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Bistum

Auftakt: Fastenaktion „Auch mein Handeln zählt“

Stefanie Hintermayr am 11.02.2022

432 A3201 1 Foto: Stefanie Hintermayr/pbp
Die Akteure der Klimaaktion 2022 (v.l.n.r.): Wolfgang Seiderer (Klimaschutzbeauftragter Stadt Passau), Carolin Stadler (Klimaschutz Stadt Passau), Andreas Rother (2. Bürgermeister Stadt Passau), Raimund Kneidinger (Landrat Landkreis Passau), Jochen Wilde (Evangelischer Dekan Passau), Sabrina Hoffmann (Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik Landkreis Passau), Eva Brunner und Verena Holzbauer (Klimaschutz-Managerinnen Landkreis Freyung-Grafenau), Sonja Sibbor-Heißmann (Studentenpfarrerin), Maria Maidl (Umweltreferentin Diözese Passau), Peter Oberleitner (Geschäftsführer Diözesanrat Passau), Josef Holzbauer (Umweltreferent Diözese Passau), Kathrin Plechinger (Geschäftsführerin Kath. Frauenbund Passau) und Franz Brunner (stv. Landrat Freyung Grafenau)

Unter dem Motto "Des braucht's wirklich! Auch mein Handeln zählt." machen sich Kirchen, Landkreise und die Stadt Passau in der Fastenzeit 2022 für Nachhaltigkeit und Klimaschutz stark. Unterstützt wird die Fastenaktion von Aschermittwoch bis Ostersonntag durch den KDFB-Diözesanverband Passau.

Eine Visi­on von einer bes­se­ren Welt vor Augen haben die Initia­to­ren der dies­jäh­ri­gen, inzwi­schen sechs­ten Kli­ma-Fas­ten­ak­ti­on“ in der Regi­on Pas­sau. Zumin­dest ihren Teil dazu bei­tra­gen wol­len katho­li­sche und evan­ge­li­sche Kir­che, der Diö­ze­san­rat Pas­sau, die bei­den Land­krei­se Pas­sau und Frey­ung-Gra­fen­au und die Stadt Pas­sau, in Unter­stüt­zung des KDFB-Diö­ze­san­ver­bands, des KDFB-Ver­brau­cher­Ser­vice­Bay­ern und der Stabs­stel­le Umwelt des Bis­tums Pas­sau. Sie alle wol­len in den sie­ben Wochen der Fas­ten­zeit zum Nach- und Über­den­ken von Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­schutz anre­gen. Die Fas­ten­bro­schü­re mit sie­ben The­men­blö­cken, je einer zu jeder Fas­ten­wo­che, will jedem Ein­zel­nen Impul­se mit kon­kre­ten Vor­schlä­gen für ein kli­ma­freund­li­che­res Ver­hal­ten an die Hand geben. Dabei geht es um ganz all­täg­li­che Din­ge wie bei­spiels­wei­se regio­na­les Ein­kau­fen, Umgang mit Was­ser, Res­sour­cen­scho­nung, Mobi­li­tät und Boden­be­wirt­schaf­tung. Auch mein Han­deln zählt!“ – so der Auf­ruf der Fas­ten­bro­schü­re, der ein­mal mehr bekräf­tigt, dass Umwelt- und Kli­ma­schutz und öko-sozia­ler Wan­del nicht erst bei der Welt­po­li­tik, son­dern bei jedem Ein­zel­nen anfan­gen. Davon sind die Akteu­re fest über­zeugt. Es ist wich­tig, dass die Leu­te Kli­ma­schutz aus vol­ler Über­zeu­gung ange­hen“, beton­te der Pas­sau­er Land­rat Rai­mund Knei­din­ger. Und wir (Akteu­re) müs­sen die Men­schen immer wie­der dafür begeis­tern.“ Kli­ma­schutz begin­ne schließ­lich mit Klei­nig­kei­ten, erklär­te Andre­as Rother, stv. Bür­ger­meis­ter der Stadt Pas­sau, und ver­wies auf Din­ge wie regio­na­les Ein­kau­fen, Kurz­stre­cken mit dem Auto ver­mei­den und Regen­was­ser sammeln.

Der im christ­li­chen Grund­ver­ständ­nis so viel geach­te­te Schöp­fungs­ge­dan­ke spie­gelt sich in vie­len Tei­len der Bro­schü­re und der Fas­ten­ak­ti­on all­ge­mein wider. Als Ein­le­ger mit Gebe­ten ist er zudem ent­hal­ten, nicht zuletzt des­halb, weil er einen kli­ma- und umwelt­freund­li­chen Umgang mit Res­sour­cen vor­aus­setzt. Des­halb enga­giert sich das Bis­tum Pas­sau, wie auch das ev.-luth. Deka­nat Pas­sau, schon seit Jah­ren mit Aktio­nen wie die­ser für mehr Kli­ma- und Umwelt­schutz einen und öko-sozia­len Wan­del – Stich­wort Lau­da­to Si. Die Papst-Enzy­kli­ka mit dem Titel Über die Sor­ge um das gemein­sa­me Haus“ von 2015 hat die Bri­sanz die­ses The­mas aus kirch­li­cher Sicht auf­ge­zeigt und das kirch­li­che Enga­ge­ment für Kli­ma­schutz noch­mals ver­stärkt. Ich weiß von kei­nem ver­gleich­ba­ren Bünd­nis, das wir hier haben, das sich in sol­cher Wei­se für Kli­ma­schutz und Nach­hal­tig­keit ein­setzt“, bekräf­tig­te Umwelt­re­fe­rent Josef Holz­bau­er, was sei­ne Nach­fol­ge­rin Maria Maidl nur bestä­tig­te. Und Peter Ober­leit­ner, Geschäfts­füh­rer des Diö­ze­san­rats Pas­sau, mein­te: Es ist schön, dass die­se Run­de der Akteu­re von Jahr zu Jahr wächst. Das zeigt, dass Kli­ma­schutz immer mehr an Bedeu­tung gewinnt.“

Die Erde ist unser gemeinsames Haus

Wir Christen tragen eine besondere Verantwortung für unser gemeinsames Haus. Die Schöpfungsverantwortung ergibt sich „aus der Mitte des Evangeliums“ heraus und gehört somit zur Kernbotschaft des Glaubens.

Der Umgang mit der Schöp­fung hat eine reli­giö­se Dimen­si­on und ist Teil unse­res Glau­bens.“ Das bekräf­tig­te Jochen Wil­de, Dekan des ev.-luth. Deka­nats Pas­sau. Unbe­dingt not­wen­dig sei im Hin­blick auf nach­hal­ti­gen, welt­wei­ten Kli­ma­schutz die Ver­net­zung, was alle Akteu­re mit brei­tem Nicken nur bestä­tig­ten. Was es zudem brau­che, sei Geduld, beton­te Kath­rin Plechin­ger, Geschäfts­füh­re­rin des KDFB-Diö­ze­san­ver­bands Pas­sau. Bei uns ist Nach­hal­tig­keit schon seit vie­len Jah­ren ein The­ma. Doch mer­ken wir auch, dass es hier einen lan­gen Atem und Zeit braucht.“ Und nicht zuletzt muss die jun­ge Genera­ti­on anpa­cken; sie ist es, die ihre Zukunft in der Hand hat. Davon ist Franz Brun­ner, stv. Land­rat des Land­krei­ses Frey­ung-Gra­fen­au, fest über­zeugt. Des­halb freut es mich ganz beson­ders, dass hier und heu­te in die­ser Run­de so vie­le jun­ge Men­schen dabei sind.“ Die­se viel­sei­ti­ge, ste­tig wach­sen­de, alters­ge­misch­te Run­de ver­ab­schie­de­te der Pas­sau­er Land­rat Rai­mund Knei­din­ger schließ­lich mit den Wor­ten: Hof­fen wir, dass es bei die­ser Akti­on nicht nur bei sie­ben Wochen bleibt, son­dern sehr viel länger.“

Informationen und Broschüre zur Fastenaktion

Die Fas­ten­bro­schü­re kön­nen Sie beim Diö­ze­san­rat Pas­sau ent­we­der tele­fo­nisch unter der Num­mer unter der Num­mer +49 0851 3937210 oder online per E‑Mail bestel­len an diözesanrat@bistum-passau.de. Zudem fin­den Sie sie hier als Download: