Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Die aktuelle Ausstellung in Spectrum Kirche Passau zeigt 23 ausgewählte Werke des niederbayerischen Künstlers Klaus Büchler. Zu sehen sind durchgeschliffene, gravierte, polierte, sandgestrahlte und diamantgeritzte Unikate in strenger Formensprache.
Der Titel der aktuellen Ausstellung im Exerzitien- und Bildungshaus Spectrum Kirche Passau „Mit Schliff“ verrät bereits das Material der Kunstwerke, die gezeigt werden: Glasskulpturen, äußerst kunstvoll und auf vielfältige Art und Weise vom niederbayerischen Künstler Klaus Büchler geschaffen. „Warum heißt die Ausstellung ‚Mit Schliff‘? Ganz einfach, weil das sozusagen das Handwerkszeug und die Bearbeitungsweise für Glas schlechthin ist“, erklärt Hausleiter und KünstlerSeelsorger Bernhard Kirchgessner. Denn gerade beim Bearbeiten der Glas-Rohlinge gibt es verschiedenste Techniken. So sind durchgeschliffene, gravierte, polierte, sandgestrahlte und diamantgeritzte Glasskulpturen zu sehen. Allesamt Unikate in strenger Formsprache, so Kirchgessner. „Manche Künstler arbeiten eher fließend oder abstrahierend. Bei Büchler ist das eine ganz klare Sprache.“
Vielfalt beim Glas
Die Vielfalt der Bearbeitungstechniken kommen bei den 23 ausgewählten Glasskulpturen sehr gut zum Ausdruck. Und gerade das mache das Material Glas auch so spannend, so Kirchgessner. „Man kann es polieren, gravieren, sandstrahlen oder diamantritzen. Dazu braucht man immer die entsprechenden Werkzeuge, denn Glas ist eigentlich ein sehr fragiles Material. Und es ist gigantisch, was man mit diesem fragilen Material alles machen kann.“ Bei der Bearbeitung gilt: Je dünner das Glas, umso größer die Herausforderung für den Künstler. „Als Laie hat man dabei immer im Hinterkopf: Hoffentlich zerbricht da nichts. Das ist schon eine Kunst für sich.“
Kirche aus Glas
Die in der Ausstellung gezeigten Werke sind ausschließlich abstrahierend – bis auf eines. Dieses ganz konkrete Kunstwerk ist in der Hauskapelle zu sehen: Eine Kirche aus Glas. „Es ist insofern interessant, als es in dieser Kirche zwei Zugänge gibt: einen von vorne und einen von hinten. Und das finde ich theologisch ganz spannend. Von vorne kommt sozusagen die größere Masse, die in die Kirche einströmt, wie man das von Gottesdiensten kennt. Von hinten kommen die Leute, die vielleicht erst im Laufe ihres Lebens auf den Glauben aufmerksam werden und dann ‚von hinten‘, also in späteren Jahren, zur Kirche und zum Glauben finden.“ Dieses Objekt, eine „transparente Kirche“ zeige genau das, was die Kirche heutzutage brauche, so Kirchgessner. „Weit offene Türen und eine ganz große Transparenz.“
Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
"Mit Schliff" - Podcast zur Ausstellung
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Information und Anmeldung
Die Ausstellung läuft bis zum 31. Juli und ist wochentags von 9 bis 16 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen nach telefonischer Anmeldung zu sehen. Weitere Informationen gibt es auf der Website von Spectrum Kirche:



