig gewe­sen sei, mein­te er. Don Bosco hät­te für Woh­nung, Nah­rung und Klei­dung gesorgt. Aber das Eigent­li­che war: Wie geht es, dass man in die inne­re Freu­de kommt, die er sel­ber in sich gehabt hat? Und es war natür­lich die Ver­bin­dung mit dem Herrn und die Jugend­li­chen. Denen hat er Hei­mat gege­ben, und die haben in sei­ner Nähe gespürt: Da bin ich daheim. Da ist ein Mensch, der sich wirk­lich für mich interessiert.‘“

Mit sei­ner Für­sor­ge habe Don Bosco die Jugend­li­chen berührt, die sich wie­der­um von Chris­tus berüh­ren lie­ßen und so in die Freu­de fan­den. In die Freu­de dar­über, dass er da sein darf, dass Gott mit ihm ist, dass er einen Vater hat, dass er in Chris­tus einen Bru­der hat. Und lie­be Schwes­tern und Brü­der, das gilt im Grun­de für uns alle. Als getauf­te Chris­tin­nen und Chris­ten dür­fen wir Anteil an die­ser Freu­de haben. Und wir dür­fen uns immer wie­der dar­an erin­nern und erin­nert werden.“

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Zum Schluss des Got­tes­diens­tes lud Jugend­seel­sor­ge­rin Caro­lin Ber­ger alle Mit­fei­ern­den noch zu einem klei­nen, gemein­sa­men Pfeif­kon­zert“ ein. Zu Beginn wur­den von Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten bun­te Vogel-Pfei­fen ver­teilt, die schließ­lich Don Boscos Spruch getreu zum Ein­satz kamen: Fröh­lich sein, Gutes tun und die Spat­zen pfei­fen las­sen.“ Ein abschlie­ßen­der Dank von Pfar­rer Andre­as Erndl galt dann noch allen Betei­lig­ten für das Gelin­gen des Jugend­got­tes­diens­tes, allen vor­an Bischof Ste­fan Oster, den bei­den Orga­ni­sa­to­rin­nen Edith Drex­ler und Caro­lin Ber­ger, Mes­ne­rin Rita Rühlow, der Scho­la St. Vitus Hau­zen­berg für die musi­ka­li­sche Gestal­tung sowie den Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten und den Jugend­grup­pen des Pfarr­ver­bands. Gele­gen­heit zu Aus­tausch und Gespräch bestand schließ­lich noch beim Steh­emp­fang im Gemeindesaal.

Fröh­lich sein, Gutes tun und die Spat­zen pfei­fen lassen.”

Don Bosco

Don Boscos Leben

Don (Giovanni/​Johan­nes) Bosco wur­de am 16. August 1815 in der Nähe von Turin (Becchi/​Castelnuovo) gebo­ren. Nach eige­nen Anga­ben hat­te er mit neun Jah­ren einen Traum, der aus­schlag­ge­bend dafür war, dass er Pries­ter wer­den woll­te. Schon vor sei­ner pries­ter­li­chen Lauf­bahn setz­te er sich als Erzie­her und Leh­rer für benach­tei­lig­te und aus­ge­grenz­te Jugend­li­che ein. Im Jahr 1841 wur­de er schließ­lich zum Pries­ter geweiht. Die Jugend­li­chen blie­ben sei­ne Mis­si­on. In Turin mach­te er sich mit ihnen auf die Suche nach ihren Talen­ten und Fähig­kei­ten, um ihnen ein bes­se­res Leben zu ermög­li­chen und ggf. von der Stra­ße weg‑, aus der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit her­aus­zu­ho­len. Revo­lu­tio­när zur dama­li­gen Zeit war Don Boscos Erzie­hungs­stil, bei dem er jun­gen Men­schen Wer­te wie Gebor­gen­heit, Ver­trau­en und Aner­ken­nung sowie einen fried­vol­len Umgang mit­ein­an­der ver­mit­tel­te. Sein Ziel war, ihnen die Tür zu einem bes­se­ren Leben zu öff­nen und ihnen eine Aus­bil­dung zu ermög­li­chen. Sein Mut und Opti­mis­mus steck­te vie­le der Jugend­li­chen der­art an, dass sie Don Bosco in sei­ner Mis­si­on unter­stüt­zen woll­ten. Und so grün­de­te er im Jahr 1859 die Ordens­ge­mein­schaft der Sale­sia­ner Don Boscos, benannt nach dem Hei­li­gen Franz von Sales. Sei­nem Lebens­mot­to Fröh­lich sein, Gutes tun und die Spat­zen pfei­fen las­sen“ blieb er bis zu sei­nem Tod am 31. Janu­ar 1888 treu. Don Bosco wur­de 1929 selig- und 1934 heiliggesprochen.

Heiliger Don Bosco

Am 31. Januar gedenken wir dem Heiligen Johannes Bosco. In Turin hat er sich sein Leben für bedürftige Jugendliche eingesetzt, um ihnen eine gute Zukunft zu ermöglichen. Sein gegründeter Orden der Salesianer Don Boscos, dem auch unser Bischof Stefan Oster angehört, wirkt bis heute weltweit.

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