Bistumsblatt

Gott im Herzen begegnen

Redaktion am 25.08.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Das Herzensgebet ist eine besondere Gebetsform, die ihren Ursprung im frühen Mönchtum hat. Auch heute kann diese Meditationsform in die Stille und den inneren Frieden führen. Ambrosius Obermeier kennt sich hier aus und kam in unserer Adoratio-Interviewreihe mit Katharina Hauser ins Gespräch.

Das Her­zens­ge­bet hat eine lan­ge geist­li­che Tra­di­ti­on – was genau ver­steht man dar­un­ter, und was unter­schei­det es von ande­ren Gebetsformen?


Ambro­si­us Ober­mei­er: Das Her­zens­ge­bet kann zu den​„kon­tem­pla­ti­ven“ Gebets­for­men gezählt wer­den. Es geht dabei vor allem um den inne­ren Voll­zug und um die per­sön­li­che Begeg­nung mit Gott. Kon­kre­te Bit­ten oder Tex­te ste­hen hier­bei nicht im Vor­der­grund, wie etwa in der Lit­ur­gie oder im Bitt­ge­bet. Zudem unter­schei­det sich das Her­zens­ge­bet von​„betrach­ten­den“ Gebets­for­men wie etwa dem Rosen­kranz oder dem Kreuz­weg, bei denen inne­re bzw. äuße­re Bil­der oder Ereig­nis­se medi­tiert wer­den. Das Her­zens­ge­bet beschränkt sich auf ledig­lich einen Satz: …

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