Bistum

Plan Gewinn- und Verlustrechnung 2026

Redaktion am 19.01.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Bistum Passau legt Plan Gewinn- und Verlustrechnung 2026 mit negativem Ergebnis vor.

Das Bis­tum Pas­sau star­tet mit einem geplan­ten Jah­res­fehl­be­trag von rund 1,6 Mil­lio­nen Euro in das neue Jahr. Auch für die­ses Jahr konn­ten wir kei­nen aus­ge­gli­che­nen Haus­halt vor­le­gen“, erklärt Finanz­di­rek­tor Dr. Josef Sonn­leit­ner bei der Ver­öf­fent­li­chung der dies­jäh­ri­gen Plan Gewinn- und Ver­lust­rech­nung. Im Ver­gleich zum Vor­jahr mit rund 6 Mil­lio­nen Euro im Minus ist dies ein deut­lich gerin­ge­rer Fehl­be­trag“, so Sonn­leit­ner wei­ter, was vor allem dar­auf zurück­zu­füh­ren sei, dass wir in 2025 bei der Kir­chen­steu­er eine Seit­wärts­be­we­gung fest­stel­len konn­ten und wir des­halb auch für 2026 nicht mit einem Rück­gang bei der Kir­chen­steu­er rech­nen“. Mit Blick auf die nächs­ten Jah­re sei­en aktu­ell kei­ne dra­ma­ti­schen Rück­gän­ge“ zu erwar­ten, obwohl die Zahl der Kir­chen­aus­trit­te etwas ange­stie­gen ist. Das sei auch damit zu begrün­den, dass die­je­ni­gen, die der Kir­che treu blei­ben, z.B. durch Tarif­stei­ge­run­gen mehr Geld verdienen.

Alle Details zum Jahreshaushalt 2026 erklärt Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner im Interview:

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Strukturelle Veränderungen und Priorisierungsprozesse

Trotz gleich­blei­ben­der Kir­chen­steu­er­ein­nah­men sind die all­ge­mei­nen Preis­stei­ge­run­gen und ins­be­son­de­re stei­gen­de Per­so­nal­kos­ten den­noch Effek­te, die einen Haus­halts­aus­gleich ver­hin­dern und kon­kre­te Maß­nah­men erfor­dern. Das Bis­tum reagiert hier mit struk­tu­rel­len Ver­än­de­run­gen. Zum einen wer­den wie schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Bau­maß­nah­men inten­siv auf Not­wen­dig­keit und Umfang hin über­prüft. Dies gesche­he in gutem Ein­ver­neh­men mit den Kir­chen­stif­tun­gen, so Finanz­di­rek­tor Sonn­leit­ner. Zum ande­ren wur­de inner­halb der Diö­ze­se ein Prio­ri­sie­rungs­pro­zess ange­sto­ßen, der die ver­schie­de­nen Tätig­keits­be­rei­che der Kir­che von Pas­sau nach und nach prüft. Grund­la­ge hier­für sind Mis­si­on und Auf­trag‘ und die dar­aus abge­lei­te­ten stra­te­gi­schen Über­le­gun­gen.“ Für 2026 wur­de zudem eine Kür­zung der Haus­halts­zu­schüs­se um fünf Pro­zent beschlos­sen. Zum Kreis der Zuschuss­emp­fän­ger gehö­ren vor allem die Ver­bän­de des Bis­tums. Dr. Josef Sonn­leit­ner: Mit die­ser Kür­zung, die bereits mit allen Zuschuss­emp­fän­gern kom­mu­ni­ziert wur­de, soll ein Pro­zess zur Prio­ri­sie­rung der künf­ti­gen Auf­ga­ben in Gang kom­men. Die Ver­bän­de stel­len sich die­ser Auf­ga­be.“ In orga­ni­sa­to­ri­schen und struk­tu­rel­len Fra­gen wer­de wei­ter­hin die Zusam­men­ar­beit mit den Ver­bän­den ver­stärkt, sodass Syn­er­gien ent­ste­hen und gefes­tigt wer­den kön­nen. Der Diö­ze­san­steu­er­aus­schuss des Bis­tums hat zudem maß­geb­lich fest­ge­legt, dass die Kür­zung zu kei­ner Illi­qui­di­tät eines Ver­ban­des führt.

Stärkung der pastoralen Räume

Gezielt gestärkt wer­den auch 2026 die Qua­li­fi­zie­rung des Ehren­amts sowie die pas­to­ra­len Räu­me. Hier haben wir neue Zuschuss­mög­lich­kei­ten geschaf­fen“, erklärt der Finanz­di­rek­tor. Die­se Haus­halts­an­sät­ze erfol­gen unab­hän­gig von der Ent­wick­lung der Kir­chen­steu­er, da die erfor­der­li­chen Mit­tel aus Rück­la­gen finan­ziert wer­den.“ Vor rund zehn Jah­ren star­te­te im Bis­tum der pas­to­ral-struk­tu­rel­le Erneue­rungs­pro­zess. Nach bis­he­ri­ger Umset­zung der struk­tu­rel­len Ver­än­de­run­gen — wie der Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Ver­wal­tung mit­tels eta­blier­ter Ver­wal­tungs­zen­tren — rich­tet sich der Fokus seit gerau­mer Zeit auf die soge­nann­ten pas­to­ra­len Räu­me und die Zusam­men­ar­beit über die Gren­zen des Pfarr­ver­bands hin­weg. Zugang und Teil­ha­be sol­len ver­stärkt für die ehren­amt­lich Mit­wir­ken­den des Bis­tums wei­ter aus­ge­baut wer­den, auch durch das Social Intra­net WIR, durch das bereits eini­ge hun­dert Ehren­amt­li­che mit dem Haupt­amt im Bis­tum ver­netzt wer­den konn­ten. Die Finan­zie­rung die­ser Struk­tu­ren trägt das Bis­tum“, so der Finanzdirektor. 

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Bistumsweit läuft seit geraumer Zeit der Austausch über neue Strukturen in den pastoralen Räumen – wie hier vergangenen Sommer beim Treffen der Pastoralen Dienste. Diese Zusammenarbeit über den Pfarrverband hinaus ist wesentlicher Fokus der Haushaltsplanung 2026.

Beteiligung des Diözesansteuerausschusses an der Finanzplanung im Bistum Passau

Im Bis­tum Pas­sau ist der Diö­ze­san­steu­er­aus­schuss ein zen­tra­les Gre­mi­um, in dem auch Lai­en maß­geb­lich an der Finanz­pla­nung im Bis­tum betei­ligt sind. Die Mit­glie­der des Gre­mi­ums bera­ten ver­tieft im Zuge der Erstel­lung der Plan Gewinn- und Ver­lust­rech­nung. Für den Haus­halt gibt es eine geson­der­te Vor­be­ra­tungs­sit­zung. Die­se Sit­zun­gen wer­den neben den haupt­amt­lich Täti­gen durch geson­dert gebil­de­te Arbeits­grup­pen aus den Mit­glie­dern des Diö­ze­san­steu­er­aus­schus­ses vorbereitet. 

Die wichtigsten Erträge:

Erträ­ge aus Kir­chen­steu­er­ein­nah­men belau­fen sich auf 104,7 Mio. EUR (79 % der betrieb­li­chen Erträ­ge). Ver­gü­tun­gen für Leis­tun­gen, wel­che die Kir­che für den Staat erbringt, erwar­tet das Bis­tum in Höhe von 13,8 Mio. EUR (10 %). Wei­te­re 12,9 Mio. EUR (11 %) sind Pfründe‑, Mie­te- und sons­ti­ge Erträ­ge bzw. Umsatz­er­lö­se der Bil­dungs­häu­ser, des Bis­tums­blat­tes und des Domladens.

Der gesam­te Betriebs­er­trag beläuft sich auf 131,4 Mio. Euro.

Die wichtigsten Aufwendungen 2026:

Die betrieb­li­chen Auf­wen­dun­gen in Höhe von 140 Mio. EUR ent­fal­len auf die zen­tra­len Berei­che Seel­sor­ge 50 Mio. EUR (35,7 %), sozia­le Diens­te 11,6 Mio. EUR (8,3 %) und kate­go­ria­le Seel­sor­ge – wie Jugend­ar­beit, Fami­li­en­pas­to­ral oder Kri­sen­seel­sor­ge – 12,1 Mio. EUR (8,6 %). In den Bereich Schu­le, Bil­dung und Kunst flie­ßen 24,5 Mio. EUR (17,5 %). Welt­kirch­li­che und über­diö­ze­sa­ne Pro­jek­te unter­stüt­zen wir mit 6,7 Mio. EUR (4,8 %). 30,6 Mio. EUR (21,9 %) wen­det die Diö­ze­se für alle zen­tra­len Ein­rich­tun­gen auf.

Für den Unter­halt zen­tra­ler Stif­tungs­ge­bäu­de sowie sons­ti­ger wesent­li­cher Ver­pflich­tun­gen der Diö­ze­se und eine aus­rei­chen­de Deckungs­re­ser­ve sind ins­ge­samt 4,5 Mio. EUR (3,2 %) veranschlagt.

Die Plan Gewinn- und Verlustrechnung 2026 in Zahlen

Weitere Informationen zum Thema

Finanzen und Bau

Dem Bistum Passau ist es wichtig, Dinge beim Namen zu nennen – das gilt insbesondere auch für die Finanzen, sowie alle Bau- und Renovierungsarbeiten. Die Gestaltung einer soliden, vernunftbetonten Fiskalpolitik ist unser Anspruch und unser Versprechen an alle Gläubigen in unserem Bistum.

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