Soziales

KDFB startet neue Trauergruppe

Redaktion am 14.09.2026

Info Icon Foto: KDFB
Geleitet wird die Trauergruppe von den beiden KDFB-Trauerbegleiterinnen Brigitte Hartl (links) und Ulrike König.

Da ist großer innerer Schmerz, der sich fast körperlich anfühlt. Da ist die Last, plötzlich vieles regeln zu müssen, obwohl die Kraft selbst für kleinste Alltagserledigungen fehlt. Da ist der Unglaube, weil sich der Verlust unwirklich anfühlt – und nun doch unbestreitbar ein Teil des Lebens ist. 

Trau­ern­de Men­schen befin­den sich in einem abso­lu­ten Aus­nah­me­zu­stand. Doch sie müs­sen die­se schwe­re Zeit nicht allein erle­ben. Das ist die Bot­schaft der neu­en Trau­er­grup­pe, die der Katho­li­sche Deut­sche Frau­en­bund (KDFB) in der Diö­ze­se Pas­sau am 6. Okto­ber 2026 startet.

„In der Trau­er­grup­pe geht es nicht dar­um, schnel­le Ant­wor­ten oder Lösun­gen zu fin­den. Trau­ern­de brau­chen vor allem Men­schen, die zuhö­ren und ihre Emo­tio­nen mit ihnen aus­hal­ten. Wir möch­ten zei­gen, was es bedeu­tet, wirk­lich auf­ge­fan­gen zu wer­den“, schil­dert KDFB-Trau­er­be­glei­te­rin Ulri­ke König, die gemein­sam mit ihrer Kol­le­gin Bri­git­te Hartl die Grup­pen­tref­fen lei­tet. Bei­de wis­sen aus lang­jäh­ri­ger Erfah­rung, wie schwer es für Trau­ern­de sein kann, sich in ihrer neu­en Lebens­rea­li­tät wie­der­zu­fin­den. Auch des­halb, weil das gesell­schaft­li­che Umfeld in vie­len Fäl­len nur begrenzt Geduld auf­bringt. Schon nach weni­gen Tagen oder Wochen gehen Fami­li­en­mit­glie­der, Freun­de und Arbeits­kol­le­gen oft davon aus, dass die trau­ern­de Per­son nun doch end­lich wie­der ​„funk­tio­nie­ren“ muss.

„Die­se Erwar­tungs­hal­tung erzeugt Druck und kann zu Ein­sam­keit füh­ren“, führt König aus. Der Frau­en­bund setzt hier einen Gegen­ak­zent. Trau­er muss nicht ein­sam machen. Sie kann Men­schen, die ähn­li­ches erlebt haben, zusam­men­brin­gen. ​„Für mich ist das Stich­wort ​‚Begeg­nun­gen‘ zen­tral. Begeg­nun­gen ver­än­dern sich im auf und ab des Lebens. In der Trau­er mit dem Abschieds­schmerz füh­len wir uns allei­ne. Doch in der Erin­ne­rung kön­nen wir dem gelieb­ten Men­schen wie­der begeg­nen. Und erneu­te Begeg­nun­gen mit Men­schen, die uns ver­ste­hen, geben uns Kraft. Sie sind Lebens­eli­xier“, sagt Bri­git­te Hartl. Hartl und König möch­ten die Teil­neh­men­den dabei unter­stüt­zen, sich für neue Begeg­nun­gen zu öff­nen und im geschütz­ten Raum der Trau­er­grup­pe vor­sich­tig neue Schrit­te zu gehen.

Die Trau­er­grup­pe des KDFB-Diö­ze­san­ver­ban­des Pas­sau steht allen Men­schen gleich wel­chen Alters, wel­chen Geschlechts und wel­cher Kon­fes­si­on offen. Sie trifft sich ab dem 6. Okto­ber 2026 immer diens­tags an acht Nach­mit­ta­gen von 15 Uhr bis 17 Uhr in der KDFB Geschäfts­stel­le in Pas­sau (Lud­wigs­platz 4). Um Anmel­dung im KDFB-Büro unter Tele­fon 0851/36361 oder per E‑Mail passau.​kdfb@​bistum-​passau.​de wird bis 29. Sep­tem­ber gebe­ten. Die Teil­nah­me­ge­bühr beträgt 50 Euro.

Anmeldeinformationen

Anmeldung im:

KDFB-Büro

Tel:

0851/36361

E-Mail:

passau.kdfb@bistum-passau.de

Anmeldeschluss:

29. September

Beginn:

ab dem 06. Oktober 2026 immer dienstags an acht Nachmittagen

Ab:

15 Uhr bis 17 Uhr

Wo:

KDFB Geschäftsstelle in Passau (Ludwigsplatz 4)

Teilnahmegebühr:

50 Euro

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