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Mit Gott kommt es erstens immer anders und zweitens als man denkt. Aber nur, wenn wir ihn in unserem Leben präsent sein und uns von ihm überraschen lassen. Und, wenn wir unser Leben nach seinen Geboten ausrichten: Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe. Einen „Erste-Hilfe-Koffer“ hierfür hat Gemeindereferentin Jennifer Kinder in ihrem Impuls zum 25. Oktober 2026.
Erstens kommt es anders – und zweitens als man denkt. Die Schriftgelehrten im heutigen Evangelium sind schon lange genervt von Jesus. Mit ihrer Frage nach dem wichtigsten Gebot waren sie sich ziemlich sicher, dass sie ihn nun endlich final vor Gericht stellen können. Aber erstens kommt es auch für die Pharisäer anders und zweitens als sie gedacht haben.
Die Antwort Jesu ist weltberühmt geworden: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.” Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.“ Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe – sie bedingen sich gegenseitig. Ihr Gleichgewicht zu halten ist eine Lebensaufgabe.
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Für den Fall, dass mein Leben einmal wieder im Chaos zu versinken droht, hab ich einen kleinen Erste-Hilfe-Koffer, der mich meistens wieder ins Gleichgewicht bringt:
Für die Pflege meiner Gottesliebe sage ich Gott ein kleines Dankeschön. Zum Beispiel: Danke Gott, dass du mich an dich denken lässt.
Für die Selbstliebe: rede ich mit mir, wie mit einer guten Freundin. Ich geh mit niemandem so hart ins Gericht, wie mit mir. Also: Sei nett zu dir! Und vor allem: verzeih dir!
Und wenn ich schließlich an die Grenzen meiner Nächstenliebe komme hilft mir ein kurzes Gebet. “Herr, lieb du ihn, denn ich kann es nicht.”
Mein kleiner Erste-Hilfe-Koffer hilft mir mein Gleichgewicht von Gottes‑, Nächsten- und Selbstliebe wieder zu finden. Wenn Gott mich an ihn denken lässt, dann bin ich immer wieder neu von seiner Liebe und Präsenz in meinem Leben überrascht und merke: Mit Gott kommt es erstens immer anders – und zweitens als man denkt.
Jennifer Kinder
Gemeindereferentin in Fürstenzell

