Bistum

Empfehlungen zur Beichte

Stefanie Hintermayr am 13.02.2025

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

Die Koordinationsstelle Prävention sexualisierter Gewalt des Bistums Passau veröffentlicht eine neue Broschüre mit dem Titel „Für ein achtsames Miteinander – Handlungsempfehlungen zum Sakrament der Versöhnung“.

Für ein acht­sa­mes Mit­ein­an­der setzt sich das Bis­tum Pas­sau stets ein. Da dies auch beim Sakra­ment der Buße wich­tig ist, wur­de eine neue Bro­schü­re mit dem Titel Für ein acht­sa­mes Mit­ein­an­der – Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zum Sakra­ment der Ver­söh­nung“ ver­öf­fent­licht. Die Beich­te wird ja immer wie­der mit dem Miss­brauchs­ge­sche­hen in der katho­li­schen Kir­che in Zusam­men­hang gebracht. Die Beich­te, der Beicht­stuhl als Tat­ort, als Ort der Anbah­nung, auch für Grenz­ver­let­zung und Über­grif­fig­kei­ten“, erklärt Prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­te Bet­ti­na Sturm. Inspi­riert von der Bro­schü­re Unter 4 Augen“ der Erz­diö­ze­se Wien hat­te sie die Idee für eine eige­ne Bro­schü­re für das Bis­tum Pas­sau, erar­bei­tet von Kle­ri­kern und pas­to­ra­len Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. Prä­ven­ti­on sei schließ­lich, so Bet­ti­na Sturm, inte­gra­ler Bestand­teil der pas­to­ra­len Arbeit. Das Ergeb­nis prä­sen­tiert sie zusam­men mit Diö­ze­san­ju­gend­pfar­rer Huber­tus Ker­scher und Flo­ri­an Kand­ler, Refe­rent für Sakra­men­ten­pas­to­ral hier im Video.

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In den ein­zel­nen Kapi­teln wer­den u. a. die Beicht­vor­be­rei­tung, das Beicht­ge­spräch an ver­schie­de­nen Beich­tor­ten, das Gelin­gen des Beicht­ge­sprächs und die Selbst­re­fle­xi­on der Beicht­pries­ter genau the­ma­ti­siert. Zur Beicht­vor­be­rei­tung, die zen­tral im Reli­gi­ons­un­ter­richt und der Erst­kom­mu­ni­on­vor­be­rei­tung ver­or­tet ist, erklärt Flo­ri­an Kand­ler: Die Ver­ant­wort­li­chen ste­hen hier vor der Her­aus­for­de­rung, die­ses Sakra­ment in einem ganz posi­ti­ven und heil­sa­men Licht zu betrach­ten. Wir betrach­ten Sakra­men­te schließ­lich als Zei­chen der Lie­be Got­tes, die erleb­bar wer­den.“ Grund­sätz­lich sei die Beich­te an jedem dafür geeig­ne­ten Ort mög­lich, betont Jugend­pfar­rer Huber­tus Ker­scher und nennt bei­spiel­haft den klas­si­schen Beicht­stuhl und das Beicht­zim­mer. Die Idee ist immer, eine Atmo­sphä­re zu schaf­fen, die stö­rungs­frei ist und natür­lich auch Sicher­heit für den Beich­ten­den oder die Beich­ten­de ver­mit­telt.“ Wich­tig sei zudem die kla­re Rol­le des Beicht­pries­ters, so Ker­scher. Die Beich­te sei weder Psy­cho­the­ra­pie noch Poli­zei­ver­hör. Der Beich­ten­de sol­le stets sagen kön­nen, was er bereut, und sich nicht gedrängt füh­len. Das bedeu­tet, auch immer wie­der zu reflek­tie­ren, wie ich als Beicht­pries­ter auf ande­re wir­ke und wer mir gegen­über­sitzt.“ Das sei, so Ker­scher, Grund­vor­aus­set­zung dafür, dass sich das Gegen­über öff­net und die Ver­ge­bung Got­tes auch anneh­men kann.

Die Bro­schü­re sei, so Prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­te Bet­ti­na Sturm, eine gute Ori­en­tie­rung sowohl für Beicht­pries­ter als auch für Beich­ten­de. Gera­de auch Eltern, Kin­der und Jugend­li­che lädt sie dazu ein, einen Blick in die Bro­schü­re zu wer­fen. Wenn man sich an die­sen Emp­feh­lun­gen ori­en­tiert, dann wird es ein­fach, nichts mehr falsch zu machen und einen siche­ren emo­tio­na­len Raum zu schaffen.“

Die Broschüre im Domladen und als Download

Die Bro­schü­re Für ein acht­sa­mes Mit­ein­an­der – Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zum Sakra­ment der Ver­söh­nung“ liegt zur Mit­nah­me in unse­rem Dom­la­den aus. Hier der Download:

download

Handlungsempfehlungen zum Sakrament der Versöhnung

PDF  ·  10.14 mb

Weitere Informationen

Prävention gegen sexualisierte Gewalt

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