Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Das Herzensgebet ist eine besondere Gebetsform, die ihren Ursprung im frühen Mönchtum hat. Auch heute kann diese Meditationsform in die Stille und den inneren Frieden führen. Ambrosius Obermeier kennt sich hier aus und kam in unserer Adoratio-Interviewreihe mit Katharina Hauser ins Gespräch.
Das Herzensgebet hat eine lange geistliche Tradition – was genau versteht man darunter, und was unterscheidet es von anderen Gebetsformen?
Ambrosius Obermeier: Das Herzensgebet kann zu den„kontemplativen“ Gebetsformen gezählt werden. Es geht dabei vor allem um den inneren Vollzug und um die persönliche Begegnung mit Gott. Konkrete Bitten oder Texte stehen hierbei nicht im Vordergrund, wie etwa in der Liturgie oder im Bittgebet. Zudem unterscheidet sich das Herzensgebet von„betrachtenden“ Gebetsformen wie etwa dem Rosenkranz oder dem Kreuzweg, bei denen innere bzw. äußere Bilder oder Ereignisse meditiert werden. Das Herzensgebet beschränkt sich auf lediglich einen Satz: …



