„Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Expartner getötet”
Psychische, physische und sexuelle Gewalt gegen Frauen findet täglich und mitten unter uns statt. Sie passiert nicht nur „andernorts“, sondern auch in unserer Region. Auf diesen gesellschaftlichen Missstand will eine Aktionsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Einrichtungen und Gremien in Stadt und Landkreis Passau, aufmerksam machen – und dagegen vorgehen. Deshalb beteiligt sich die Aktionsgruppe auch in diesem Jahr am Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“. Rund um den 25. November 2025 sind verschiedene Aktionen geplant, am Montag informierten die Verantwortlichen im Rahmen eines Pressegesprächs in der Fachstelle für Täterarbeit von pro familia in Passau.
„Es gibt pro Jahr um die 280.000 Fälle deutschlandweit. Körperverletzungen, Übergriffe häuslicher Gewalt, die Tendenz steigend. Die Dunkelziffer wird auf das 10-fache geschätzt.”
Im Interview erfahren Sie mehr über das Thema:
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Rund um den 25. November 2025 sind verschiedene Aktionen geplant. Am Montag, den 17. November, steht ein Onlinevortrag auf dem Programm mit dem Thema: Häusliche Gewalt — von Grenzverletzungen bis zu strafbaren Handlungen.
Am Donnerstag, den 20. November, ergeht die herzliche Einladung zum ökumenischen Abendgebet in der evangelischen Stadtpfarrkirche St. Matthäus in Passau. Beginn ist um 18 Uhr.
Am 21. November wird verteilt in Kinos im Bistum Passau jeweils um 19 Uhr der Film: „Der Gesang der Flusskrebse“ gezeigt. Er erzählt die Geschichte eines Mädchens, das als Kind von ihrer Familie verlassen wird und allein in den Sümpfen von North Carolina aufwächst. Sie wird zur Außenseiterin, die im Einklang mit der Natur lebt. Als ein Mann, den sie kennenlernt, tot aufgefunden wird, gerät die junge Frau unter Mordverdacht. Der Prozess enthüllt die Geheimnisse ihrer Vergangenheit.
„NEIN zu Gewalt an Frauen“ - Aktionen in Passau
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Screenshot: pbp
Hauptaktionstag ist dann der Internationale Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November. Hier wird in der Bahnhofshalle in Passau eine Mahnwache von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr abgehalten. An einem Infostand werden die Ansprechpartnerinnen über die Brisanz und die Problematik nicht nur informieren, es soll an dem Tag auch den verstorbenen Frauen aufgrund von häuslicher Gewalt und von Femizid gedacht werden.
Am Mittwoch, den 26. November, wird der Blick dann noch auf die Situation im Ausland gerichtet. Es findet ein Vortrag im Evangelischen Zentrum St. Matthäus in Passau statt – der Titel: „Frauenrechte in Afghanistan — wie konnte es so weit kommen?“.
Bild: Thomas König
Hier die Übersicht aller Verantwortlichen und Partner: Referate Frauen und Männer der Diözese Passau, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis und Stadt Passau, amnesty international, Katholischer Deutscher Frauenbund, Evangelisches Dekanatsfrauenteam, pro familia, Solwodi e. V., Sozialdienst katholischer Frauen/Frauenhaus, VHS Passau, Weißer Ring, Soroptimist International Club Passau, Universität Passau.


