Das glauben wir

Es kommt anders als man denkt!

Redaktion am 23.10.2026

Info Icon Foto: Bayer / pbp

Mit Gott kommt es erstens immer anders und zweitens als man denkt. Aber nur, wenn wir ihn in unserem Leben präsent sein und uns von ihm überraschen lassen. Und, wenn wir unser Leben nach seinen Geboten ausrichten: Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe. Einen „Erste-Hilfe-Koffer“ hierfür hat Gemeindereferentin Jennifer Kinder in ihrem Impuls zum 25. Oktober 2026.

Ers­tens kommt es anders – und zwei­tens als man denkt. Die Schrift­ge­lehr­ten im heu­ti­gen Evan­ge­li­um sind schon lan­ge genervt von Jesus. Mit ihrer Fra­ge nach dem wich­tigs­ten Gebot waren sie sich ziem­lich sicher, dass sie ihn nun end­lich final vor Gericht stel­len kön­nen. Aber ers­tens kommt es auch für die Pha­ri­sä­er anders und zwei­tens als sie gedacht haben.

Die Ant­wort Jesu ist welt­be­rühmt gewor­den: ​“Du sollst den Herrn, dei­nen Gott, lie­ben mit gan­zem Her­zen, mit gan­zer See­le und mit dei­nem gan­zen Den­ken. Das ist das wich­tigs­te und ers­te Gebot.” Eben­so wich­tig ist das zwei­te: Du sollst dei­nen Nächs­ten lie­ben, wie dich selbst.“ Got­tes­lie­be, Nächs­ten­lie­be und Selbst­lie­be – sie bedin­gen sich gegen­sei­tig. Ihr Gleich­ge­wicht zu hal­ten ist eine Lebensaufgabe.

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Für den Fall, dass mein Leben ein­mal wie­der im Cha­os zu ver­sin­ken droht, hab ich einen klei­nen Ers­te-Hil­fe-Kof­fer, der mich meis­tens wie­der ins Gleich­ge­wicht bringt:

Für die Pfle­ge mei­ner Got­tes­lie­be sage ich Gott ein klei­nes Dan­ke­schön. Zum Bei­spiel: Dan­ke Gott, dass du mich an dich den­ken lässt. 
Für die Selbst­lie­be: rede ich mit mir, wie mit einer guten Freun­din. Ich geh mit nie­man­dem so hart ins Gericht, wie mit mir. Also: Sei nett zu dir! Und vor allem: ver­zeih dir!
Und wenn ich schließ­lich an die Gren­zen mei­ner Nächs­ten­lie­be kom­me hilft mir ein kur­zes Gebet. ​“Herr, lieb du ihn, denn ich kann es nicht.” 

Mein klei­ner Ers­te-Hil­fe-Kof­fer hilft mir mein Gleich­ge­wicht von Gottes‑, Nächs­ten- und Selbst­lie­be wie­der zu fin­den. Wenn Gott mich an ihn den­ken lässt, dann bin ich immer wie­der neu von sei­ner Lie­be und Prä­senz in mei­nem Leben über­rascht und mer­ke: Mit Gott kommt es ers­tens immer anders – und zwei­tens als man denkt.

Jen­ni­fer Kin­der
Gemein­de­re­fe­ren­tin in Fürstenzell

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